Abo
  • Services:

Übernahme: Vivendi lässt Ubisoft ein halbes Jahr in Ruhe

In den nächsten Monaten will der französische Medienkonzern Vivendi die feindliche Übernahme von Ubisoft nicht weiter vorantreiben - danach sind aber wieder alle Optionen offen. Immerhin hat Vivendi durch den Anteilskauf bislang rund eine Milliarde Euro an Buchgewinnen gemacht.

Artikel veröffentlicht am ,
Auch der kommerzielle Erfolg von Assassin's Creed Origins dürfte Ubisoft im Kampf gegen Vivendi helfen.
Auch der kommerzielle Erfolg von Assassin's Creed Origins dürfte Ubisoft im Kampf gegen Vivendi helfen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)

Seit Ende 2015 versucht der französische Medienkonzern Vivendi, den Spielepublisher Ubisoft (Assassin's Creed Origins, Far Cry, Ghost Recon Wildlands) zu kaufen. Damit ist vorerst Schluss: Vivendi hat bei der Bekanntgabe von Geschäftszahlen am 16. November 2017 verkündet, den Anteil von derzeit knapp 30 Prozent an Ubisoft nicht weiter auszubauen. Wegen des erbitterten Widerstands des Spielepublishers will man außerdem auf Vertreter in den Aufsichtsgremien von Ubisoft verzichten.

Stellenmarkt
  1. Eckelmann AG, Wiesbaden
  2. Software AG, Darmstadt

Der vorübergehende Verzicht auf weitere Anteilskäufe hat unter anderem den Grund, dass Ubisoft demnächst die Stimmrechte einiger Altaktionäre verdoppelt, sodass eine Übernahme noch teurer würde als bisher. Immerhin hat sich der Kauf von Aktien bislang für Vivendi gelohnt: Um insgesamt rund eine Milliarde Euro ist der Wert der Papiere nach Angaben des Konzerns gestiegen.

Im Sommer 2016 hatte Vivendi erfolgreich eine feindliche Übernahme von Gameloft unternommen. Das Unternehmen ist auf Mobile Games spezialisiert und eng mit Ubisoft verbunden: Es wurde von Michel Guillemot gegründet und bis zur Übernahme geführt, einem Bruder von Ubisoft-Gründer und -Chef Yves Guillemot. Der hatte im August 2017 in einem Gespräch mit Golem.de angekündigt, im Falle einer Übernahme durch Vivendi sofort seinen Posten zu räumen.

Vivendi ist seit den Zeiten von Sierra in der Spielebranche aktiv und besaß für einige Zeit unter anderem das Entwicklerstudio Sierra Online. Zuletzt sorgte Vivendi für die Fusion von Activision und Blizzard, verkaufte die Anteile dann aber im Jahr 2013 bis auf 5,8 Prozent.

In der Spielebranche hat der Konzern aus Paris traditionell keinen guten Ruf, er gilt als innovationsfeindlich und träge. Vivendi begründet die Übernahmepläne damit, dass Games nach Musik der zweiwichtigste Sektor im Bereich der Unterhaltungsinhalte seien und dass man mit einer größeren Beteiligung weiter wachsen wolle.



Anzeige
Top-Angebote
  1. bis zu 50% auf über 250 digitale Xbox-Spiele sparen
  2. (u. a. Forza Motorsport 7 34,99€, Ark: Survival Evolved 23,99€, Mittelerde: Schatten des...
  3. 219€ (Vergleichspreis 251€)

Hotohori 20. Nov 2017

Ich hatte mit dem heutigen DRM noch nie Probleme. Aber vielleicht spiele ich dazu auch...

perahoky 19. Nov 2017

(Sollte eine Antwort sein und habe den falschen button geklickt, sorry! >.<) Und kenne...


Folgen Sie uns
       


Smartphones Made in Germany - Bericht

Gigaset baut Smartphones - in Deutschland.

Smartphones Made in Germany - Bericht Video aufrufen
Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

    •  /