Ubuntu: Fork des Gnome-Control-Center geplant
Mit einem Fork des Gnome-Control-Centers wollen Entwickler bei Canonical verhindern, dass ihre eigenen Patches dazu führen, dass die Systemsteuerung unter Gnome in Ubuntu nicht mehr funktioniert. Da Canonical langfristig an einer eigenen Systemsteuerung arbeitet, soll der Fork nur kurzfristig bestehen. Bis es so weit ist, sollen unter dem Namen Unity-Control-Center(öffnet im neuen Fenster) eigene Patches erstellt werden.
Unter Unity setze Canonical ohnehin eine alte Version des Gnome-Control-Centers ein, schreibt Canonical-Entwickler Robert Ancell in einem Eintrag in der Ubuntu-Mailingliste(öffnet im neuen Fenster). Inzwischen seien dort 61 Patches eingepflegt worden. Je mehr Patches in der von Canonical verwendeten Version 3.6 der Systemsteuerung für Gnome eingepflegt würden, desto schwieriger sei es, diese auch im ursprünglichen Gnome unter Ubuntu zu verwenden.
Nur vorübergehend
Ancell betont, dass der Unity-Fork nur vorübergehend sei. Die Entwickler arbeiteten an einer eigenen Systemsteuerung unter dem Namen Ubuntu-System-Settings(öffnet im neuen Fenster), die für Ubuntu Touch optimiert werden solle. Erweiterungen solle es nicht geben, lediglich Bugfixes und Sicherheitsupdates wollen Canonicals Entwickler noch beifügen.
Nicht nur die Namensänderungen werden sich auf zahlreiche andere Pakete auswirken. Deshalb hat Ancell alle Änderungen in Launchpad zusammengefasst(öffnet im neuen Fenster). Dort liegt auch bereits eine Vorabversion des Forks zum Testen bereit.
Auch der Gnome-Settings-Daemon soll vorübergehend eine eigene Unity-Version werden. Über diesen werden Einstellungen im Gnome-Control-Center verarbeitet und umgesetzt. Sobald Ubuntu-Control-Center fertig ist, wird sich Ancell dem Fork des Daemons widmen.
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