Der Nerd an sich wird nicht gesucht

Das sieht auch Pohl so: "Bei uns ist der Schwerpunkt C und C++. Je tiefer eingebettet die Systeme sind, desto eher wird man C brauchen." Vor allem bei der späteren Bewerberauswahl werde sehr stark auf die Programmierkenntnisse geschaut. "Gerade C und C++, das prüfen wir meist auch ganz gut ab", sagt Pohl. Es gebe noch unterschiedliche Meinungen dazu, welche Aufgaben KI bei der Steuerung selbstfahrender Autos übernehmen solle.

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"Daher ist ein profundes Wissen darüber, was KI kann und was KI nicht kann, essenziell notwendig. Idealerweise bringt ein Bewerber sowohl das Wissen hinsichtlich klassischer Modelle als auch im Bereich KI mit", sagt Pohl. Für Elektrobit sind Programmierkenntnisse allein aber nicht ausschlaggebend. "Den Nerd an sich suchen wir nicht. Die Bewerber sollen gut mit Kunden sprechen und im Team kommunizieren können", sagt der Personalchef.

Eigentliche Autoprogrammierung in C++

Bei Udacity liege der Schwerpunkt des Kurses zunächst auf künstlicher Intelligenz und Deep Learning, was mit Hilfe von Python umgesetzt werde, sagt Cameron. Um die Inhalte zu vermitteln, nutze die Onlineakademie interaktive Videos, Textinhalte, Quizfragen und Projekte. Konkrete Lerninhalte sind beispielsweise maschinelles Lernen, Convolutional Neural Networks, maschinelles Sehen, Sensorfusion, Lokalisierung, Pfadplanung und automobile Hardware. Kursleiter David Silver erläuterte auf Nachfrage jedoch: "Das Programm dauert drei Trimester. Grob gesagt wird im ersten Trimester Python genutzt, in den beiden übrigen C++."

Jeder Teilnehmer hat laut Cameron einen persönlichen Mentor und einen Code-Reviewer. Zudem tauschen sich die Studenten untereinander in Slack-Channels aus. "Entscheidend sind die Projekte", erläutert Cameron. So müssten die Studenten in der ersten Aufgabe aus einer Sequenz von Kameraaufnahmen die Fahrbahnmarkierung erkennen. Der Kursteilnehmer und Ford-Mitarbeiter Neil Hiddink aus Kentucky zeigte auf Twitter ein Video seines ersten Projekts. Zudem ist Hiddink als Teilnehmer verpflichtet, seine Ergebnisse auf Github zu veröffentlichen.

Zehn Stunden Arbeitsaufwand pro Woche

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Udacity geht von einem Arbeitsaufwand von zehn Wochenstunden für den Kurs aus. So soll es möglich sein, sich parallel zum normalen Beruf weiterzubilden. Der Aufwand dürfte in der Realität jedoch stark von den vorhandenen Programmierkenntnissen abhängig sein. Das bestätigt auch der Kursteilnehmer Patrick Kern. Der Wirtschaftsinformatikstudent an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) verbringt nach eigenen Angaben 20 bis 30 Stunden in der Woche für Udacity. "Auch wenn ich wohl mit weniger Zeit auskommen würde, um die Anforderungen des Kurses zu erfüllen, bekomme ich ein tieferes Verständnis vom Gesamtkonzept, wenn ich mich intensiver mit den einzelnen Themen beschäftigte", sagte Kern Golem.de.

Allerdings rechnet der Masterstudent bereits damit, dass er für den Einstieg in C++ einige Extraschichten einlegen muss. "Die Umsetzung konkreter Projekte wie beim Erlernen von C++ ist meiner Meinung nach der beste Weg, um etwas zu lernen", sagt Kern. Als besonders hilfreich empfindet er bislang den Austausch mit den anderen Kursteilnehmern. Die Community sei wohl "der beste Teil an dem gesamten Kurs und motiviert mich, immer noch ein bisschen mehr zu machen".

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 Udacity: Selbstfahrendes Auto selbst programmierenHohe Gehälter locken 
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matok 30. Nov 2016

Auch netto wird das mehr sein. Zudem war das Gehalt auch nur ein Punkt den ich genannt...

matok 29. Nov 2016

Ja doch, gibt's schon. Ist aber die Ausnahme, nicht die Regel. Wie in jeder anderen...

Steffo 29. Nov 2016

Na, ich denk mir mal, dass ein Mathe-Bachelor-Absolvent mehr Mathematik gelernt hat als...

PiranhA 29. Nov 2016

Also für mich gehört die tatsächliche Steuerung eher zum Randbereich. Die...



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