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Übernahme: 1,2-Milliarden-Dollar-Angebot aus China für Opera

Opera wird chinesisch. Das Angebot für den kleinen Browser -Hersteller kommt von mehreren Investoren, darunter auch ein bekanntes chinesisches IT-Sicherheitsunternehmen.
/ Achim Sawall
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Opera (Bild: Opera)
Opera Bild: Opera

Opera Software hat ein Übernahmeangebot über 1,2 Milliarden US-Dollar aus China erhalten, der Verwaltungsrat empfiehlt die Annahme. Das gab Opera Software am 10. Februar 2016 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Das Angebot kommt von Kunlun, Qihoo 360 und von den Investment Fonds Golden Brick und Yonglian.

Qihoo 360 Technology ist ein chinesisches IT-Sicherheitsunternehmen, das für seine aktive Bugsuche besonders bei Apple-Software bekannt ist. Mitbegründer und Firmenchef ist Zhou Hongyi, der auch die Suchmaschine 3721.com aufgebaut hat, die von Yahoo übernommen wurde. Er wurde danach Chef von Yahoo China. Beijing Kunlun Tech ist ein chinesischer Entwickler für Internet Games, der bereits einige Übernahmen im Ausland getätigt hat.

Hohe Bewertung für den Browserhersteller

Der norwegische Browserhersteller wird mit 10,4 Milliarden Norwegischen Kronen bewertet, was 53 Prozent über dem vorherigen Börsenkurs liegt, als ein Management Buyout vermutet wurde. "Es gibt starke strategische und brancheninterne Logik für die Übernahme von Opera durch das Konsortium" , sagte Opera-Chef Lars Boilesen. Eine Übernahme durch das Konsortium stärke Operas Position bei "Innovation, Expansion und Wachstum" .

Opera Software ist bekannt für seinen Browser, der kaum auf dem Desktop genutzt wird, aber auch für Datenkompression und Werbetechnologie. Der Browser war eine Zeit lang führend auf Smartphones, weil er sehr klein und schnell war. In den vergangenen Jahren versuchte Opera Software, mit Datenkompression zu überleben. "Wir sind die Könige der Datenkompression, obwohl die Großen hinter uns her sind" , sagte Boilesen im Jahr 2014.

Die Übernahme erfordert die Zustimmung der Opera-Aktionäre und verschiedenster Regierungsstellen.


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