Über 15.000 Beschwerden: Verbraucherzentrale startet Sammelklage gegen 1N Telecom
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat eine Sammelklage gegen 1N Telecom(öffnet im neuen Fenster) eingereicht. Über 15.000 Beschwerden seien von Januar 2023 bis Juni 2025 zu dem Unternehmen eingegangen, erklärte der VZBV(öffnet im neuen Fenster) am 20. Februar 2026. Mit der Klage sollen Betroffene Geld zurückerhalten, das das Unternehmen wohl unberechtigt gefordert habe.
"Wir gehen wegen tausender Beschwerden gegen 1N Telecom vor. Häufig sind ältere Menschen betroffen. 1N Telecom fordert von Betroffenen jeweils fast 420 Euro. Das halten wir für vollkommen unberechtigt" , sagte Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands.
Wie der Anwalt von 1N Telecom mitteilte, verschickte das Düsseldorfer Unternehmen 1N Telecom seit April 2023 eine Million Werbebriefe. Die Kundendaten entnahm man laut eigenem Bekunden dem Telefonbuch.
1N Telecom schrieb Haushalte mit dem Angebot für einen 24-Monats-Vertrag für Festnetz und DSL an. Auch wenn sich das Logo in Farbe und Design auf dem Werbeschreiben unterscheidet, wurde 1N Telecom von vielen mit der Deutschen Telekom verwechselt. Das Schreiben enthält auch die aktuelle Festnetzrufnummer des angeschriebenen Haushalts.
Viele Betroffene bemerkten erst nach Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist, dass sie einen Vertrag mit einem anderen Anbieter abgeschlossen hatten. Sobald sie dann die Portierung ihrer Telefonnummer verhinderten, kündigte 1N Telecom den Vertrag, forderte jeweils einen Betrag von fast 420 Euro und ließ das Geld per Inkasso-Forderung von TPI-Investment eintreiben. Nicht selten wurde die Forderung bezahlt.
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