Übersetzungs-Startup: DeepL ist jetzt 2 Milliarden US-Dollar wert

Das deutsche KI-Übersetzungs-Start-up DeepLhat eine weitere Finanzspritze von Investoren erhalten(öffnet im neuen Fenster) . Die Investoren geben weitere 300 Millionen US-Dollar und bringen so die Gesamtbewertung des Unternehmens auf 2 Milliarden US-Dollar, wie das Wall Street Journal berichtete(öffnet im neuen Fenster) .
Das 2017 gegründete Unternehmen mit Sitz in Köln entwickelte ein generatives KI-Modell, das Texte besonders gut übersetzt. DeepL hat mehr als 100.000 Kunden und ist dem Bericht zufolge das wertvollste deutsche KI-Start-up.
Der Chef und Gründer Jarek Kutylowski sagte, dass DeepL seinen spezialisierten KI-Modellansatz auf Geschäftsübersetzungen ausrichte, die heute häufig mit menschlichen Übersetzern durchgeführt würden. Für die Kundenkommunikation sei die Qualität der Übersetzung wichtiger als etwa im Urlaub, wenn man nur die Speisekarte übersetzen will.
Expansion und Wachstum
Mit der neuen Finanzierung plant DeepL, seine Präsenz in den USA, Asien und Lateinamerika auszubauen, die Vertriebstätigkeiten auszuweiten und die Forschungsabteilung zu stärken. Das Unternehmen verdoppelte seine Mitarbeiterzahl in den vergangenen zwölf Monaten laut Bericht und beschäftigt derzeit 900 Mitarbeiter in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Großbritannien, Japan und den USA.
Investitionen in generative KI
Eine aktuelle Studie von KPMG(öffnet im neuen Fenster) zeigt, dass generative KI für deutsche Unternehmen immer wichtiger wird. Mehr als die Hälfte der Betriebe will die Investitionen in diesem Bereich erhöhen, wobei mehr als 50 Prozent planen, die Ausgaben um mindestens 40 Prozent zu steigern.
Obwohl Unternehmen das Thema generative KI zunehmend strategisch angehen und erste Anwendungen umsetzen, gibt es noch Raum für Verbesserungen: Nur 31 Prozent der befragten Firmen entwickelten bisher eine Strategie, während 49 Prozent diese noch planen oder gerade erst mit der Umsetzung begannen.
Mehr als ein Drittel der Unternehmen haben schon konkrete Anwendungsfälle im Einsatz, weitere 35 Prozent wollen in den kommenden zwölf Monaten entsprechende Use Cases implementieren.



