Abo
  • Services:
Anzeige
Bash on Ubuntu on Windows ist schon jetzt ein Coup.
Bash on Ubuntu on Windows ist schon jetzt ein Coup. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Ubuntu on Windows im Test: Eine neue Hassliebe auf der Kommandozeile

Bash on Ubuntu on Windows ist schon jetzt ein Coup.
Bash on Ubuntu on Windows ist schon jetzt ein Coup. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Wenn der Linux-Redakteur über die Windows-Nutzung flucht, ist eigentlich alles wie immer. Doch die Vorschau von Ubuntu auf Windows ist viel mehr als nur ein weiterer Grund zum Aufregen.
Von Sebastian Grüner

Es wäre wahrscheinlich ein sehr schöner Aprilscherz gewesen zu behaupten, dass der Ubuntu-Userspace künftig ohne Anpassungen auf Windows 10 laufen wird. Doch so abwegig die Idee auch erscheinen mag, Microsoft meint es mit dem auf der Entwicklerkonferenz Build vorgestellten Projekt wohl sehr ernst. Offenbar ist dem Unternehmen inzwischen jedes Mittel recht, um Entwickler auf seiner Plattform zu halten oder von OS X und Linux zurückzugewinnen. Die derzeit verfügbare Vorschau zeigt, dass das Potenzial dafür vorhanden ist. Doch es gibt auch einige deutliche Einschränkungen.

Anzeige

Die Installation ist keine Hürde

Die Mühe, die die Microsoft-Entwickler in das Windows-Subsystem für Linux (WSL), so der offizielle Projektname, gesteckt haben, wird schon bei der Einrichtung erkennbar. Die Installation ist geradezu verblüffend einfach. So reicht es aus, im aktuellen Insider Build 14316 von Windows 10 die Entwickleroptionen zu aktivieren, die Funktion über die Systemsteuerung auszuwählen und dann im Startmenü nach Bash zu suchen. Wird der gefundene Eintrag ausgewählt, öffnet sich ein Terminalfenster, in dem nur eine kurze Lizenzabfrage bestätigt werden muss. Die verlinkten Lizenzbestimmungen sind die der Linux-Distribution Ubuntu. Danach wird das System automatisch heruntergeladen.

Bei dem Download handelt es sich um ein Root-Dateisystem von Ubuntu 14.04. Es enthält viele bekannte Basiswerkzeuge und Bibliotheken. Die Binärpakete sind nicht speziell an die Verwendung mit Windows angepasst, sondern sind exakt jene, die auch in der Linux-Distribution enthalten sind und über die Ubuntu-Server verteilt werden. Für diesen reibungslosen Ablauf hat Microsoft eng mit dem Ubuntu-Sponsor Canonical zusammengearbeitet.

  • Bash on Ubuntu on Windows (Bild: Screenshot Golem.de)
  • Bash on Ubuntu on Windows (Bild: Screenshot Golem.de)
  • Bash on Ubuntu on Windows (Bild: Screenshot Golem.de)
  • Bash on Ubuntu on Windows (Bild: Screenshot Golem.de)
  • Bash on Ubuntu on Windows (Bild: Screenshot Golem.de)
  • Bash on Ubuntu on Windows (Bild: Screenshot Golem.de)
  • Bash on Ubuntu on Windows (Bild: Screenshot Golem.de)
  • Bash on Ubuntu on Windows (Bild: Screenshot Golem.de)
  • Bash on Ubuntu on Windows (Bild: Screenshot Golem.de)
  • Bash on Ubuntu on Windows (Bild: Screenshot Golem.de)
Bash on Ubuntu on Windows (Bild: Screenshot Golem.de)

Nach dem Abschluss der Installation öffnet sich die Gnu Bash in einem Fenster und die Nutzer sind mit dem Root-Account auf dem Ubuntu angemeldet. Das nutzt allerdings keinen Linux-Kernel als Unterbau, sondern läuft eben nativ auf Windows 10. Dafür übersetzt das WSL die Linux-Systemaufrufe (Syscalls) der einzelnen Anwendungen so, dass diese letztlich vom NT-Kernel ausgeführt werden können. Das Arbeitsverzeichnis ist dabei zuerst /mnt/c/WINDOWS/system32. Bei einem erneuten Start der Umgebung befinden sich Nutzer dann im Ordner /root. Zu finden ist die Anwendung einfach über das Startmenü unter dem Namen Bash on Ubuntu on Windows.

Vertraute Umgebung

Diese Terminalsitzung ist tatsächlich so gut umgesetzt, dass der Windows-Unterbau zunächst ganz schnell vergessen werden kann. Das System meldet sich beim Aufruf von lsb_release -a als Ubuntu 14.04, uname -a gaukelt sogar einen Linux-Kernel 3.4 vor. Darüber hinaus ist das Ubuntu in der üblichen Verzeichnisstruktur aufgebaut, selbst die virtuellen Verzeichnisse /proc und /sys sind vorhanden und in /etc finden sich die von Ubuntu bekannten Konfigurationsdateien.

Viele der GNU-Basiswerkzeuge lassen sich außerdem wie gewohnt direkt einsetzen: Ordner und Dateien erstellen oder wieder löschen, mit sed oder awk verändern und mit grep darin suchen. Which findet die Pfade für Anwendungen und sort -R liefert das gewünschte zufällige Ergebnis. File und stat listen ausführliche Informationen zu einzelnen Dateien.

Mit Curl und Wget lassen sich Dateien einfach herunterladen, und zur Paketverwaltung kann wie angekündigt Apt verwendet werden. Doch schon hierbei zeigen sich erste kleine Probleme ebenso wie fundamentale Schwierigkeiten, die das WSL noch hat. Der positive erste Eindruck wird dementsprechend schnell und nachhaltig getrübt.

Ubuntu als kaputter Fremdkörper 

eye home zur Startseite
Crass Spektakel 28. Apr 2016

Binärkompatibilität war nur nie irgendetwas was relevant war wenn ich von Cygwin aus für...

nille02 22. Apr 2016

Da auch die "neue" bash Windows nicht steuern kann, muss man es zu PS greifen.

kendon 22. Apr 2016

find, grep, sed, sort, gescheites scripting, (brauchbare) tab-completion, aliase (könnte...

Schnapsbrenner 22. Apr 2016

Hi, ich habe irgendwann aufgehört die Insider Preview zu nutzen und zu verfolgen, bin...

elf 21. Apr 2016

Wine ist aber weit umfangreicher als WSL. Wine läuft zudem selbst im Userspace. WSL...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Daimler AG, Germersheim
  2. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  3. easySoft. GmbH, Metzingen, Bretten
  4. über Ratbacher GmbH, Karlsruhe


Anzeige
Top-Angebote
  1. und bis zu 8 Tage früher erhalten
  2. 37,99€
  3. 11,01€ USK 18 (Versand über Amazon)

Folgen Sie uns
       


  1. Neue Bildersuche

    Fotografenvereinigung Freelens klagt gegen Google

  2. FTTB

    Unitymedia baut zwei Gemeinden mit Glasfaser aus

  3. Hashfunktion

    Der schwierige Abschied von SHA-1

  4. Cyberangriff auf Bundestag

    BSI beschwichtigt und warnt vor schädlichen Werbebannern

  5. Equal Rating Innovation Challenge

    Mozilla will indische Dörfer ins Netz holen

  6. Firmenstrategie

    Intel ernennt Strategiechefin und gründet AI-Gruppe

  7. APFS unter iOS 10.3 im Test

    Schneller suchen und ein bisschen schneller booten

  8. Starship Technologies

    Domino's liefert in Hamburg Pizza per Roboter aus

  9. Telekom Stream On

    Gratis-Flatrate für Musik- und Videostreaming geplant

  10. Nachhaltigkeit

    Industrie 4.0 ist bisher kein Fortschritt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Android O im Test: Oreo, Ovomaltine, Orange
Android O im Test
Oreo, Ovomaltine, Orange
  1. Android O Alte Crypto raus und neuer Datenschutz rein
  2. Developer Preview Google veröffentlicht erste Vorschau von Android O
  3. Android O Google will Android intelligenter machen

Buch - Apple intern: "Die behandeln uns wie Sklaven"
Buch - Apple intern
"Die behandeln uns wie Sklaven"
  1. iPhone Apple soll A11-Chip in 10-nm-Verfahren produzieren
  2. WatchOS 3.2 und TVOS 10.2 Apple Watch mit Kinomodus und Apple TV mit fixem Scrollen
  3. Patentantrag Apple will iPhone ins Macbook stecken

Lithium-Akkus: Durchbruch verzweifelt gesucht
Lithium-Akkus
Durchbruch verzweifelt gesucht
  1. Super MCharge Smartphone-Akku in 20 Minuten voll geladen
  2. Brandgefahr HP ruft über 100.000 Notebook-Akkus zurück
  3. Brandgefahr Akku mit eingebautem Feuerlöscher

  1. Re: Die Jagd ist eröffnet :D

    mimimi123 | 16:34

  2. Re: Blödes Edge-Display, schlechte Bedienung

    Rulf | 16:34

  3. Google ich will....

    Dani_rev | 16:32

  4. Re: Endlich wird aufgeräumt

    throgh | 16:32

  5. Re: Scheint so als würde denen das Geld langsam...

    plutoniumsulfat | 16:31


  1. 15:55

  2. 15:27

  3. 15:22

  4. 13:59

  5. 12:45

  6. 12:30

  7. 12:09

  8. 12:04


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel