Übernahme: Disney zahlt für 21st Century Fox 71 Milliarden US-Dollar

Disney hat Teile des Medienunternehmens 21st Century Fox für 71 Milliarden US-Dollar gekauft. Damit stärkt sich das Walt-Disney-Unternehmen für den Wettbewerb im Streamingmarkt.

Artikel veröffentlicht am ,
Disney übernimmt Teile von 21st Century Fox für 71 Milliarden US-Dollar.
Disney übernimmt Teile von 21st Century Fox für 71 Milliarden US-Dollar. (Bild: Drew Angerer/Getty Images)

Nach der im Dezember 2017 vom Walt-Disney-Unternehmen angekündigten Übernahme von Teilen des Medienunternehmens 21st Century Fox ist der Kauf nun vollzogen. Das teilte das Walt-Disney-Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Weltweit haben zuständige Aufsichtsbehörden die Übernahme genehmigt.

Disney hat nun die volle Kontrolle über das Hollywood-Studio 21st Century Fox sowie die Sparte Fox Television Group. Zudem erhöht Disney seinen Anteil an dem Streamingdienst Hulu um 30 Prozent. Damit ist Disney mit einem Anteil von 60 Prozent Haupteigner von Hulu. Möglicherweise will Disney in einem nächsten Schritt den Anteil an Hulu erhöhen. Comcast hält 30 Prozent am Unternehmen, AT&T hat einen 10-Prozent-Anteil. Hulu ist bislang nur in den USA und Japan aktiv. Disney kann sich vorstellen, den Dienst auch in anderen Ländern anzubieten. Der Unternehmensteil Fox Corp. bleibt eigenständig, so dass die Bereiche Fox News und Fox Sports nicht von der Übernahme betroffen sind.

Fox-Inhalte gehören jetzt zu Disney

Mit der Übernahme erlangt Disney auch die Rechte für viele Filme und Serien. Dazu gehören die Rechte an Avatar, X-Men oder den TV-Serien Simpsons oder Family Guy. Als Disney ein Kaufangebot für 21st Century Fox unterbreitet hatte, war ein Kaufpreis von 52,4 Milliarden US-Dollar vereinbart worden. Für den Vollzug der Übernahme bezahlt Disney nun 71 Milliarden US-Dollar.

Weiterhin rechnet Disney damit, dass die Übernahme eine Kostenersparnis von mindestens 2 Milliarden US-Dollar einbringt. Diese soll im Jahr 2021 erwirtschaftet werden. Branchenbeobachter erwarten, dass auf Unternehmensebene sowohl Disney- als auch Fox-Mitarbeiter von der Übernahme betroffen sein werden. Das führt zur Entlassung von schätzungsweise 4.000 bis 8.000 Mitarbeitern.

Bis Ende des Jahres will Disney parallel zu Hulu mit Disney+ einen eigenen Streamingdienst starten. Disney will die Plattform dafür nutzen, die eigenen Inhalte darüber zu vermarkten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


JahDan 21. Mär 2019

Disney ist genau so ein dreckiges profitgeiles Unternehmen wie alle anderen auch. Aber ja...

JahDan 21. Mär 2019

Warner Bros. Ist im Filmgeschäft mit Abstand Nr. 2 ,jetzt, vorher waren sie Nr. 1 allein...

gadthrawn 21. Mär 2019

Dafür gibt's die Subunternehmen. Deadpool ist auch ein Disneyfilm. Oder Pretty Women...

Sinbad 20. Mär 2019

aber erst jetzt haben die zuständigen Aufsichtsbehörden grünes Licht dafür gegeben. Und...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Galaxy S23 im Hands-on
Viel Leistung und viel Kamera

Samsungs neue Galaxy-S23-Modelle sind sehr leistungsstark und hochwertig. Die 200-Megapixel-Kamera bekommt nur das Ultra-Modell.
Ein Hands-on von Tobias Költzsch

Galaxy S23 im Hands-on: Viel Leistung und viel Kamera
Artikel
  1. Energiespargeräte und Diskokugeln: Bundesnetzagentur zieht 15 Millionen Geräte aus dem Verkehr
    Energiespargeräte und Diskokugeln
    Bundesnetzagentur zieht 15 Millionen Geräte aus dem Verkehr

    Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr zahlreiche Produkte verboten. Darunter sind Energiespargeräte, Fernbedienungen und Diskokugeln.

  2. Western Australia: Eine radioaktive Kapsel - irgendwo im australischen Outback
    Western Australia
    Eine radioaktive Kapsel - irgendwo im australischen Outback

    Wie eine radioaktive Kapsel in Australien verlorengehen konnte, ob sie gefährlich ist, warum sie so schwierig zu finden war und wofür solche Kapseln gut sind.
    Ein Bericht von Werner Pluta

  3. Galaxy Book 3: Samsung stellt die Galaxy-Book-3-Serie vor
    Galaxy Book 3
    Samsung stellt die Galaxy-Book-3-Serie vor

    Neben der Hardware legt Samsung Wert auf die mitgelieferte Software. Damit sollen sich Notebook und Mobilgeräte leichter gemeinsam nutzen lassen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bis 77% Rabatt auf Fernseher bei Otto • Roccat Kone Pro -56% • Xbox Series S + Dead Space 299,99€ • PCGH Cyber Week • MindStar: ASRock RX 7900 XT 949€ • AMD CPU kaufen, SW Jedi Survivor gratis dazu • Philips LED TV 65" 120 Hz Ambilight 999€ • KF DDR4-3600 32GB 91,89€ [Werbung]
    •  /