Udoo: Entwicklerboard mit Arduino- und Raspberry-Vorteilen

Das Projekt Udoo will die Vorteile der Bastelcomputer Arduino und Raspberry Pi kombinieren. Ab September soll die per Kickstarter finanzierte Hardware ausgeliefert werden, sie ist mit einem Dual- oder Quad-Core erhältlich und wird später unter Creative Commons gestellt.

Artikel veröffentlicht am ,
Prototyp von Udoo
Prototyp von Udoo (Bild: Kickstarter)

Unter dem Namen Udoo (engl.: "you do") macht ein neues Kickstarter-Projekt von sich reden. Das Ziel der Finanzierung von 27.000 US-Dollar ist mit derzeit zugesagten knapp 120.000 US-Dollar bereits deutlich überschritten, am 8. Juni 2013 läuft die Unterstützungsfrist aus.

Stellenmarkt
  1. Leitung Sachgebiet Campusnetz (w/m/d)
    Universität Konstanz, Konstanz
  2. Leiter (m/w/d) IT
    FRÄNKISCHE Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG, Königsberg
Detailsuche

Udoo will die Vorteile der offenen Plattform Arduino mit ihren vielen Schnittstellen und die flexiblen Anschlüsse sowie die Leistungsfähigkeit eines Raspberry Pi kombinieren. Dafür haben die Entwickler das SoC Freescale i.MX 6 eingesetzt.

Anders als bei den Single-Cores der Atmel-Mikrocontroller, die bei den Arduino-Boards zum Einsatz kommen, ist der i.MX 6 mit zwei oder vier Kernen bestückt, die auf der Cortex-A9-Architektur basieren. Sie können mit bis zu 1 GHz betrieben werden, was Udoo in der Dual-Core-Version in der theoretischen Rechenleistung in die Nähe von Smartphones der Mittelklasse rückt.

Die häufig für Sensoren eingesetzten Schnittstellen von Arduino-Geräten bringt Udoo auch mit, sie werden auch von einem Atmel-Mikrocontroller (SAM3X8E) gesteuert. Es ist derselbe Chip, der auch beim Arduino Due verwendet wird. Die vom Atmel-SoC erfassten Sensordaten können von dem Freescale-Chip verarbeitet werden.

  • Prototyp des Udoo (Bild: Kickstarter)
  • Freescale-SoC und Atmel-Controller vereint (Bild: Kickstarter)
Freescale-SoC und Atmel-Controller vereint (Bild: Kickstarter)
Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

An ein Raspberry Pi erinnert die Ausstattung mit Standardschnittstellen: HDMI mit Full-HD, USB 2.0, Gigabit-Ethernet und ein WLAN-Modul sowie SATA sind geboten, Letzteres nur bei der Quad-Core-Version. Über einen I2C-Bus können auch Touchscreens angesteuert werden, eine Kontaktleiste für Kameramodule gibt es ebenfalls.

Typischerweise wird bei solchen Bastelboards das Betriebssystem vom integrierten Micro-SD-Steckplatz geladen, das ist auch bei Udoo so. Als OS wird Android 4.x oder eine spezielle Version von Ubuntu-Linux unterstützt. Diese Distribution namens Linaro kann den Arduino-Anteil des Udoo steuern, eine integrierte Entwicklungsumgebung für die Software bringt Linaro auch mit.

Udoo werde an der Carnegie-Mellon-Universität bereits seit über einem Jahr entwickelt, sagt der Projektleiter Bruno Sinopoli im Kickstarter-Video. In dem Clip zeigt das Team auch funktionierende Prototypen, die mit Touchscreens und RFID-Lesern zusammenarbeiten. Standardhardware wie Displays und USB-Eingabegeräte läuft auch schon. Insgesamt sollen Hard- und Software zu rund 80 Prozent fertiggestellt sein.

Nach der Kickstarter-Finanzierung sollen die ersten Unterstützer die Udoos im September 2013 erhalten. Danach beginnt der reguläre Verkauf, die Dual-Core-Version soll mehr als 109 US-Dollar kosten, die Quad-Variante mehr als 129 US-Dollar. Die genauen Preise nennt das Team noch nicht, weil die Kickstarter-Angebote bei 99 und 119 US-Dollar liegen und damit günstiger sind.

Sobald das Projekt abgeschlossen ist, sollen die Schaltpläne und alle anderen Bauunterlagen unter die Share-Alike-Lizenz nach Creative Commons gestellt werden, die Software ist bereits quelloffen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Gesetz tritt in Kraft
Die Uploadfilter sind da

Ab sofort haften große Plattformen für die Uploads ihrer Nutzer. Zu mehr Lizenzvereinbarungen hat das bei der Gema noch nicht geführt.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Gesetz tritt in Kraft: Die Uploadfilter sind da
Artikel
  1. Mercedes-Benz: Daimler rechnet mit Abbau von Arbeitsplätzen durch E-Autos
    Mercedes-Benz
    Daimler rechnet mit Abbau von Arbeitsplätzen durch E-Autos

    Mehr Elektroautos bei Daimler bedeuten nach Ansicht der Chefetage weniger Arbeitsplätze. Grund sei der einfachere Einbau eines Elektromotors.

  2. VW, BMW, Daimler: Jedes sechste Elektroauto ist von deutschem Hersteller
    VW, BMW, Daimler
    Jedes sechste Elektroauto ist von deutschem Hersteller

    Das Elektroauto gewinnt an Fahrt bei den deutschen Herstellern und Autokäufern. Bei Angebot und Nachfrage dominiert China.

  3. Sicherheitslücken: Zoom zahlt 85 Millionen US-Dollar an Kunden
    Sicherheitslücken
    Zoom zahlt 85 Millionen US-Dollar an Kunden

    Zoom soll Kunden mit falschen Sicherheitsversprechen in die Irre geführt und Daten mit Facebook ausgetauscht haben.

Atalanttore 21. Apr 2013

Musiker haben ja generell sehr viel Ahnung von Betriebssystemen *rofl* Ohne garantierte...

Little_Green_Bot 16. Apr 2013

Jupp, Hausautomation und Laborgeräte wären Anwendungen, bei denen man mit diesem Board...

TC 16. Apr 2013

oi oi oi oi kwt

kendon 16. Apr 2013

http://www.youtube.com/watch?v=hePMxBhJK3E



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Acer XB323UGP (WQHD, 170Hz) 580,43€ • Acer XV340CKP (UWQHD, 144 Hz) 465,78€ • Razer BlackShark V2 + Base Station V2 Chroma 94,98€ • Mega-Marken-Sparen bei MM • Saturn: 1 Produkt zahlen, 2 erhalten • Alternate (u. a. AKRacing Core EX-Wide SE 248,99€) • Fallout 4 GOTY 9,99€ [Werbung]
    •  /