Die Fernbedienung funktioniert per WLAN
An der Speicherbestückung hat sich nichts verändert. Weiterhin gibt es 2 GByte Arbeitsspeicher und 8 GByte Flash-Speicher. Verbesserungen gibt es dann wieder bei der WLAN- und Bluetooth-Ausstattung: Das neue Modell bietet jetzt Dual-Band-WLAN nach 802.11 a/b/g/n/ac und Bluetooth 4.1 statt Bluetooth 4.0. Im Vergleich zum Amazon-Gerät wirkt die Ausstattung von Googles Nexus Player klar veraltet - und beide kosten gleich viel.
Wir haben das Fire TV per WLAN mit dem Internet verbunden, die Ersteinrichtung verlief fast ohne Probleme. Fast, weil die Box die Fernbedienung nicht finden wollte. Aber als wir diese dichter an die Box hielten, lief es. Bei der späteren Nutzung war das nicht wieder erforderlich. Ein Video erklärt dem Käufer die wichtigsten Funktionen anschaulich. Leider unterstützt auch das neue Modell kein WPS, so dass man um die Eingabe des WLAN-Kennworts nicht herumkommt.
Die Streamingbox ermöglicht nun die Wiedergabe von Filmen und Fernsehserien auch in 4K-Auflösung, sofern diese in dieser Auflösung vorliegen und ein passendes Endgerät vorhanden ist. Das Anzeigegerät muss für die 4K-Ausgabe HDCP 2.2 unterstützen. Meist werden 4K-Inhalte mit einer entsprechenden Markierung innerhalb der Dienste versehen. Wer Amazons Streamingabo Prime gebucht hat, bekommt die 4K-Inhalte ohne Aufpreis.
Die Oberfläche und alle Apps werden nicht in 4K-Auflösung angezeigt. Wer also viel 4K-Inhalte anschaut, muss sich damit abfinden, dass der Fernseher unter Umständen immer zwischen den beiden Auflösungen hin- und herwechselt. Das kann einige Sekunden dauern und durchaus als störend empfunden werden. Weil 4K-Wiedergabe eben nur in Videos zur Verfügung steht, werden auch Fotos nicht in voller Auflösung angezeigt, obwohl diese in einer entsprechenden Auflösung vorliegen. Möglicherweise legt Amazon hier mit einem Firmware-Upgrade nach, wenn erstmal mehr Inhalte in 4K-Auflösung verfügbar sind.
WLAN-Fernbedienung mit starkem Druckpunkt
Eine technische Änderung betrifft auch die Fernbedienung, die nicht länger per Bluetooth, sondern per WLAN mit dem neuen Fire TV Kontakt aufnimmt. Damit erhöht sich die Reichweite der Fernbedienung. Wem die Bluetooth-Reichweite genügt, der wird keinen nennenswerten Unterschied bemerken. Im direkten Vergleich ist die sauber verarbeitete Fernbedienung ein wenig länger als beim Vorgänger, aber bei der Nutzung macht sich das weder positiv noch negativ bemerkbar. Erfreulicherweise werden weiterhin Batterien verwendet, so dass diese unkompliziert gewechselt werden können, falls sie leer sind. Hätte sich Amazon für einen eingebauten Akku entschieden, wäre das nicht möglich.
An der Tastenbelegung gibt es keine Änderung, es gibt erneut Spultasten, aber weiterhin keine Tasten zur Regelung der Lautstärke. Bei unserem Testmodell hatten die Tasten einen deutlich stärkeren Druckpunkt, das kann aber möglicherweise variieren. Anders als andere Hersteller von Streamingboxen integriert Amazon weiter keine Kopfhörerbuchse in die Fernbedienung. Weiterhin fehlt auch ein Infrarotempfänger, so dass sich herkömmliche Infrarot-Fernbedienungen nicht mit dem Fire TV nutzen lassen. All das ist zwar nicht unbedingt notwendig, hätte das Fire TV aber nochmals aufwerten können.
Fire OS 5 basiert auf Android 5.1 alias Lollipop
Das neue Fire TV wird gleich mit Fire OS 5 ausgeliefert. An der Bedienoberfläche gibt es keine grundlegenden Änderungen im Vergleich zu Fire OS 3, das noch auf den Fire-TV-Modellen der ersten Generation läuft. Nur an sehr wenigen Stellen machten sich ein paar kleine Änderungen bemerkbar. Das aktuelle Fire OS basiert auf Android 5.1 alias Lollipop. Auf unserem Testmodell war Fire OS 5.0.2 mit der Build-Nummer 531006220 installiert.
Wer bereits ein Fire TV besitzt und dort aufgrund des geringen Flash-Speichers ständig einen USB-Stick oder Ähnliches angeschlossen hat, um darauf Apps abzulegen, wird sich über den eingebauten Steckplatz für Micro-SD-Karten freuen. Damit wird die USB-Buchse wieder für andere Dinge frei, wenn nicht schon ein USB-Hub verwendet wurde. Anders als bei den neuen Fire-Tablets lassen sich keine Filme aus Amazons Filmbibliothek auf der Speicherkarte ablegen. Auf einer Speicherkarte abgelegte Filme, Musik oder Bilder lassen sich abspielen oder anzeigen, allerdings fehlen auch dem neuen Modell passende Apps dafür.
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| Überarbeitetes Fire TV im Test: Amazons neue Streamingbox ist scharf | Fire OS unterstützt USB-Speicher nicht direkt |










Ja! Funktioniert hervorragend!
Ich hatte bereits die erste Generation des AFTV und war von Prinzip und Zuverlässigkeit...
Dass Streamingdienste fehlen, liegt ja nicht nur an amazon, oder? für den Großteil der...
kwt