• IT-Karriere:
  • Services:

Überschallauto: Rekordfahrzeug Bloodhound SSC wird verkauft

Es sollte schneller fahren als jedes Auto zuvor und sogar schneller sein als der Schall. Es war aber langsamer als die Pleite: Das britische Bloodhound Project ist insolvent.

Artikel veröffentlicht am ,
Rekordfahrzeug Bloodhound SSC (auf dem Flughafen Newquay am 26. Oktober 2017): Triebwerk vom Eurofighter
Rekordfahrzeug Bloodhound SSC (auf dem Flughafen Newquay am 26. Oktober 2017): Triebwerk vom Eurofighter (Bild: Ben Stansall/AFP/Getty Images))

Sang- und klanglos statt Überschall: Nachdem eine Finanzierungsrunde gescheitert ist, ist das Bloodhound Project pleite. Das Rekordauto, das schneller als der Schall sein sollte, steht zum Verkauf.

Stellenmarkt
  1. Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
  2. Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg

Bis zu 1.000 Meilen pro Stunde, umgerechnet 1.600 Kilometer km/h, schneller als je zuvor ein Auto, sollte das in Großbritannien entwickelte Bloodhound Supersonic Car (SSC) erreichen und damit den aktuellen Landgeschwindigkeitsrekord von 1.227,99 Kilometern pro Stunde übertreffen. Den hatte Andy Green, Konstrukteur des Bloodhound SSC, im Jahr 1997 selbst aufgestellt.

Der Rekordversuch sollte 2020 oder 2021 auf dem Hakskeen Pan, stattfinden, einem ausgetrockneten See im Nordwesten Südafrikas. 2019 sollte das Fahrzeug dort erstmals Geschwindigkeiten zwischen 800 und 965 Kilometer pro Stunde erreichen. Die aktuelle Bestmarke von 200 Meilen, also 320 Kilometern pro Stunde, erzielte Green 2017 auf dem Flughafen Newquay in Cornwall.

Schneller wird es aber nicht mehr, zumindest nicht mit diesem Eigentümer: Das 2008 gegründete Projekt ist insolvent. Im Herbst hatte das Team angekündigt, dass es Investitionen in Höhe von 25 Millionen britische Pfund, umgerechnet knapp 27,6 Millionen Euro, einwerben wolle. Das ist aber gescheitert. Green hat daraufhin angekündigt, sein Rekordfahrzeug zu verkaufen. Es soll für 250.000 britische Pfund, knapp 276.000 Euro, den Eigentümer wechseln.

Das Überschallauto ist knapp 13,5 Meter lang und an der höchsten Stelle drei Meter hoch. Es fährt auf vier Rädern, die einen Durchmesser von etwa einem Meter haben. Voll getankt wiegt das Gefährt knapp 7,8 Tonnen.

Angetrieben wird das Fahrzeug von einem Raketentriebwerk und einem Eurojet-EJ200-Strahltriebwerk von Rolls-Royce, das auch den Eurofighter Typhoon antreibt. Ein V8-Motor von Jaguar treibt die Pumpe an, die den flüssigen Oxidator in die Brennkammer des Raketentriebwerks pumpt. Insgesamt soll der Bloodhound SCC über 135.000 PS haben.

Der Fahrer sitzt in einem Monocoque, also in einem Cockpit, das aus einem einzigen Teil besteht. Wie das Monocoque eines Formel-1-Renners ist es aus Kohlenstofffaser-verstärktem Kunststoff gefertigt - laut Bloodhound Project ist es das stärkste je gefertigte Cockpit für ein Auto.

Das Projekt war 2008 als Bildungsförderung gegründet worden. Ziel war es dabei, Schüler für die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu interessieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

demon driver 11. Dez 2018

Das ist aber Blödsinn, ich musste bisher noch in jedes Auto selbst einsteigen!

demon driver 11. Dez 2018

Was glaubst du eigentlich berechtigt dich dazu, Kritik als "Missgunst" diffamieren zu...


Folgen Sie uns
       


Halo (2001) - Golem retro_

2001 feierte der Master Chief im Klassiker Halo: Kampf um die Zukunft sein Debüt. Wir blicken zurück und merken, wie groß der Einfluss des Spiels wirklich ist.

Halo (2001) - Golem retro_ Video aufrufen
Amazon, Netflix und Sky: Disney bringt 2020 den großen Umbruch beim Videostreaming
Amazon, Netflix und Sky
Disney bringt 2020 den großen Umbruch beim Videostreaming

In diesem Jahr wird sich der Video-Streaming-Markt in Deutschland stark verändern. Der Start von Disney+ setzt Netflix, Amazon und Sky gehörig unter Druck. Die ganz großen Umwälzungen geschehen vorerst aber woanders.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

  1. Peacock NBC Universal setzt gegen Netflix auf Gratis-Streaming
  2. Joyn Plus+ Probleme bei der Kündigung
  3. Android TV Magenta-TV-Stick mit USB-Anschluss vergünstigt erhältlich

Lovot im Hands-on: Knuddeliger geht ein Roboter kaum
Lovot im Hands-on
Knuddeliger geht ein Roboter kaum

CES 2020 Lovot ist ein Kofferwort aus Love und Robot: Der knuffige japanische Roboter soll positive Emotionen auslösen - und tut das auch. Selten haben wir so oft "Ohhhhhhh!" gehört.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Orcam Hear Die Audiobrille für Hörgeschädigte
  2. Viola angeschaut Cherry präsentiert preiswerten mechanischen Switch
  3. Consumer Electronics Show Die Konzept-Messe

Shitrix: Das Citrix-Desaster
Shitrix
Das Citrix-Desaster

Eine Sicherheitslücke in Geräten der Firma Citrix zeigt in erschreckender Weise, wie schlecht es um die IT-Sicherheit in Behörden steht. Es fehlt an den absoluten Grundlagen.
Ein IMHO von Hanno Böck

  1. Perl-Injection Citrix-Geräte mit schwerer Sicherheitslücke und ohne Update

    •  /