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Übernahme: KI soll Axel Springers nächstes Stepstone werden

"Wenn jemand den Journalismus töten will, sollten wir es selbst tun" , sagt CEO Mathias Döpfner. Der Verlag sucht nach KI -Unternehmen, die zum Verkauf stehen.
/ Daniel Ziegener
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Bildet sich eine Meinung: Mathias Döpfner (Bild: Michele Tantussi via Reuters)
Bildet sich eine Meinung: Mathias Döpfner Bild: Michele Tantussi via Reuters

Der Medienkonzern Axel Springer will ein KI-Unternehmen übernehmen – bisher ohne konkrete Pläne dazu, welches. Dies kündigte CEO Mathias Döpfner in einem internen Podcast an, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster) .

"Wenn jemand den Journalismus töten will, dann sollten wir verstehen, wie und warum, und wir Journalisten sollen es selbst tun" , sagte Döpfner. Er spielte damit auf die Befürchtungen an, dass Tools mit künstlicher Intelligenz immer mehr Jobs überflüssig machen könnten .

Bei Axel Springer soll ein eigenes spezielles Team eingerichtet werden, das Firmen für eine mögliche Übernahme prüft. Dieses "muss sich ganz auf Akquisitionen – Early-Stage-Akquisitionen oder Later-Stage-Akquisitionen von KI-Unternehmen – konzentrieren, die aus verschiedenen Gründen für Axel Springer wichtig oder attraktiv sein können" , erklärte Döpfner.

Dabei sei er auch bereit, erfolglose Übernahmen in Kauf zu nehmen: "Vielleicht machen wir fünf Picks und fünfmal klappt es nicht" , so der CEO.

Die Übernahme eines erfolgreichen Unternehmens könne für den Verlag aber zum nächsten Stepstone werden, sagte Döpfner weiter. Axel Springer stieg bereits 2004 bei der Jobbörse Stepstone ein . In diesem Jahr soll die Jobbörse an die echte Börse(öffnet im neuen Fenster) gehen.

KI-Einsatz im Journalismus sorgt für Kritik

Auch im Journalismus gab es bereits Experimente mit computergenerierten Inhalten. Der Burda-Verlag veröffentlichte eine Kochzeitschrift mit Pasta-Rezepten , die mithilfe von ChatGPT und Midjourney erstellt wurden.

Das US-Portal Cnet nutzte monatelang KI-Werkzeuge, um Finanznachrichten zu verfassen . Auf beide Fälle folgte harsche Kritik.

Es ist laut Döpfner wichtig, zu prüfen, "wie wir Fälschungen vermeiden und wie wir die Vertrauenswürdigkeit und Wahrhaftigkeit erhöhen können" . KI könne dabei gleichermaßen Problem, aber auch Lösung für Falschmeldungen(öffnet im neuen Fenster) sein.


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