Übernahme: KI soll Axel Springers nächstes Stepstone werden
Der Medienkonzern Axel Springer will ein KI-Unternehmen übernehmen – bisher ohne konkrete Pläne dazu, welches. Dies kündigte CEO Mathias Döpfner in einem internen Podcast an, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
"Wenn jemand den Journalismus töten will, dann sollten wir verstehen, wie und warum, und wir Journalisten sollen es selbst tun" , sagte Döpfner. Er spielte damit auf die Befürchtungen an, dass Tools mit künstlicher Intelligenz immer mehr Jobs überflüssig machen könnten .
Bei Axel Springer soll ein eigenes spezielles Team eingerichtet werden, das Firmen für eine mögliche Übernahme prüft. Dieses "muss sich ganz auf Akquisitionen – Early-Stage-Akquisitionen oder Later-Stage-Akquisitionen von KI-Unternehmen – konzentrieren, die aus verschiedenen Gründen für Axel Springer wichtig oder attraktiv sein können" , erklärte Döpfner.
Dabei sei er auch bereit, erfolglose Übernahmen in Kauf zu nehmen: "Vielleicht machen wir fünf Picks und fünfmal klappt es nicht" , so der CEO.
Die Übernahme eines erfolgreichen Unternehmens könne für den Verlag aber zum nächsten Stepstone werden, sagte Döpfner weiter. Axel Springer stieg bereits 2004 bei der Jobbörse Stepstone ein . In diesem Jahr soll die Jobbörse an die echte Börse(öffnet im neuen Fenster) gehen.
KI-Einsatz im Journalismus sorgt für Kritik
Auch im Journalismus gab es bereits Experimente mit computergenerierten Inhalten. Der Burda-Verlag veröffentlichte eine Kochzeitschrift mit Pasta-Rezepten , die mithilfe von ChatGPT und Midjourney erstellt wurden.
Das US-Portal Cnet nutzte monatelang KI-Werkzeuge, um Finanznachrichten zu verfassen . Auf beide Fälle folgte harsche Kritik.
Es ist laut Döpfner wichtig, zu prüfen, "wie wir Fälschungen vermeiden und wie wir die Vertrauenswürdigkeit und Wahrhaftigkeit erhöhen können" . KI könne dabei gleichermaßen Problem, aber auch Lösung für Falschmeldungen(öffnet im neuen Fenster) sein.
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