Übernahme: EU-Kommission wird Vodafone-Unitymedia wohl ablehnen

Laut einem Bericht wird die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone in Kürze abgelehnt. Die EU-Kommission hatte schon zuvor Bedenken geäußert.

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Techniker von Unitymedia bei der Arbeit
Techniker von Unitymedia bei der Arbeit (Bild: Unitymedia)

Die geplante Übernahme von Unitymedia durch Vodafone soll blockiert werden. Die EU-Kommission werde Vodafone und dem Unitymedia-Eigentümer Liberty Global in Kürze offiziell mitteilen, warum sie die geplante Fusion ablehnt, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen laut einem Bericht des Handelsblatts.

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Bereits im Dezember 2018 hatte die EU Kommission ein eingehendes Prüfverfahren eingeleitet, um die von Vodafone geplante Übernahme der Unternehmenstätigkeit von Liberty Global in Tschechien, Deutschland, Ungarn und Rumänien zu untersuchen. Man habe Bedenken, dass die Übernahme den Wettbewerb in Deutschland und Tschechien einschränken könnte, hieß es. In Deutschland stehen Vodafone und Unitymedia - die Tochtergesellschaft von Liberty Global in Deutschland - derzeit im Wettbewerb. Die EU-Kommission habe Bedenken, dass die Übernahme den Wettbewerb zwischen den sich verschmelzenden Unternehmen ausschalte.

EU hat Bedenken

Die für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager erklärte im Dezember 2018: "Es ist wichtig, dass alle Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU Zugang zu günstigen und qualitativ guten Telefon- und TV-Diensten erhalten. Mit unserem eingehenden Prüfverfahren soll sichergestellt werden, dass die Übernahme der Telekommunikationssparten von Liberty Global in Tschechien, Deutschland, Ungarn und Rumänien durch Vodafone nicht zu höheren Preisen, weniger Auswahl und einer eingeschränkten Innovation bei Telekommunikations- und TV-Diensten führt." In Tschechien, Ungarn und Rumänien ist Vodafone hauptsächlich als Mobilnetzbetreiber tätig. Liberty Global bietet vor allem Kabelnetzverbindungen an.

Vodafone und Unitymedia stünden in Bereichen, in denen Unitymedia über Kabel Festanschlüsse anbietet, derzeit im Wettbewerb. Die Kommission habe Bedenken, dass die Übernahme den Wettbewerb zwischen den sich verschmelzenden Unternehmen ausschaltet, die Zahl der Marktteilnehmer schrumpfen lässt und dem neuen Unternehmen der Anreiz fehlen wird, mit den verbleibenden Betreibern in Wettbewerb zu treten, und zwar sowohl in den von Unitymedia bereits bedienten Bereichen als auch in Deutschland insgesamt.

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Die Übernahme könne den Wettbewerb für Investitionen in die nächste Netzgeneration Docsis 3.1 ausschalten und die Verhandlungsposition des neuen Unternehmens gegenüber Fernsehsendern erheblich stärken.

Im Mai 2018 hatte Vodafone mit Liberty Global vereinbart, dessen Kabelnetze in Deutschland, der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien für einen Preis von 18,4 Milliarden Euro zu übernehmen.

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LinuxMcBook 22. Mär 2019

Da Vodafone mit dem abgeschlossenem Nahbereichsaubau praktisch nur noch VDSL-Leitungen...

LinuxMcBook 22. Mär 2019

Ist der Anteil der Festnetzkunden von Vodafone, die DSL und nicht DOCSIS nutzen denn...

Faksimile 21. Mär 2019

Warum? Dann wäre es ein entsprechend ebenso marktbeherrschendes Unternehmen und könnte...

HabeHandy 21. Mär 2019

Wenn der Deal abgelehnt wird fehlt Liberty Gobal das nötige Geld um O2 UK zu übernehmen...



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