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Übernahme: Facebook kauft Oculus VR für 2 Milliarden US-Dollar

Facebook übernimmt mit Oculus VR den Hersteller des Oculus Rift für 2 Milliarden US-Dollar. Die Summe könnte sich sogar noch auf 2,3 Milliarden US-Dollar erhöhen, wenn bestimmte Ziele erreicht werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Golem.de beim Ausprobieren des Crystal Cove auf der CES 2014
Golem.de beim Ausprobieren des Crystal Cove auf der CES 2014 (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Facebook geht weiter auf Einkaufstour und übernimmt nach Instagram und Whatsapp nun auch Oculus VR. Der Kaufpreis für den VR-Brillen-Hersteller liegt bei 2 Milliarden US-Dollar, der sich aus 400 Millionen US-Dollar in Form einer Bartransaktion und 1,6 Milliarden US-Dollar in eigenen Aktien zusammensetzt. Werden bestimmte Ziele erreicht, sollen noch einmal 300 Millionen US-Dollar dazukommen.

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Das Rift ist für PC-Spiele ausgelegt, die dem Spieler den Eindruck vermitteln, im Spiel zu stehen. Oculus hatte im August 2012 mit dem Developer Kit der Rift-Brille einen Achtungserfolg auf Kickstarter erzielt und fast 2,5 Millionen US-Dollar eingesammelt. Die Version DK1 des Head Mounted Displays wurde dann im Frühjahr 2013 ausgeliefert. Im Test des Oculus Rift überzeugte Golem.de das Dev Kit trotz geringer Auflösung. Diese beträgt nur 1.280 x 800 Bildpunkte, das sind 640 x 800 Pixel pro Auge im 16:10-Format.

Auf der Messe CES 2014 zeigte das Unternehmen einen weiteren Prototyp des Rift: Crystal Cove besitzt eine externe Kamera, mit der Körperbewegungen registriert werden können. Das eingesetzte OLED-Display reduziert die Verzögerung und die kritisierte Bewegungsunschärfe stark.

Mitte März 2014 wurde das Development Kit 2 (DK2) vorgestellt, das ebenfalls ein OLED-Display mit einer Auflösung von insgesamt 1.920 x 1.080 Pixeln besitzt und Bildwiederholungsraten von bis zu 75 Hz ermöglicht. Es ähnelt der Crystal Cove, verfügt über eine Positionserkennung per Infrarot-LEDs und einer kleinen Kamera. Das DK2 soll im Juli 2014 für 350 US-Dollar ausgeliefert werden.

Was Facebook genau mit der Technologie vorhat, ist aufgrund der Aussage von Mark Zuckerberg nicht klar, der anlässlich der Übernahme sagte: "Oculus hat die Chance, die sozialste Plattform überhaupt zu werden und die Art und Weise zu verändern, wie wir arbeiten, spielen und kommunizieren. Mobilfunk ist die aktuelle Plattform und wir bereiten uns auch auf die Plattformen von morgen vor", so der Facebook-Gründer und CEO.

Zuckerberg teilte auf Facebook mit, dass es außer Spielen für das Rift auch noch andere Anwendungsmöglichkeiten gebe: Im Sportstadion, im Bereich Bildung oder Gesundheit könnte die Technik ebenfalls eingesetzt werden.

John Carmack ist nach seinem Weggang von Id Software bei Oculus VR als Chief Technology Officer vor allem für die technische Seite des Oculus Rift zuständig, doch dort sollen auch Spiele für das VR-Headset entstehen, heißt es. "Wir sind erfreut, mit Mark und dem Facebook-Team zusammenzuarbeiten, um die beste VR-Plattform der Welt zu bieten", sagte Brendan Iribe, Mitbegründer und CEO von Oculus VR.

Oculus werde weiterhin seinen Hauptsitz im kalifornischen Irvine haben und das Oculus Rift weiterentwickeln, teilte Facebook mit.

In einer ersten Reaktion kündigte Minecraft-Mastermind Markus (Notch) Persson an, die Entwicklung einer Oculus-Rift-Variante von Minecraft einzustellen, weil er Facebook nicht geheuer findet, wie er über Twitter mitteilte. In einem längeren Blogbeitrag begründete er seine Entscheidung: "Ich will nicht an sozialen Netzwerken arbeiten, ich will an Spielen arbeiten."

Facebook teilte anlässlich der Übernahme mit, dass seine mobilen Apps monatlich von 1 Milliarde Nutzern verwendet werden, während es im Dezember 2013 noch 945 Millionen waren. Die Bilder-Sharing-Plattform Instagram wuchs noch stärker und hat mittlerweile 200 Millionen Nutzer. Als Facebook Instagram übernahm, waren es noch 100 Millionen.



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Hu5eL 28. Mär 2014

Aber nur solange die Geldscheine nicht direkt vor dem eigene Gesicht winken :-)

Trockenobst 27. Mär 2014

Im Kontext zu Sony braucht man wirklichen Entwicklerskill. Man kann auf Prozeß und...

Sinnfrei 27. Mär 2014

Und das dürfte eher an Amazon (& Co.) liegen.

cluz0r 27. Mär 2014

Ich freu mich schon darauf mir zwangsweise nen Facebookaccount zulegen zu müssen wenn ich...

Clown 27. Mär 2014

Ich würde mal behaupte, dass die Backer vor allem eine Vision gebacked haben. Ein erstes...


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