Übernahme durch Nvidia: China und Großbritannien verzögern ARM-Kauf

Aufgrund von Sicherheitsbedenken benötigen die UK-Behörden mehr Zeit, in China wurde der ARM/Nvidia-Deal noch gar nicht formal betrachtet.

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Nvidia will ARM für 40 Milliarden US-Dollar übernehmen.
Nvidia will ARM für 40 Milliarden US-Dollar übernehmen. (Bild: Nvidia)

Als Nvidia und ARM-Besitzer Softbank am 14. September 2020 ein definitives Abkommen über 40 Milliarden US-Dollar geschlossen haben, hieß es noch, die Übernahme von ARM soll in weniger als 18 Monaten erfolgen. Doch es zeigt sich, dass die weltweiten Behörden den Deal wie erwartet erst genauer prüfen wollen, was den Kaufabschluss verzögert.

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In Großbritannien hatte das Department for Digital, Culture, Media and Sport (DCMS) unter Oliver Dowden bereits eine Untersuchung durch die Competition and Markets Authority (CMA) in Auftrag gegeben. "Als nächsten Schritt wird die Wettbewerbsbehörde einen Bericht über die Auswirkungen des Kaufs vorbereiten, welcher die Basis für weitere Entscheidungen sein wird", sagte der Digital Secretary im April 2021.

Die Deadline war der 30. Juli 2021, laut Bloomberg soll das DCMS eine Blockade der Übernahme wegen Sicherheitsbedenken in Erwägung ziehen. Aus diesem Grund sei es wahrscheinlich, dass die britische Wettbewerbsbehörde eine tiefer gehende Beurteilung des ARM-Kaufs durch Nvidia erarbeiten wird, bevor eine Entscheidung ansteht.

China bisher ohne formalen Start

Neben Großbritannien (ARM), Japan (Softbank) und den USA (Nvidia) müssen auch die Behörden in China (ARM China) der Übernahme zustimmen. Laut The Information wurde für den Deal dort bisher keine formale Untersuchung eingeleitet, was aber Voraussetzung für eine Freigabe ist. Ein solcher Prozess umfasst üblicherweise drei Phasen und kann bis zu sechs Monate dauern.

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Noch vor dem britischen DCMS hatten chinesische Firmen wie Huawei und ZTE eine Beschwerde bei der entsprechenden staatlichen Behörde für Marktregulation (SAMR) gegen Nvidias geplanten Kauf von ARM eingelegt. Auch große US-Konkurrenten wie Qualcomm sollen sich weltweit gegen die Übernahme ausgesprochen haben.

Konkret soll Qualcomm der US-amerikanischen FTC, der europäischen Kommission, der britischen CMA und der chinesischen SAMR gesagt haben, dass das Unternehmen den ARM-Nvidia-Deal ablehnt. Auch Google sowie Microsoft sollen deutliche Bedenken bei den entsprechenden Behörden der einzelnen Länder kundgetan haben.

NVIDIA-Grafikkarten bei Alternate

Nvidia-CEO Jensen Huang sagte im Herbst 2020: "Das Geschäftsmodell von ARM beizubehalten, ist das Beste, was wir tun können". Er betonte, dass die Mali-Grafik genauso wie die Cortex-Kerne weiter entwickelt und neutral zur Verfügung gestellt werden. Prinzipiell sei geplant, Nvidia-IP wie Geforce-GPUs anzubieten.

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