Übernahme: Fitbit gehört trotz Datenschutzproblemen endgültig zu Google

Ob die Nutzer von Fitbit-Smartwatches weiterhin entspannten Tiefschlaf tracken können? Der Smartwatch-Macher gehört nun zu Google.

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Artwork der Fitbit Sense
Artwork der Fitbit Sense (Bild: Fitbit)

Rund 15 Monate nach der Ankündigung darf Google den Smartwatch-Hersteller Fitbit endgültig übernehmen. Das haben der bei Google für den Geschäftsbereich Devices zuständige Rick Osterloh und Fitbit-Chef James Park gleichzeitig in ihren jeweiligen Firmenblogs bekannt gegeben. Der Kaufpreis liegt bei rund 2,1 Milliarden US-Dollar.

Dem Abschluss der Akquisition gingen Prüfungen in aller Welt voraus, bei denen es vor allem um das Thema Datenschutz ging. Rick Osterloh schreibt, dass die von den Fitbit-Geräten genutzten Daten strikt von denen getrennt werden, die Google erhebt.

Ein mögliches Gefahrenszenario bei den Prüfungen war, dass die Daten zusammengeführt werden und Google so beispielsweise feststellen kann, ob Nutzer auf Werbefilme mit einem Absinken der Herzfrequenz reagieren, was man als Entspannung interpretieren könnte - und somit als Bereitschaft, gleich noch eine Reklame über sich ergehen zu lassen.

Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, Schweden und anderen europäischen Ländern haben außerdem gewarnt, dass der Deal "den Verbrauchern wahrscheinlich Schaden bringt in Sachen Krankenversicherung, medizinische Versorgung und sogar auf dem Arbeitsmarkt".

All das soll nun ausgeschlossen sein - sagen Google und Fitbit. "Bei diesem Deal geht es um Geräte, nicht um Daten", erklärt Osterloh. Außerdem versichert er gemeinsam mit James Park, dass die Nutzer von Fitbit weiterhin auch unabhängige Plattformen über APIs verwenden könnten, womit vor allem die Anbindung von Fitbit an Dienste wie Strava gemeint sein dürfte.

Park betont, dass die Hardware von Fitbit auch weiterhin mit Geräten auf Basis von iOS funktioniere. Hier sind allerdings - wie beim Thema Datenschutz - durchaus Restzweifel angebracht: Mittelfristig soll das Betriebssystem Fitbit OS schließlich durch Wear OS abgelöst werden. Ob das dann mit Apple-Hardware ohne Einschränkungen kompatibel ist, muss sich erst noch zeigen.

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