Überschallflugzeug: Boom Aerospace stellt Prototypen vor
Die XB-1 soll ein schnelleres Passagierflugzeug als die Concorde werden. Jetzt wurde das erste Testflugzeug und ein neuer Kooperationspartner vorgestellt. Virgin Galactic soll bei der Entwicklung mit helfen.
Boom Aerospace will ein Überschallflugzeug für 45 Passagiere entwickeln, das schneller als die Concorde fliegen können soll. Jetzt hat die Firma ein nicht nur ein Modell des ersten Testflugzeugs für die XB-1 vorgestellt, sondern auch angekündigt, dass sich Richard Bransons Weltraumfirma Virgin Galactic direkt an dem Projekt beteiligen wird. Bisher war nur bekannt, dass die Virgin Group zehn der Überschallflugzeuge bei dem Unternehmen vorbestellt hat.
Das erste Flugzeug von Boom Aerospace soll ein im Maßstab 1 zu 3 verkleinerter Prototyp sein. Er wird von drei General Electric J85 Triebwerken angetrieben werden, die sonst in Kampfflugzeugen zum Einsatz kommen. Damit soll das Flugzeug in einer regulären Flughöhe von 19 Kilometern auf Mach 2,2 beschleunigen können. Anders als die Concorde sollen die Triebwerke die hohen Geschwindigkeiten auch ohne Nachbrenner erreichen können, was den Treibstoffverbrauch im Vergleich zur Concorde senken wird. Dazu trägt auch bei, dass der Flugzeugrumpf aus leichtem Kohlefaserkomposit gefertigt wird.
Reguläre Passagierflüge nicht vor 2023
Im Vergleich zu regulären Linienflugzeugen wird die XB-1 trotzdem einen höheren Verbrauch haben. Die dünnere Luft in der großen Höhe sorgt zwar für weniger Luftwiderstand, aber dieser Effekt wird durch die höhere Geschwindigkeit mehr als kompensiert. Der erste Flug des verkleinerten Prototyps ist für Ende 2017 geplant. In voller Größe soll die XB-1 nicht vor 2023 fliegen.
Virgin Galactic hat bei der Entwicklung des SpaceShip Two viel Erfahrung mit Überschallflügen gesammelt. Allerdings läuft dessen Entwicklung seit 2009 und wurde durch technische Probleme und zwei Unfälle mit vier Todesopfern immer weiter verzögert. Vor zwei Jahren brach der vorletzte Prototyp von SpaceShip Two durch einen Bedienungsfehler während eines Testflugs auseinander, nur einer der beiden Piloten konnte sich retten.
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Danke für die Korrektur, das hatte sich auch bei mir falsch ins Gedächtnis eingebrannt...
Nein, über Skype sollte man besser keine Firmengeheheimnisse besprechen. ;-)
Lasst die doch mal machen. So wie ich das sehe, ist es in keinster Weiße unser Problem...