Verbesserungen helfen Netflix-App
Auch für das neue Fire-TV-Modell ändert sich nichts daran, dass weiterhin wichtige deutsche Streaming-Abo-Dienste nicht unterstützt werden. So gibt es keine Apps für Maxdome, Watchever und Sky. Die einzige Ausnahme ist Netflix. Anfangs war die App nicht gelistet, erst nach einem Firmware-Upgrade war es dann möglich, die Netflix-App zu installieren. Wer dieses Problem auch hat, sollte sich einfach ein paar Tage gedulden, bis das betreffende Update verteilt wird. Es ist davon auszugehen, dass das in den kommenden Tagen an alle neuen Fire-TV-Geräte ausgegeben wird.
Beim Start von Netflix machten sich dann doch einmal Geschwindigkeitsunterschiede bemerkbar. Während die App auf dem alten Fire TV etwa 10 Sekunden startete, war sie auf dem neuen Modell nach 7 Sekunden schon einsatzbereit. Und wenn die App erst einmal gestartet ist, bleibt sie länger als bisher im Speicher. Das bedeutet, dass auch nach Aufruf anderer Apps die Netflix-App dann sofort erscheint, wenn sie wieder aufgerufen wird.
Es ist denkbar, dass in Fire OS 5 Optimierungen bei der App-Verwaltung vorgenommen wurden und Apps eben länger im Speicher gelassen werden. Erst wenn besonders speicherintensive Apps aufgerufen wurden, erlebten wir auf dem neuen Fire TV die bislang üblichen Netflix-Startzeiten. Wenn unsere Vermutung stimmt, könnten diese Verbesserungen auch für Besitzer des ersten Fire TV kommen, sobald Fire OS 5 dafür verteilt wird.
Auf einem Fire TV Stick mit einer Entwicklerversion von Fire OS 5 konnten wir dieses Verhalten nicht reproduzieren. Allerdings hat der Fire TV Stick weniger Arbeitsspeicher als das Fire TV und somit ist es denkbar, dass davon nur das Fire TV profitiert. Derzeit ist auch nicht bekannt, ob die Anpassungen bei der App-Verwaltung auch schon in der Entwicklerversion für den Fire TV Stick enthalten sind.
X-Ray-Funktion blendet Zusatzinformationen ein
Wer vor allem Amazons Videodienst verwendet, darf sich weiterhin auf Komfortfunktionen wie ASAP und X-Ray freuen. ASAP steht für Advanced Streaming and Prediction und versucht anhand des Benutzerkontos zu erahnen, was der Nutzer gleich anschauen wird. Dann wird im Hintergrund der Anfang des Films der Serienepisode vorgeladen, damit die Wiedergabe eines Films sofort startet. Das funktioniert erstaunlich gut. Nicht immer liegt Amazon richtig, aber sehr häufig. Sehr hilfreich ist die Funktion beim Schauen von Serien, weil zum Ende einer Folge bereits die nächste geladen wird und der Zuschauer ohne Wartezeit weiterschauen kann.
Mit der X-Ray-Funktion werden ergänzende Informationen zu einem Film oder einer Serie eingeblendet. Das können Namen von Schauspielern sein, die gerade in einer Szene zu sehen sind. Aber auch Informationen zur Musik im Film oder zum Regisseur sind bequem erreichbar. X-Ray zeigt die Informationen abhängig von der jeweiligen Szene und ist ein netter Komfortgewinn. Die X-Ray-Daten stehen nicht für alle Filme und Serien bereit, aber Amazon arbeitet daran, immer mehr Titel damit zu bestücken.
Google Cast wird nicht unterstützt
Auch mit dem Wechsel auf Fire OS 5 beherrscht das Fire TV kein Google Cast, das etwa im Nexus Player vorhanden ist und vor allem vom Chromecast genutzt wird. Zwar gibt es weiterhin eine Funktion zum Teilen des Bildschirms, aber sie läuft nicht ganz so zuverlässig wie Cast. Amazon hatte im Sommer 2015 mit Fling eine Alternative zu Googles Cast vorgestellt, bislang gibt es aber nicht sonderlich viele Apps, die Fling unterstützen. Hier hat Google mit Cast einen deutlichen Vorsprung.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Fire OS unterstützt USB-Speicher nicht direkt | Sideloading funktioniert - aber noch mit kleinen Einschränkungen |










Ja! Funktioniert hervorragend!
Ich hatte bereits die erste Generation des AFTV und war von Prinzip und Zuverlässigkeit...
Dass Streamingdienste fehlen, liegt ja nicht nur an amazon, oder? für den Großteil der...
kwt