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Überwachung: Apple-Chef Tim Cook fordert mehr Schutz der Privatsphäre

Die Regierungschefs Großbritanniens und der USA fordern im Kampf gegen den Terrorismus ein Verbot verschlüsselter Kommunikation. Das bringe nichts und treffe nur die Falschen, entgegnet Apple-Chef Tim Cook. Er fordert weniger Überwachung und den Schutz des Menschenrechts auf Privatsphäre.

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Tim Cook: Der Apple-Chef steht den europäischen Ansichten zu Datenschutz näher als denen in den USA.
Tim Cook: Der Apple-Chef steht den europäischen Ansichten zu Datenschutz näher als denen in den USA. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Bespitzeln erreiche nichts gegen Terroristen, untergrabe aber die Privatsphäre: So spricht sich in einem Interview mit der britischen Tageszeitung The Daily Telegraph Apple-Chef Tim Cook deutlich gegen Überwachung und ein Verschlüsselungsverbot aus.

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"Keiner sollte akzeptieren, dass die Regierung oder ein Unternehmen oder irgendjemand sonst Zugang zu all unseren privaten Daten haben sollte. Das ist ein grundlegendes Menschenrecht", sagte Cook. "Wir haben alle ein Anrecht auf unsere Privatsphäre. Das sollten wir nicht aufgeben. Wir sollten nicht angesichts von Panikmache oder Menschen, die die Einzelheiten grundlegend nicht verstehen, einlenken." Der Schutz der Privatsphäre müsse nicht nur von Regierungen, sondern auch von Unternehmen beachtet werden: Auch diese sollten ihre Kunden nicht ausspähen dürfen.

Kein Kampf gegen Terror auf Kosten der Privatsphäre

Der Kampf gegen den Terrorismus dürfe nicht auf Kosten der Privatsphäre geführt werden. "Man will nicht jedermanns Privatsphäre beseitigen. Wenn doch, löst man damit nicht das Terrorismus-Problem, aber man nimmt ein Menschenrecht weg. Das hat erhebliche Konsequenzen."

Den iCloud-Einbruch im Jahr 2014, von dem auch verschiedene Hollywood-Stars betroffen waren, erwähnte Cook nicht explizit. Er spielte aber darauf an: "Die Geschichte hat uns gelehrt, dass Sicherheitslücken schlimme Folgen haben. Dafür muss man nicht sehr weit zurückblicken".

Cameron und Obama wollen Verschlüsselung verbieten

Cook wandte sich auch gegen ein Verbot von Kryptografie. Das hatte der britische Premierminister David Cameron nach den Terroranschlägen im Januar 2015 in Paris gefordert. US-Präsident Barack Obama unterstützt Cameron bei dieser Forderung.

Das Verbot treffe die Falschen, sagte Cook: Die Terroristen hätten längst eigene Werkzeuge, um ihre Kommunikation zu verschlüsseln. Würden Unternehmen wie Apple dazu gezwungen, den Behörden Zugang zu verschlüsselter Kommunikation zu geben, sei das nutzlos gegen Terroristen und kein Schutz der Öffentlichkeit.

Verschlüsselung ist notwendig

Verschlüsselung sei im Gegenteil notwendig: Immer mehr private Informationen wie etwa Bank- oder Gesundheitsdaten würden auf mobilen Geräten gespeichert. Ohne Verschlüsselung würden diese fast zwangsläufig gestohlen. "Wenn wir nicht verschlüsseln, treffen wir damit die Guten", sagte der Apple-Chef.

Apple nehme den Datenschutz ernst, sagte Cook. Das Unternehmen verdiene Geld mit dem Verkauf von Geräten an Kunden, nicht mit den Daten der Kunden - auch wenn das ein lukratives Geschäft wäre. "Wir verdienen kein Geld, indem wir Ihre Daten an andere verkaufen. Wir denken, das wollen Sie nicht. Wir wollen das nicht. Das gehört nicht in unser Wertesystem", erklärte Cook. Er stehe den europäischen Ansichten zu Datenschutz und zur Privatsphäre näher als denen in den USA.



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andi_lala 02. Mär 2015

1. hat das nichts mit Security by Obscurity zu tun, nur weil die Implementierung nicht...

elgooG 02. Mär 2015

Der Eingangspost ist einfach eine wirre Verkettung von Halbwahrheiten, die in einem...

leonmeise 01. Mär 2015

Endlich mal ein Tech CEO mit einem Verständnis für Privatsphäre! Schone Grüße in Richtung...


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