Abo
  • IT-Karriere:

Ubuntu for Phones: Ungewöhnliches Bedienungskonzept

Die Vorabversion von Canonicals Ubuntu for Phones offenbart ein eigenwilliges, aber sinnvolles Designkonzept. Die Oberfläche bedient sich aber auch Ideen anderer mobiler Betriebssysteme.

Artikel veröffentlicht am ,
Canonical hat eine Preview seines mobilen Betriebssystems Ubuntu for Phones freigegeben.
Canonical hat eine Preview seines mobilen Betriebssystems Ubuntu for Phones freigegeben. (Bild: Canonical)

Ubuntu Touch soll den Markt mobiler Betriebssysteme aufmischen, verspricht Canonical-Mäzen Mark Shuttleworth. Wir konnten uns einen ersten Eindruck davon verschaffen. Das Betriebssystem ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber durchaus intuitiv. Dass es eine erste Vorabversion ist, wird allerdings schnell klar. Für den Alltagsgebrauch ist es noch nicht tauglich. Deshalb werden wir Ubuntu Touch bei diesem Entwicklungsstand nicht bewerten, sondern uns einen Eindruck von der Benutzeroberfläche verschaffen. Der größte Unterschied zu anderen mobilen Betriebssystemen: Mobiltelefone mit Ubuntu for Phones benötigen keine Schaltflächen mehr, alles wird mit Gesten gesteuert.

Inhalt:
  1. Ubuntu for Phones: Ungewöhnliches Bedienungskonzept
  2. Benutzer müssen sich umgewöhnen
  3. Fazit

Wir haben Ubuntu Touch oder Ubuntu Phone fast mühelos auf einem Galaxy Nexus und einem Nexus 4 installieren können. Das Überspielen der Images funktioniert am besten unter Ubuntu. Dazu müssen eigens für Ubuntu zusammengestellte Pakete aus den Software-Repositorys heruntergeladen werden, die unter anderem die Android Debug Bridge (ADB) enthalten. Zunächst muss der Bootloader der Geräte entsperrt werden. Danach zieht das Script namens "Phablet" die benötigten Images vom Canonical-Server, speichert sie im Downloadverzeichnis des Anwenders und überträgt sie dann auf das am USB-Port angeschlossene Smartphone. Komplizierte Eingaben muss der Benutzer nicht machen.

Installationsanleitung von Ubuntu

Eine detaillierte und übersichtliche Anleitung auf den Webseiten von Canonical beschreibt den Vorgang, der zumindest rudimentäre Befehlszeilenkenntnisse voraussetzt. Auch das Zurücksetzen wird ausführlich beschrieben. Dabei gehen aber alle Anwenderdaten verloren, denn Ubuntu for Phones ersetzt Android vollständig.

In den Release Notes wird darauf hingewiesen, dass das Nexus 4 möglicherweise nicht mehr startet, wenn der Akku während des Betriebs leer wird. Dann müssten Anwender den hinteren Deckel entfernen, der eigentlich nicht abnehmbar ist, und den Akku kurz herausnehmen.

Stellenmarkt
  1. AUGUST STORCK KG, Halle (Westf.)
  2. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm

Nach einem Neustart des Smartphones erscheint ein Startbildschirm, auf dem aktuelle Meldungen zu sehen sind, etwa die Anzahl neuer Tweets. In der Vorabversion ist diese Anzeige noch eine Attrappe, Uhrzeit und Datum hingegen werden dort richtig angezeigt. Auch die Symbolleiste mit Systemmeldungen ist hier bereits zu sehen, diese lassen sich aber nicht aufrufen. Bislang sind das Meldungen, ein Lautstärkesymbol, ein Icon jeweils für Netzwerkverbindungen und eines für die Batterieanzeige sowie nochmals Uhrzeit und Datum.

App-Menü vom Unity-Desktop

Mit einem Wisch vom linken Rand öffnet sich ein Anwendungsmenü, das Ubuntu-Benutzer vom Unity-Desktop bereits kennen. Canonical will seinen Unity-Desktop möglichst nahtlos auf allen Geräten umsetzten, die Ubuntu unterstützt. Neben populären Apps wie dem eigenen Browser oder einer Kameraanwendung gibt es dort auch einen Home-Button, ähnlich dem, der das Dash im Desktop öffnet. In Ubuntu Phone ist er allerdings unten platziert statt oben. Mit einem Klick darauf landet der Anwender auf dem ersten von insgesamt fünf Homescreens, der bezeichnenderweise den Namen "Home" trägt. Alternativ kann der Nutzer mit einem Wisch vom rechten Rand die zuletzt verwendete Anwendung öffnen.

Der Home-Bildschirm sammelt Favoriten: zuletzt verwendete Anwendungen, beliebte Kontakte oder zuletzt gehörte Musik. Mit einem Wisch in der Bildschirmmitte von links nach rechts oder umgekehrt gelangt der Anwender zu weiteren Homescreens, auf denen die Musik- oder Videosammlung, Kontakte oder App-Icons untergebracht sind. Hier fühlten wir uns an Amazons Android-Oberfläche erinnert.

Benutzer müssen sich umgewöhnen 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-50%) 14,99€
  2. (-55%) 44,99€
  3. 0,49€
  4. 69,99€ (Release am 21. Februar 2020, mit Vorbesteller-Preisgarantie)

neocron 04. Mär 2013

naja, so dramatisch hat es ja niemand ausgedrueckt! ich sehe es auch so wie du...

Casandro 27. Feb 2013

Das Problem sind Dinge wie VPN clients oder Routing Software (olsrd), die keine GUI...

neocron 26. Feb 2013

GENAU so heiss, dass es wischen nicht erkennt, aber tippen erkennen haette koennen! was...

BallerBasti 25. Feb 2013

naja der hervorstehende Rand ist ja eigentlich super, da er das Display schützt wenn man...

Polydesigner 25. Feb 2013

Ich glaube da vergisst jemand wie Stark die Kraft der Vision doch sein kann. Ubuntu ist...


Folgen Sie uns
       


iPhone 11 - Test

Das iPhone 11 ist das günstigste der drei neuen iPhone-Modelle - kostet aber immer noch mindestens 850 Euro. Dafür müssen Nutzer kaum Kompromisse bei der Kamera machen - das Display finden wir aber wie beim iPhone Xr antiquiert.

iPhone 11 - Test Video aufrufen
IT-Sicherheit: Auch kleine Netze brauchen eine Firewall
IT-Sicherheit
Auch kleine Netze brauchen eine Firewall

Unternehmen mit kleinem Geldbeutel verzichten häufig auf eine Firewall. Das sollten sie aber nicht tun, wenn ihnen die Sicherheit ihres Netzwerks wichtig ist.
Von Götz Güttich

  1. Anzeige Wo Daten wirklich sicher liegen
  2. Erasure Coding Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
  3. Endpoint Security IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

WLAN-Kameras ausgeknipst: Wer hat die Winkekatze geklaut?
WLAN-Kameras ausgeknipst
Wer hat die Winkekatze geklaut?

Weg ist die Winkekatze - und keine unserer vier Überwachungskameras hat den Dieb gesehen. Denn WLAN-Cams von Abus, Nest, Yi Technology und Arlo lassen sich ganz einfach ausschalten.
Von Moritz Tremmel

  1. Wi-Fi 6 Router und Clients für den neuen WLAN-Standard
  2. Wi-Fi 6 und 802.11ax Was bringt der neue WLAN-Standard?
  3. Brandenburg Vodafone errichtet 1.200 kostenlose WLAN-Hotspots

Akku-FAQ: Vergesst den Memory-Effekt - vorerst!
Akku-FAQ
Vergesst den Memory-Effekt - vorerst!

Soll man Akkus ganz entladen oder nie unter 20 Prozent fallen lassen - oder garantiert ein ganz anderes Verhalten eine möglichst lange Lebensdauer? Und was ist mit dem Memory-Effekt? Wir geben Antworten.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Müll Pfand auf Fahrrad-Akkus gefordert
  2. Akku-FAQ Wo bleiben billige E-Autos?
  3. Echion Technologies Neuer Akku soll sich in sechs Minuten laden lassen

    •  /