Überraschende Ankündigung: Microsoft veröffentlicht Azure Linux 4.0
Microsoft hat auf dem Open Source Summit Nordamerika 2026 bekanntgegeben, mit Azure Linux 4.0 erstmals seine eigene Linux-Distribution für die Allgemeinheit zu veröffentlichen. Wie ZDNet berichtet(öffnet im neuen Fenster), wurde das System speziell für die Cloud-Infrastruktur optimiert und soll sich gut als Fundament für KI-Anwendungen sowie Container-Workloads eignen.
Die Distribution wurde bei Microsoft ursprünglich unter dem Namen Mariner entwickelt und zuletzt als Azure Linux 3.0 für Kunden des Azure Kubernetes Service (AKS) bereitgestellt. Mit Azure Linux 4.0 wurde das System nun zu einer vollwertigen Cloud-Distribution ausgebaut.
Azure Linux 4.0 basiert auf Fedora und wird als offene Distribution auf Github bereitgestellt. Interessierte, können sich über die Verfügbarkeit benachrichtigen lassen(öffnet im neuen Fenster). Microsoft kuratiert die Pakete selbst, um eine optimale Integration in die Azure-Infrastruktur zu gewährleisten. Neben der Version 4.0 gibt es noch Azure Container Linux (ACL), das auf Flatcar Container Linux basiert und als gehärtete und unveränderliche Version speziell als Host für Container-Workloads dient.
Ankündigung während Vortrags zu Open Source und KI
Die Veröffentlichung von Azure Linux 4.0 wurde von Brendan Burns, dem Corporate Vice President bei Microsoft, überraschend während eines Vortrags über die Entwicklung von Open Source und KI bekanntgegeben. Die Ankündigung kam so unerwartet, dass Jim Zemlin, der CEO der Linux Foundation, Burns nochmals auf die Bühne bat, um zu bestätigen, ob er wirklich gerade eine Microsoft-Linux-Distribution angekündigt habe.
Ursprünglich sollte die Ankündigung auf der Microsoft Build stattfinden, wurde aber kurzerhand auf den Open Source Summit vorverlegt. Mittlerweile hat Microsoft auch in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) die Verfügbarkeit von Azure Linux 4.0 bestätigt und erläutert, dass mehr als zwei Drittel der Anwendungen von Kunden in Azure auf Linux laufen, und erklärt, dass auch Dienste wie ChatGPT auf Linux-Fundamenten basieren.
Microsoft betont, dass die Zusammenarbeit mit Partnern wie Red Hat und Ubuntu bestehen bleibt und Azure weiterhin eine offene Plattform für verschiedene Distributionen ist.
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