Ubuntu: Unity-Lockscreen-Bug kann Passwort verraten

Erneut gibt es eine Lücke im Unity-Lockscreen von Ubuntu. Diese könnte Angreifern das Passwort verraten. Patches und neue Pakete stehen bereit. Der Unity-Lockscreen wurde für derartige Fehler bereits mehrfach kritisiert.

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Eine Ziegenart als Namensgeber von Ubuntu 14.04: das Tahr
Eine Ziegenart als Namensgeber von Ubuntu 14.04: das Tahr (Bild: Arun Suresh/CC-BY-3.0)

Unter bestimmten Umständen landen Keyboard-Eingaben nicht wie zu erwarten im Sperrbildschirm des Ubuntu-Desktops Unity, sondern möglicherweise in einer im Hintergrund laufenden Anwendung, was Angreifern das Passwort verraten könnte. Die Sicherheitslücke ist bereits geschlossen und aktualisierte Pakete stehen bereit.

Der beschriebene Fehler tritt wohl insbesondere dann auf, wenn der Lockscreen durch das Schließen des Laptops aktiviert worden ist. Offenbar ließ sich der Fehler nicht durch das Starten der Sperre über das Tastaturkürzel forcieren. Anwender bemerken den Fehler lediglich dadurch, dass beim Eintippen in das Feld, in dem der Cursor wie gewohnt blinkt, die Eingaben nicht durch Punkte angezeigt werden. Das Eingabefeld bleibt schlicht leer. Da der Sperrbildschirm nicht in der Lage ist, den Fokus der Tastatur zu erlangen, wird die Eingabe einfach an einen im Hintergrund laufenden Prozess geschickt.

Läuft etwa der Chrome-Browser und der Nutzer bestätigt seine Eingabe mit Enter, ohne den Fehler vorher zu bemerken, wird das Passwort als Google-Suchanfrage verschickt. Das Entwickler-Team von Ubuntu hält es aber auch für möglich, dass lokale Angreifer den Fehler zum Ausspionieren des Passworts eines Benutzers ausnutzen könnten. Deshalb haben sie den Fehler als kritisch eingestuft und die Lücke binnen weniger Tage geschlossen. Ein Update für das aktuelle Ubuntu 14.04 alias Trusty Tahr und die Entwicklungsversion Utopic Unicorn, die im Oktober final erscheinen soll, stehen bereit.

Bereits Ende April sind ähnlich schwerwiegende Fehler in der Bildschirmsperre von Unity bekannt geworden, die zumindest nach Ansicht einiger erfahrener Entwickler hätten vermieden werden können.

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