Übernahme: Microsoft soll deutsches Startup 6Wunderkinder gekauft haben
Microsoft hat laut einem Bericht des Wall Street Journals(öffnet im neuen Fenster) das Berliner Startup 6Wunderkinder(öffnet im neuen Fenster) gekauft. Von 100 bis zu 200 Millionen US-Dollar Kaufpreis ist die Rede. Die Informationen hat das Wall Street Journal von jemandem erhalten, der mit den Modalitäten der Übernahme vertraut sein soll.
6Wunderkinder entwickelt mit Wunderlist eine Software zur Verwaltung von Aufgaben, die es für iOS, Android, Windows Phone, Windows, OS X, Chrome OS und als Webanwendung gibt.
Das Startup konnte 2013 die Risikokapital-Beteiligungsgesellschaft Sequoia als Investor gewinnen, die zusammen mit anderen Unternehmen 24 Millionen US-Dollar in das Unternehmen gesteckt haben soll. Im Dezember vergangenen Jahres gab 6Wunderkinder zehn Millionen Nutzer an.
6Wunderkinder wurde von Christian Reber und Frank Thelen seit 2009 entwickelt. Beide lernten sich angeblich über Xing kennen. Die erste Version der Aufgabenverwaltung wurde 2010 vorgestellt. Ende 2012 kam Wunderlist 2 auf den Markt. Wunderlist 3 erschien Mitte 2014.
Noch gibt es keine offizielle Bestätigung von Microsoft. Was das Unternehmen mit Wunderlist plant, kann allerdings leicht erraten werden. Die Anwendung passt hervorragend zu der Office-Suite des Unternehmens und der neuen Unternehmensstrategie "Mobile first, Cloud first", die Unternehmenschef Satya Nadella an seinem ersten Arbeitstag angekündigt hatte.