Überwachung: Apple verteidigt Foto-Scan auf iPhones

Fotos auf iPhones würden nur auf Kinderpornografie gescannt, weitergehende Forderungen von Behörden weise man zurück, betont Apple. Doch kann Apple das überhaupt?

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Das Apple-Logo
Das Apple-Logo (Bild: Laurenz Heymann/Unsplash)

Apple weist die umfangreiche Kritik an seiner kürzlich angekündigten Funktion zurück, mit der Fotos auf iPhones und iPads auf Missbrauchsinhalte untersucht werden sollen. Der iPhone-Hersteller kündigte an, jegliche Versuche von Regierungen, die das Verfahren für die Suche nach anderen Inhalten nutzen wollen, abzuweisen. Damit verspricht das Unternehmen jedoch etwas, das es gar nicht halten kann.

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"Wir waren schon früher mit Forderungen konfrontiert, von der Regierung verordnete Änderungen zu entwickeln und zu implementieren, die die Privatsphäre der Nutzer beeinträchtigen, und haben diese Forderungen standhaft abgelehnt. Wir werden sie auch in Zukunft zurückweisen", betont Apple in einem FAQ (PDF) zu der angekündigten Funktion, Fotos, die in die iCloud geladen werden, zu analysieren und mit einer Hash-Datenbank von Missbrauchsbildern abzugleichen.

Doch bereits in der Vergangenheit hatte es Apple unterlassen, die iCloud so zu verschlüsseln, dass nur noch die Nutzer selbst auf ihre Daten und Backups zugreifen können. Eine entsprechende Funktion war zwar geplant, wurde jedoch nie umgesetzt, um einen Konflikt mit dem FBI aus dem Weg zu gehen. So kann Apple und damit auch das FBI auf nahezu alle Daten der iPhones zugreifen, sofern sie mit der iCloud synchronisiert werden.

Apple kann nur Forderungen zurückweisen, nicht Gerichtsbeschlüsse

Zwar kann Apple weiterhin öffentlichkeitswirksam Forderungen von Politikern oder Strafverfolgungsbehörden zurückweisen und etwaige Anordnungen vor Gericht anfechten, doch an Gerichtsentscheidungen oder Gesetze muss sich letztlich auch Apple halten und kann diese nicht einfach zurückweisen.

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Das ist insbesondere relevant, da in den den USA, der EU und Deutschland bereits genau so ein System, wie es Apple nun einführt, gefordert wird - und teils schon an gesetzlichen Regelungen gearbeitet wird.

Entsprechend umfassend fiel die Kritik an Apples geplanter Funktion aus. "Egal wie gut es gemeint ist, Apple erlaubt damit Massenüberwachung auf der ganzen Welt", erklärte etwa der Whistleblower Edward Snowden. Auch Whatsapp-Chef Will Cathcart kritisierte das von "Apple gebaute und betriebene Überwachungssystem". Die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) bezeichnet die Technik als Backdoor, trotz der technischen Erklärungen Apples, wie die Privatsphäre der Nutzer geschützt werden solle: "Aber am Ende des Tages ist selbst eine gründlich dokumentierte, sorgfältig durchdachte und eng gefasste Hintertür immer noch eine Hintertür."

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