Abo
  • Services:

Überschall-U-Boot: Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten

Chinesische Wissenschaftler haben möglicherweise einen Weg gefunden, wie sich U-Boote und Torpedos mit Überschallgeschwindigkeit fortbewegen können. Die Technologie könnte das Reisen revolutionieren.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
U-Boote könnten bald in weniger als zwei Stunden von Schanghai nach San Francisco fahren.
U-Boote könnten bald in weniger als zwei Stunden von Schanghai nach San Francisco fahren. (Bild: Guang Niu/Afp/Getty Images)

China ist dem Traum vom Überschall-U-Boot einen Schritt näher gekommen. Wissenschaftler des Harbin Institute of Technology's Complex Flow and Heat Transfer Lab haben eine Technologie entwickelt, mit der U-Boote oder Torpedos sich unter Wasser mit extrem hoher Geschwindigkeit bewegen könnten. Ein U-Boot könnte so die Strecke von Schanghai nach San Francisco in weniger als zwei Stunden zurücklegen, berichtete die South China Morning Post.

Stellenmarkt
  1. TeamBank, Nürnberg
  2. BWI GmbH, Nürnberg, Bonn, Köln, Strausberg, München

Kern der Technologie ist nach Aussage der Wissenschaftler die Möglichkeit, eine Art Luftblase zu erzeugen, die die extremen Geschwindigkeiten möglich macht. Konventionelle U-Boote werden vor allem abgebremst, weil Wasser deutlich mehr Reibung erzeugt als Luft.

Sowjetunion entwickelte Technologie im Kalten Krieg

Die chinesischen Wissenschaftler haben dafür das Prinzip der Superkavitation weiterentwickelt, das die Sowjetunion bereits während des Kalten Krieges entwickelt hatte. Dabei wird ein Unterwasserfahrzeug von einer Luftblase umgeben, um die Reibung zu verringern. Ein Torpedo hatte so bereits damals Geschwindigkeiten von 370 km/h erreicht. Theoretisch kann auf diese Weise sogar eine Geschwindigkeit von 5.800 km/h erreicht werden, was der Schallgeschwindigkeit unter Wasser entspricht.

Bislang bestand dabei jedoch das Problem, dass ein Unterwasserfahrzeug bereits mit sehr hoher Geschwindigkeit starten muss, um die Luftblase zu erzeugen und beizubehalten. Zudem war es nahezu unmöglich, das Fahrzeug zu steuern, weil etwa ein Ruder keinerlei Kontakt zum Wasser hätte. Deshalb wurde das Prinzip in der Vergangenheit ausschließlich für unbemannte Objekte wie Torpedos angewandt.

Membran soll Wasserwiderstand reduzieren

Das chinesische Forscherteam will nun einen Weg gefunden haben, diese Probleme zu umgehen. So soll sich das Fahrzeug, sobald es im Wasser ist, permanent mit einer speziellen Flüssigkeit bespritzen und so eine Art Membran bilden. Das soll beim Start den Wasserwiderstand reduzieren. Sobald eine Geschwindigkeit von 75 km/h erreicht ist, würde das Fahrzeug dann in den Zustand der Superkavitation wechseln. Der Schutzfilm soll dann auch zur Steuerung eingesetzt werden, indem je nach Bedarf bestimmte Teile der Oberfläche bespritzt werden und so die Reibung beeinflusst werden kann.

Nach Angaben der Wissenschaftler sind jedoch weitere Probleme zu lösen, bis das Reisen per Überschall-U-Boot möglich ist. So gibt es bislang kein geeignetes Raketentriebwerk, das eine entsprechende Distanz überbrücken kann. Der russische Torpedo hatte nur eine Reichweite von 11 bis 15 Kilometern. Sollten diese Hindernisse überwunden sein, sei der Einsatz im militärischen und zivilen Bereich denkbar, hieß es. Künftig könnten auch Schwimmanzüge mit der Technologie ausgestattet werden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. SanDisk Ultra microSDXC 64 GB für 19€)
  2. 111€
  3. 349€
  4. 1.111€

Nolan ra Sinjaria 03. Sep 2014

http://www.ufopaedia.org/index.php?title=Barracuda#Trivia

Walfleischesser 02. Sep 2014

Was inserted? Die Baumansicht ist nicht Standard, das ist ja Golems Sache dann ;)

Paykz0r 01. Sep 2014

ich will sehen das von landungsbrücken aus bei der elbtiefe das möglich ist, und auch...

Walfleischesser 31. Aug 2014

Ja... und ?

Anonymer Nutzer 29. Aug 2014

Das erinnert stark an PM. Immer wieder spaßig, Ausgaben von vor 20 Jahren zu lesen und...


Folgen Sie uns
       


Blackberry Key2 - Test

Das Blackberry Key2 überzeugte uns nicht im Test - trotz guter Tastatur.

Blackberry Key2 - Test Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ford will lieber langsam sein
  2. Navya Mainz testet autonomen Bus am Rheinufer
  3. Drive-by-wire Schaeffler kauft Lenktechnik für autonomes Fahren

Stromversorgung: Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos
Stromversorgung
Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos

Die massenhafte Verbreitung von Elektroautos stellt das Stromnetz vor neue Herausforderungen. Doch verschiedenen Untersuchungen zufolge sind diese längst nicht so gravierend, wie von Kritikern befürchtet.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität iEV X ist ein Ausziehelektroauto
  2. Elektroautos Bundesrechnungshof hält Kaufprämie für unwirksam
  3. Ladekabel Startup Ubitricity gewinnt Klimaschutzpreis in New York

Matebook X Pro im Test: Huaweis zweites Notebook ist klasse
Matebook X Pro im Test
Huaweis zweites Notebook ist klasse

Mit dem Matebook X Pro veröffentlicht Huawei sein zweites Ultrabook. Das schlanke Gerät überzeugt durch ein gutes Display, flotte Hardware samt dedizierter Grafikeinheit, clevere Kühlung und sinnvolle Anschlüsse. Nur die eigenwillig positionierte Webcam halten wir für fragwürdig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Android Huawei stellt zwei neue Tablets mit 10-Zoll-Displays vor
  2. Smartphones Huawei will Ende 2019 Nummer 1 werden
  3. Handelskrieg Huawei-Chef kritisiert Rückständigkeit in den USA

    •  /