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Das selbstfahrende Testauto von Udacity im Silicon Valley
Das selbstfahrende Testauto von Udacity im Silicon Valley (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Udacity: Selbstfahrendes Auto selbst programmieren

Das selbstfahrende Testauto von Udacity im Silicon Valley
Das selbstfahrende Testauto von Udacity im Silicon Valley (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Die Nachfrage nach Programmierern für selbstfahrende Autos ist groß. Die Onlineakademie Udacity hat nun ein Testfahrzeug, für das jeder Student seine eigene Software schreiben kann. Automobilfirmen sind begeistert.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Wie schwierig ist es, ein selbstfahrendes Autos zu programmieren? Die Onlineakademie Udacity im kalifornischen Mountain View will es ihren Studenten in einem neunmonatigen Fernkurs beibringen. Angesichts der Nachfrage nach Programmierern in diesem Bereich war der weltweite Ansturm auf die Kurse zu erwarten. "Seit der Ankündigung des Programms Mitte September sind 25.000 Bewerbungen eingegangen", sagt Udacity-Sprecherin Amy Lester im Gespräch mit Golem.de. Die ersten 500 Studenten aus mehr als 25 Ländern starteten Ende Oktober.

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Dass Udacity einen solchen Kurs für ein Minidiplom (Nanodegree) anbietet, ist nur konsequent. Schließlich hat Udacity-Gründer Sebastian Thrun im Jahr 2005 für die Stanford-Universität die sogenannte Darpa-Challenge für autonome Autos gewonnen und anschließend für Google die Forschungsabteilung X aufgebaut, die ebenfalls selbstfahrende Autos entwickelt. Zu einem der ersten Udacity-Angebote gehörte Thruns Kurs Künstliche Intelligenz für Robotik, der weiterhin im Programm ist. Der frühere Stanford-Professor hat mit seinem Google-Projekt die große Nachfrage nach Entwicklern in diesem Bereich im Grunde selbst initiiert.

Schlacht um die besten Programmierer

"In den vergangenen zwölf Monaten ist eine Schlacht um die besten Leute entbrannt", sagt Oliver Cameron, "das hat uns dazu bewogen, dieses Curriculum anzubieten." Der frühere iOS-Entwickler ist Programmleiter für das autonome Fahren bei der Onlineakademie. Besonders stolz ist der Brite auf das Testauto, das sich Udacity inzwischen angeschafft hat, einen Ford Lincoln MKC. "Die Studenten müssen zum Abschluss des Kurses ein Auto so programmieren, dass es einen festgelegten Parcours auf einem privaten Gelände bewältigen kann", sagt Cameron. Dabei müssten die Fahrzeuge beispielsweise die Fahrbahnmarkierungen erkennen und Hindernissen ausweichen.

Das Interesse der Wirtschaft an den Absolventen zeigt sich an der hohen Zahl der sogenannten Hiring-Partner. Firmen wie Mercedes, Nvidia, BMW, McLaren, Otto und Here erhalten auf diese Weise exklusiven Zugang zu den Bewerbungsunterlagen der Studenten. Der Erlanger Automobilzulieferer Elektrobit, eine hundertprozentige Tochterfirma von Continental, gehört ebenfalls zu den bislang 14 Partnern. "Es ist ein Glücksfall, dass wir durch unsere Niederlassung im Silicon Valley mit Udacity in Kontakt gekommen sind. Weil das genau zu dem passt, was wir suchen: Ingenieure, die im Bereich autonomes Fahren schon ausgebildet sind", sagt Personalchef Matthias Pohl im Gespräch mit Golem.de.

Python und Statistik

Nach Ansicht Pohls lassen sich nur wenige solcher Experten auf dem Markt finden. "Den Großteil müssen wir selbst ausbilden. Da ist es ideal, was Udacity hier bietet. Ich bin gespannt, was wir nach neun Monaten für Absolventen dort haben." Guter Aspekt. Denn reichen die neun Monate Onlinekurs überhaupt aus, um ein autonomes Auto programmieren zu können? Schließlich dürfte es einen Grund dafür geben, dass Experten, die Kenntnisse auf Gebieten wie künstliche Intelligenz (KI), Deep Learning und Robotik vereinen können, schwer zu finden sind.

Die Anforderungen für die Kursteilnehmer sind daher recht hoch. Udacity fordert Kenntnisse in Python oder einer anderen Skript-Sprache. Vorkenntnisse in Wahrscheinlichkeitsrechnung, Statistik und maschinelles Lernen werden ebenfalls empfohlen. Ein bestimmter Studienabschluss ist jedoch keine Voraussetzung. Merkwürdigerweise erwähnt Udacity keine Kenntnisse in C oder C++, obwohl diese laut Cameron vor allem für die eigentliche Fahrzeugsteuerung benötigt werden.

Der Nerd an sich wird nicht gesucht 

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matok 30. Nov 2016

Auch netto wird das mehr sein. Zudem war das Gehalt auch nur ein Punkt den ich genannt...

matok 29. Nov 2016

Ja doch, gibt's schon. Ist aber die Ausnahme, nicht die Regel. Wie in jeder anderen...

Steffo 29. Nov 2016

Na, ich denk mir mal, dass ein Mathe-Bachelor-Absolvent mehr Mathematik gelernt hat als...

PiranhA 29. Nov 2016

Also für mich gehört die tatsächliche Steuerung eher zum Randbereich. Die...

SalzBrezel 29. Nov 2016

Ist ein Amerikanisches unternehmen, welches sich mit autonomen Fahrzeugen beschäftigt...



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