Übernahme: AMD könnte Xilinx kaufen

Mit 30 Milliarden US-Dollar wäre die Übernahme von Xilinx riesig, AMD würde sich aber dank der FPGAs deutlich besser positionieren.

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FPGAs wie der Virtex VU19P werden für CPUs/GPUs benötigt.
FPGAs wie der Virtex VU19P werden für CPUs/GPUs benötigt. (Bild: Xilinx)

AMD soll sich in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Xilinx befinden, um eine Übernahme für über 30 Milliarden US-Dollar umzusetzen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf mit den Gesprächen der beiden Hersteller vertrauten Quellen. Es wäre für AMD der erste Kauf seit vielen Jahren.

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Xilinx ist der weltgrößte Entwickler von programmierbaren Schaltungen (FPGAs), welche in vielfältiger Form in der Industrie verwendet werden. Die aktuellen Versal-ACAPs sind flexible Beschleuniger für unter anderem 5G-Netzwerke (Versal Premium), für künstliche Intelligenz (Versal AI Core) und für Netzwerk- sowie Storage-Applikationen (Versal Prime). Chips wie der riesige Virtex VU19P werden für Prototyping von CPUs/GPUs verwendet, andere FPGAs stecken in Multi-Monitor-Lösungen von Matrox.

Mit einem Börsenwert von 26 Milliarden US-Dollar wäre Xilinx trotz AMDs Marktkapitalisierung von 102 Milliarden US-Dollar eine teure Übernahme. Die letzte war Hialgo für einige Millionen US-Dollar, was AMD den Zugriff auf Software wie Boost und Chill verschaffte. Der Kauf von Ati für 5,4 Milliarden integrierte zwar 2006 die Radeon-Sparte, brachte AMD jedoch an den Rand einer Pleite. Heute wiederum sorgen die Playstation- und die Xbox-Deals für wichtigen Umsatz, um die CPU- und die GPU-Sparte voranzubringen.

Intel hatte 2015 mit Altera den zweitgrößten FPGA-Entwickler übernommen, denn Xilinx wächst seit Jahren bei Umsatz und Gewinn - im Fiskaljahr 2020 waren es 3,17 Milliarden US-Dollar sowie 792 Millionen US-Dollar. Ähnlich wie Nvidia die ARM-Übernahme gestaltet hat, könnte auch AMD vorgehen. Trotz des derzeit hohen Aktienkurses und mit allen Barreserven dürften 30 Milliarden US-Dollar allerdings erneut ein schwerer Kauf sein.

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