Überbau: Bundesländer hoffen auf Ende der Telekom-Störmanöver

Mit der Berufung eines Vorstandsbeauftragen für Breitbandkooperation hoffen die Bundesländer, dass die Telekom aufhört, Glasfaser der Kommunen zu überbauen. Ein erster Vertrag soll mit Ewe Tel anstehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Netzausbau der Telekom
Netzausbau der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Bundesländer hoffen darauf, dass die Deutsche Telekom ihren Kurs ändert und von den Kommunen errichtete Glasfaserzugänge nicht mehr überbaut. Das erklärten mehrere Landesregierungen dem Handelsblatt. Der Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Reinhard Meyer (SPD), berichtet von Störmanövern. "Dort, wo Wettbewerber Glasfaser bis in die Häuser ausgebaut haben, sollte die Telekom als Nachfrager auftreten und nicht parallel ausbauen."

Stellenmarkt
  1. Digital Consultant (m/w/d)
    ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
  2. IT Manager / Digitalisierungsarchitekt (m/w/d)
    Siedlungswerk GmbH, Stuttgart
Detailsuche

Das Wirtschaftsministerium in Nordrhein-Westfalen erklärte dem Handelsblatt, dass es Beispiele gebe, wo eine Kommune Breitbandfördermittel beantragt und die Markterkundung in Gebieten startet, die die Telekom zunächst nicht ausbauen wollte. Nach Abschluss der Erkundung kündigte die Telekom dann in dem Gebiet eigene Pläne an, die das "kommunale Projekt unattraktiver machen und die Förderung infrage stellen".

Paradigmenwechsel versprochen

Johannes Pruchnow, der neue Vorstandsbeauftragte für Breitbandkooperation des Konzerns, hatte in dieser Woche dem Handelsblatt gesagt, es gebe einen "Paradigmenwechsel". Der Konzern würde verschiedene Kooperationen für Glasfaser in Deutschland verhandeln. Es gebe "eine Reihe von konkreten Projekten". Pruchnow war zuvor Chef des Konkurrenten 1&1 Versatel. "Wir sind ganz offen, mit allen möglichen Anbietern zu kooperieren, von kleinen Stadtnetzbetreibern bis zu den großen Wettbewerbern. Und auch bei der Form der Zusammenarbeit sind wir offen: Wir können uns vorstellen, Infrastruktur anzumieten, fertige Vorleistungsprodukte zu buchen oder auch Joint Ventures zu gründen."

Das Onlinemagazin Teltarif berichtete, dass die Telekom mit Ewe Tel Verhandlungen führt. Der vorgesehene Vertrag sieht demnach für die Telekom die Möglichkeit vor, auf Bitstream-Ebene Leitungen bei Ewe Tel einzukaufen. Ewe Tel soll im Gegenzug in den Ausbaugebieten der Telekom im Nordwesten Deutschlands VDSL-Leitungen einkaufen.

Golem Akademie
  1. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
  2. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    9.–10. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Telekom-Sprecher Philipp Blank sagte Golem.de: "Wir wollen Kooperationen und es laufen Gespräche dazu. Wenn etwas spruchreif ist, äußern wir uns. Vorher nicht." Ewe Tel lehnte eine Stellungnahme zu Vertragsverhandlungen und einer Kooperation ab.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Wemax Go Pro
Mini-Projektor für Reisen strahlt 120-Zoll-Bild an die Wand

Der Wemax Go Pro setzt auf Lasertechnik von Xiaomi. Der Beamer ist klein und kompakt, soll aber ein großes Bild an die Wand strahlen können.

Wemax Go Pro: Mini-Projektor für Reisen strahlt 120-Zoll-Bild an die Wand
Artikel
  1. Snapdragon 8cx Gen 3: Geleaktes Qualcomm-SoC erreicht das Niveau von AMD und Intel
    Snapdragon 8cx Gen 3
    Geleaktes Qualcomm-SoC erreicht das Niveau von AMD und Intel

    In Geekbench wurde der Qualcomm Snapdragon 8cx Gen 3 gesichtet. Er kann sich mit Intel- und AMD-CPUs messen, mit Apples M1 aber wohl nicht.

  2. Air4: Renault 4 als Flugauto neu interpretiert
    Air4
    Renault 4 als Flugauto neu interpretiert

    Der Air4 ist Renaults Idee, wie ein fliegender Renault 4 aussehen könnte. Mit der Drohne wird das 60jährige Jubiläum des Kultautos gefeiert.

  3. MS Satoshi: Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs
    MS Satoshi
    Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs

    Kryptogeld-Enthusiasten kauften ein Kreuzfahrtschiff und wollten es zum schwimmenden Freiheitsparadies machen. Allerdings scheiterten sie an jeder einzelnen Stelle.
    Von Elke Wittich

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops (u. a. Lenovo Ideapad 5 Pro 16" 829€) • MS Surface Pro7+ 888€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /