Übernahme: Paypal will Pinterest erst einmal nicht kaufen
Paypal hat erklärt, derzeit keine Übernahme von Pinterest anzustreben. Das gab das Unternehmen 24. Oktober 2021 als Reaktion auf Marktgerüchte über eine mögliche Übernahme bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Auf Nachfragen haben beide Unternehmen nicht reagiert.
Bloomberg News berichtete vergangene Woche über die Gespräche der Unternehmen. Eine Quelle teilte Reuters danach mit, dass Paypal für Pinterest 70 US-Dollar pro Aktie geboten hatte, hauptsächlich in eigenen Aktien. Damit würde für den Kauf der digitalen Pinnwand bis zu 45 Milliarden US-Dollar geboten.
PayPal-Aktien sind seit Beginn der Gespräche um etwa 11,5 Prozent gefallen, während Pinterest um etwa 4,5 Prozent zulegen konnte.
Die Pinnwand Pinterest, wo Nutzer meist Aufnahmen aus den Bereichen Sammlungen, Möbel, Design oder Essen teilen, macht durch einen Kaufen-Button seit dem Jahr 2015 auch Umsätze durch Verkäufe. Börsenexperten haben jedoch Zweifel, ob Paypal die Übernahme erfolgreich integrieren kann. Durch die Übernahme von Venmo im Jahr 2013 erhielt Paypal Zugang zu Millionen junger Nutzer. Fast ein Jahrzehnt später hat Venmo aber immer noch keinen Gewinn für seine Muttergesellschaft erzielt.
Kann Paypal mit Pinterest umgehen?
Pinterest erzielt weiter den größten Teil seines Umsatzes mit Werbung, nicht mit Verkäufen. Paypal müsste umfangreiche Ressourcen aufwenden, um Pinterest zu einer Handelsplattform zu machen und in Paypal zu integrieren, schrieb der Jefferies-Analyst Trevor Williams.
Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer von Pinterest ist im zweiten Quartal 2021 auf 454 Millionen gesunken. Eine potenzielle Pinterest-Übernahme würde Paypal Hunderte Millionen neuer Nutzer bringen und helfen, das Ziel zu erreichen, die Zahl der aktiven PayPal-Konten bis 2025 auf 750 Millionen zu verdoppeln. Aber es berge ein "erhebliches Ausführungsrisiko" und könnte Paypal von andere Plattformen entfremden, die Pinterest als Konkurrenten sehen, erklärte Lisa Ellis, Analystin bei MoffettNathanson.
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