Übernahme: Walt Disney kauft Teile von 21st Century Fox

Dem Walt-Disney-Konzern sind Teile des Medienkonzerns 21st Century Fox eine Menge Geld wert: Für umgerechnet 44,5 Milliarden Euro kauft das Unternehmen unter anderem das Hollywood-Studio 20th Century Fox und den Pay-TV-Sender Sky.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Disney-Chef Bob Iger
Disney-Chef Bob Iger (Bild: Chip Somodevilla/Getty Images)

Das Unterhaltungsunternehmen Walt Disney hat Teile des Medienkonzerns 21st Century Fox übernommen. Wie der Konzern am 14. Dezember 2017 mitteilte, wechseln einige Kernaktivitäten von Fox im Volumen von rund 52,4 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 44,5 Milliarden Euro) den Besitzer.

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Bezahlt wird dabei nur in Aktien, für jede Aktie von 21st Century Fox sollen die Anteilseigner 0,2745 Disney-Papiere bekommen. Über das Geschäft mit dem Fox-Konzern aus Rupert Murdochs Medienimperium war bereits in den vergangenen Tagen spekuliert worden. Disney-Chef Bob Iger soll den Konzern bis Ende des Jahres 2021 weiterführen.

Zu den Geschäftsteilen, die der Fox-Konzern an Walt Disney veräußert hat, gehören unter anderem das traditionsreiche Hollywood-Studio 20th Century Fox, einige US-Kabelfernsehsender sowie die europäische Pay-TV-Senderkette Sky. Zudem bekommt Walt Disney die Kontrollmehrheit an der Streaming-Plattform Hulu.

Die Unternehmen rechnen durch den Deal insgesamt mit Kostenersparnissen von mindestens 2 Milliarden US-Dollar, die bereits im zweiten Geschäftsjahr nach Abschluss greifen sollen. Der Deal steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung von Behörden.

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Im Vorfeld hatte sich auch das US-Kabelunternehmen Comcast für Teile von 21st Century Fox interessiert, war dann aber aus den Gesprächen ausgestiegen. Für den Disney-Konzern ist der Griff nach dem Fox-Geschäft ein logischer Schritt: Konzernchef Iger reagiert auf das veränderte Konsum-Verhalten und visiert jüngere Zielgruppen an.

Der Manager will sein Unternehmen zu einem großen Anbieter von Video-Streaming umbauen, um mit Rivalen wie Netflix gleichziehen zu können. Hierfür braucht Disney mehr eigene Inhalte, die es seinen Kunden bieten kann.

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