Verfügbarkeit und Fazit
Die neue Version des Fire TV ist bei Amazon für 100 Euro verfügbar. Anders als beim Vorgängermodell gab es keinen Angebotspreis zur Markteinführung. Als Zubehör gibt es für 50 Euro einen WLAN-Spielecontroller mit eingebautem Kopfhöreranschluss, der aber erst am 22. Oktober 2015 erscheint. Mit dem Fire TV der ersten Generation kann der Controller derzeit nicht verwendet werden, das wird erst mit einem geplanten Firmware-Update für den ersten Fire TV möglich. Das neue Fire TV wird von Amazons technischem Kundendienst Mayday betreut, so dass Käufer bei Problemen unkompliziert Hilfe bekommen sollen.
Fazit
Das Fire TV bietet in fast allen Punkten mehr als das Vorgängermodell und ist damit etwas universeller einsetzbar. Ein Gewinn ist der Steckplatz für Micro-SD-Karten, zumal glücklicherweise für die üblichen Aufgaben USB-Speichermedien weiterhin unterstützt werden. Allerdings bleibt es sonderbar, dass Fire OS selbst quasi keine USB-Speichermedien mehr kennt.
Mit der Wiedergabe von 4K-Inhalten ist das Fire TV für die Zukunft gerüstet. Bisher gibt es nur vergleichsweise wenige Inhalte mit dieser Auflösung. Dadurch ist der tatsächliche Vorteil derzeit noch überschaubar, aber in den kommenden Wochen und Monaten wird es wohl mehr 4K-Inhalte geben. Langfristig sollte es auch die Oberfläche in 4K-Auflösung geben. Wer unbedingt Wert auf einen optischen Digitalausgang legt, wird sich wohl etwas ärgern, dass dieser nicht vom Vorgängermodell übernommen wurde. Gleichwohl ist das neue Fire TV dem Nexus Player von Google bei der Ausstattung haushoch überlegen.
Mittels Sideloading lassen sich Apps weiterhin an Amazons App-Shop vorbei installieren. Nur schade, dass diese Möglichkeit weiterhin nur halbherzig unterstützt wird und Sideloading-Apps nach wie vor nicht auf dem Fire-TV-Startbildschirm gelistet werden. Glücklicherweise gibt es mehrere komfortable Lösungen zum Aufruf von Sideloading-Apps, auch wenn derzeit nicht jede Lösung ganz rund läuft. Hier werden die App-Entwickler vermutlich bald passende Lösungen parat haben.
Der neue Prozessor im Fire TV bringt beim täglichen Streamingkonsum keinen nennenswerten Geschwindigkeitsvorteil im Vergleich zum Vorgängermodell. Deutlich mehr hilft hier das vermutlich überarbeitete App-Management, das Apps länger als bisher im Speicher hält. Vor allem Netflix-Nutzer profitieren davon, dass sie beim erneuten Aufruf der App nicht mehr warten müssen, sondern diese sofort verwenden können.
Trotz vieler Detailverbesserungen fehlen uns einige hilfreiche Komfortfunktionen: So gibt es weiterhin keinen Ein-Aus-Schalter am Gerät und keine Kopfhörerbuchse an der Fernbedienung. Dem Fire TV fehlt weiterhin ein Infrarotempfänger und die Watchlist muss weiterhin ohne Prime-Filter auskommen. Auch ein Jahr nach der Markteinführung des ersten Fire TV fehlen leider weiterhin Apps für einige wichtige deutsche Streaming-Abo-Anbieter.
Wer das erste Fire TV seinerzeit zur Markteinführung für 50 Euro bekommen hat, wird sehr genau abwägen, ob er ein Jahr später für das Nachfolgemodell jetzt das Doppelte zahlt. 4K-Auflösung und der Steckplatz für Speicherkarten sind zwar sinnvoll, aber wem all das bisher nicht gefehlt hat, hat keinen echten Anreiz zu wechseln und ist mit dem Vorgängermodell weiterhin gut bedient. Das spricht sehr für die Qualität des alten Fire TV.
Insofern ist es schade, dass Amazon das alte Modell nicht mehr regulär zu einem reduzierten Preis anbietet. Schuld daran dürfte der Fire TV Stick sein. Amazon will die Kunden sicherlich nicht unnötig in Versuchung führen und vom Fire TV Stick weglotsen. Wem der Fire TV Stick von der Geschwindigkeit etwas zu träge ist, findet im neuen Fire TV in jedem Fall einen großen Komfortsprung nach vorne.
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| Sideloading funktioniert - aber noch mit kleinen Einschränkungen |










Ja! Funktioniert hervorragend!
Ich hatte bereits die erste Generation des AFTV und war von Prinzip und Zuverlässigkeit...
Dass Streamingdienste fehlen, liegt ja nicht nur an amazon, oder? für den Großteil der...
kwt