Übernahme: Macom kauft Applied Micro und stößt ARM-Server ab

Für 770 Millionen US-Dollar soll Applied Micro ein Teil von Macom werden. Die Compute-Sparte des ARM-Server-Herstellers soll veräußert werden, denn Analog-Spezialist Macom interessiert sich für die Connectivity-Produkte.

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Macom ist vor allem an der Connectivity-Sparte interessiert
Macom ist vor allem an der Connectivity-Sparte interessiert (Bild: Applied Micro)

Macom, ein Hersteller von analogen Chips aus Massachusetts, übernimmt Applied Micro, welche in den vergangenen Jahren vor allem durch die X-Gene genannten ARM-Server-Prozessoren bekannt wurden. Macom möchte 770 Millionen US-Dollar für Applied Micro bezahlen und hebt explizit hervor, dass der Kaufpreis des Unternehmens ohne Berücksichtigung der Compute-Sparte mit den X-Gene-Prozessoren nur 644 Millionen US-Dolllar betrage.

  • Macom kauft Applied Micro (Bild: Macom)
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Macom kauft Applied Micro (Bild: Macom)
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Das ARM-Server-Geschäft plant Macom innerhalb der nächsten 100 Tage weiterzuverkaufen, interessierte Käufer gäbe es. Applied Micro ist neben Cavium und deren ThunderX(2) bisher der einzige Hersteller, der ARM-basierte Server-CPUs in Serie fertigen lässt und anbietet. Die Übernahme durch Macom erfolgt im Zeitraum der Vorbereitungen für den X-Gene 3 (XL): Die Chips mit 32 und 64 Kernen sind frühestens für das zweite Halbjahr 2017 geplant, der Kauf könnte den Zeitplan nach hinten verschieben. Der Tape-out des X-Gene 3 ist Macom zufolge im Oktober 2016 erfolgt.

Interessant für Macom sind Phys wie die PQx genannten Systems-on-a-Chip zur Ansteuerung von sechs 10G-Ethernet-Ports und die PAM4-Plattform im QSFP28-Formfaktor für 100-Gigabit-Ethernet, deren Chips im modernen 16FF-Verfahren beim Auftragsfertiger TSMC produziert werden. Die Connectivity-Sparte soll Macoms 'Switch to Fiber'-Portfolio stärken, worunter auf optische Übertragungen wie Silicon Photonics zählen.

Offen bleibt, wer der oder die möglichen Käufer für Applied Micros Compute-Segment sind. Auch die Frage, wie sich das ARM-Server-Angebot generell weiter entwickelt, bleibt spannend. Unter anderem Baikal Electronic, Phytium und Qualcomm arbeiten an entsprechenden Chips.

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