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Gigyas Software kann Kundendaten analysieren und Statistiken bereitstellen.
Gigyas Software kann Kundendaten analysieren und Statistiken bereitstellen. (Bild: Gigya)

Übernahme: SAP kauft Gigya für 350 Millionen US-Dollar

Gigyas Software kann Kundendaten analysieren und Statistiken bereitstellen.
Gigyas Software kann Kundendaten analysieren und Statistiken bereitstellen. (Bild: Gigya)

Noch im vierten Quartal sollen die 300 Mitarbeiter von Gigya zu SAP wechseln. Das Unternehmen entwickelt eine Business-to-Consumer-Plattform. In der Vergangenheit wurde die damals unsichere Software von Hackern ausgenutzt.

Der Softwarekonzern SAP hat die Übernahme der Firma Gigya eingeleitet. Das amerikanische Unternehmen entwickelt eine Kundenverwaltungsplattform und -profilierungssoftware. SAP zahlt laut Quellen des Onlinemagazins Techcrunch einen Geldwert von 350 Millionen US-Dollar. Noch ist das Geschäft aber nicht abgeschlossen.

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Gerüchte zu einer Übernahme wurden bereits ein paar Tage zuvor in Israel offengelegt, heißt es. Dort befindet sich die Abteilung für Forschung und Entwicklung bei Gigya. Das Unternehmen hat etwa 1,3 Milliarden Kunden und viele verschiedene Partner - darunter Oracle, Wordpress und auch SAP selbst.

Carsten Thoma, Cogründer von SAP Hybris, sagt dazu: "Gigya wird einen wertvollen Anteil an Expertise und Fähigkeiten beitragen, die die SAP-Hybris-Profile-Lösung verbessern". Gigyas Plattform hat einen Fokus auf den Business-to-Consumer-Bereich und ermöglicht das Erstellen von Kundenprofilen. Kunden können sich beispielsweise selbstständig Konten auf einer Webseite erstellen, die Gigyas Lösung eingebettet hat. Die Software soll einfach zu verwalten sein und setzt auf eine Cloud-Infrastruktur, um zentral von überall abgerufen werden zu können. Nach eigenen Aussagen ist das System dabei durch einen DDoS-Schutz und Verschlüsselung vor externen Angriffen geschützt.

In der Vergangenheit Ziel von Hackern

Der Fokus auf Sicherheit ist für das Unternehmen auch wichtig. 2014 wurden diverse Webseiten von der Hackergruppe Syrian Electronic Army angegriffen. Sie platzierten Spam und Pop-ups auf den Startseiten von Unternehmen wie NBC und NHL.com. Der Angriffspunkt waren unsichere DNS-Einstellungen der Gigya-Plattform.

Gigya hat 300 Mitarbeiter. Im vierten Quartal 2017 sollen sie mit dem Unternehmen an SAP übergehen. Zu diesem Zeitpunkt soll nämlich der Deal abgeschlossen werden.


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