Überwachung: Auch Apple-Angestellte kritisieren Foto-Scan auf iPhones

In einem internen Forum kritisieren Apple-Angestellte eine neue Funktion, mit der Fotos auf iPhones auf Kindesmissbrauch überprüft werden sollen.

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Soll Fotos vor dem Senden in die iCloud scannen: iPhone.
Soll Fotos vor dem Senden in die iCloud scannen: iPhone. (Bild: Xavier Wendling/Unsplash)

Die Ankündigung von Apple, zukünftig Fotos auf iPhones auf Kindesmissbrauch hin zu überprüfen, wird auch von Angestellten des Unternehmens massiv kritisiert. In einem Apple-internen Slack-Kanal äußerten viele Mitarbeiter die Befürchtung, dass die Funktion von repressiven Regierungen genutzt werden könnte, um weiteres Material für Verhaftungen oder Zensur zu entdecken.

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Der Umfang und die Dauer der Debatte sei im Vergleich zu früheren Sicherheitsänderungen bei Apple überraschend, sagten mehrere Angestellte der Nachrichtenagentur Reuters. Bereits über 800 Nachrichten soll der interne Slack-Kanal zum Thema umfassen. In einigen Posts werde befürchtet, dass Apple seinen guten Ruf beim Schutz der Privatsphäre aufs Spiel setze.

Manche halten die Lösung jedoch für eine vernünftige Reaktion auf den Druck, gegen illegale Inhalte vorzugehen. Andere hoffen, dass mit dem Foto-Scan endlich eine vollständige Verschlüsselung der iCloud eingeführt wird. Diskussionen in Slack schränkt Apple allerdings immer wieder ein.

Apple verteidigt Foto-Scan auf iPhones

Neben den Apple-Angestellten hatten auch etliche Bürgerrechtler und bekannte Persönlichkeiten die geplante Funktion kritisiert. "Egal wie gut es gemeint ist, Apple erlaubt damit Massenüberwachung auf der ganzen Welt", erklärte etwa der Whistleblower Edward Snowden.

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Auch Whatsapp-Chef Will Cathcart kritisierte das von "Apple gebaute und betriebene Überwachungssystem". Die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) bezeichnet die Technik als Backdoor, trotz der technischen Erklärungen Apples, wie die Privatsphäre der Nutzer geschützt werden solle: "Aber am Ende des Tages ist selbst eine gründlich dokumentierte, sorgfältig durchdachte und eng gefasste Hintertür immer noch eine Hintertür."

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Der iPhone-Hersteller verteidigte daraufhin die neue Funktion und kündigte an, jegliche Versuche von Regierungen, die das Verfahren für die Suche nach anderen Inhalten nutzen wollen, abzuweisen. In einer Stellungnahme spielte das Unternehmen auf Forderungen des FBI an, die von Apple eine Abschwächung der Geräteverschlüsselung forderten.

Allerdings hat es Apple unterlassen, die iCloud so zu verschlüsseln, dass nur noch die Nutzer selbst auf ihre Daten und Backups zugreifen können. Eine entsprechende Funktion war zwar geplant, wurde jedoch nie umgesetzt, um einen Konflikt mit dem FBI aus dem Weg zu gehen. So kann Apple und damit auch das FBI auf nahezu alle Daten der iPhones zugreifen, sofern sie mit der iCloud synchronisiert werden.

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