Ubuntu Phones: Keine Konkurrenz zum iPhone
Die mobile Version von Ubuntu soll zunächst auf Smartphones laufen, die zwischen 200 und 400 Euro kosten. Auf kostengünstigeren Geräten will Canonical Ubuntu nicht ausliefern, denn die Linux-Distribution solle "sich als Zukunft des mobilen PCs etablieren" , sagte Canonical-Mäzen Mark Shuttleworth auf der Cebit 2014.

Als Konkurrenz zu Apples iPhone will Shuttleworth die Smartphones mit Ubuntu aber nicht sehen. Denn iPhone-Nutzer hätten eine emotionale Bindung zu ihren Geräten und der gesamten Apple-Infrastruktur. Canonical baut hingegen mit entsprechenden SDKs für App-Entwickler, Ubuntu Music, Cloud-Diensten und dem Software Center sukzessiv seine eigene Infrastruktur aus.
Vom Erfolg Androids lernen
Dass Canonical sehr spät auf den Mobilmarkt kommt, sieht Shuttleworth auch als Chance, denn seine Firma habe Zeit gehabt, den Erfolg Androids zu studieren und daraus zu lernen. Android sei im Unterschied zu Ubuntu aber nicht als Desktopsystem geeignet. Es sei Zeit für ein neues Betriebssystem, das sämtliche Geräte zu einem mobilen PC mache, seien es Fernseher, Wearables oder Smartphones.
Auf dem MWC 2014 hatte Canonical bereits erste Smartphones mit funktionalem Ubuntu vorgestellt . Von dem spanischen Hersteller BQ stammt das Aquaris, das in der Version mit Android 200 Euro kostet. Dessen Vierkernprozessor ist ein ARM Cortex A7, der mit bis zu 1,2 GHz getaktet werden kann. Das vom chinesischen Hersteller Meizu angebotene MX3 hat einen Prozessor mit ARMs Big-Little-Architektur, dessen vier kleinere Prozessoren bei weniger leistungshungrigen Aufgaben zum Einsatz kommen und dadurch die Leistungsaufnahme verringern sollen. Es kostet mit 16 GByte Speicher etwa 300 Euro.
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