Abo
  • Services:

Benutzer müssen sich umgewöhnen

Android-Anwender werden sich ein wenig umgewöhnen müssen, denn großzügige horizontale Wischgesten, wie sie dort möglich sind, öffnen in Ubuntu Phone wahlweise links das bereits erwähnte App-Menü oder rechts den Task-Manager, in dem bereits geöffnete Anwendungen im Vollbildmodus abgelegt werden. Das erinnerte uns an Windows Phone.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. CCV Deutschland GmbH, Au in der Hallertau

Auf dem App-Homescreen liegen ebenfalls bereits geöffnete Anwendungen, hier allerdings als doppelt große Icons, die den Karteikarten von WebOS ähneln. Spätestens hier verzeichneten wir eine gewisse Redundanz in der Benutzeroberfläche, für die wir auch keine Konfigurationsmöglichkeiten fanden. Icons konnten wir ebenso wenig bewegen wie löschen.

Schnellzugriff auf Systemeinstellungen

Die Systemeinstellungen konnten wir entweder mit einem Tipp auf die Symbolleiste zusammengefasst in einem einzigen Menü aufrufen oder einzeln mit einem Wisch von oben nach unten. Noch sind sie spärlich: Wir konnten die Einstellungen zur Bildschirmhelligkeit hinter dem Symbol für die Batterieanzeige entdecken. In den Netzwerkeinstellungen konnten wir uns lediglich mit dem WLAN verbinden. Mit einer bereits entsperrten SIM-Karte konnten wir telefonieren, eine Funktion zur PIN-Abfrage gibt es noch nicht. Außerdem konnten wir keine Daten über das Mobilfunknetz empfangen. Canonical weist in seinen Release Notes explizit darauf hin.

Einstellen konnten wir immerhin die Lautstärke. Zwar gibt es auch ein Menü für das Datum und die Uhrzeit, ändern konnten wir sie aber nicht. Die in der Symbolleiste integrierte Suche funktionierte in den Musik-, Film- und Kontakte-Homescreens, aber nicht im App-Homescreen oder unter "Home".

Rudimentärer Browser

Canonical hat Ubuntu Phone wenige native Anwendungen beigelegt. Neben einem Webbrowser sind das eine Applikation für die Telefonie und den SMS-Versand samt Adressbuch, eine Anwendung für die Kamera, aus der sich eine Bildergalerie aufrufen lässt, und ein Notizbuch. Anwendungen für Twitter, Facebook oder Gmail sind als Unity-Web-Apps umgesetzt.

Der Browser ist eine Eigenentwicklung von Canonical und noch unausgereift. Durch grafiklastige Webseiten lässt sich aber schon recht flüssig scrollen. Rudimentäres Copy-and-Paste haben die Entwickler bei Canonical ebenfalls bereits umgesetzt. Pinch-and-Zoom funktionierte jedoch noch nicht. Den Javascript-Benchmark Octane absolvierte der Browser zwar erfolgreich, aber mit 268 Punkten erwartungsgemäß langsam. Aktuelle Werte von Android-Smartphones liegen im niedrigen vierstelligen Bereich.

Die URL-Eingabe lässt sich mit einem Wisch vom unteren Rand aufrufen. Dort ist auch der Zurückknopf platziert. Hier unterscheidet sich Ubuntu Phone deutlich von anderen mobilen Betriebssystemen.

Mit Spracheingabe

Weitere Optionen konnten wir öffnen, indem wir nochmals vom unteren Rand nach oben wischten und mit dem Finger auf der Bildschirmmitte verharrten, bis ein graues Icon erschien - unter Ubuntu Phone werden keine Tasten benötigt. Das gelang uns allerdings nicht immer, das Icon tauchte mitunter schlichtweg nicht auf. In den Optionen ist beispielsweise der noch funktionslose Befehl für das Öffnen eines neuen Tabs oder für das erneute Laden einer Webseite zu finden. Hier stießen wir auf die in Ubuntu Phone integrierte Spracheingabe, mit der die Browserbefehle umgesetzt werden können.

Apps sollen so viel Platz wie möglich auf dem Bildschirm haben. Das soll laut Canonical eines der Kernkonzepte von Ubuntu Phone sein. Deshalb sind die Optionen in allen Apps nur über den vertikalen Wisch nach oben vom unteren Bildschirmrand umgesetzt. Dort sind am oberen Rand auch Icons von geöffneten Anwendungen untergebracht. Darüber lassen sich die Optionen anderer Anwendungen aufrufen, nicht aber die Anwendung selbst.

Die Kamera-Applikation funktionierte auf unseren beiden Testgeräten sowohl mit der vorder- als auch mit der rückseitigen Kamera. Videos konnten wir noch nicht aufnehmen.

 Ubuntu for Phones: Ungewöhnliches BedienungskonzeptFazit 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Samsung 860 Evo 500-GB-SSD 119€, externer DVD-Brenner 25€, 2-TB-HDD extern 66€)
  2. 99,99€
  3. 1.649€ mit Core i5-8600K und jetzt neu für 1.749€ mit i7-8700K

neocron 04. Mär 2013

naja, so dramatisch hat es ja niemand ausgedrueckt! ich sehe es auch so wie du...

Casandro 27. Feb 2013

Das Problem sind Dinge wie VPN clients oder Routing Software (olsrd), die keine GUI...

neocron 26. Feb 2013

GENAU so heiss, dass es wischen nicht erkennt, aber tippen erkennen haette koennen! was...

BallerBasti 25. Feb 2013

naja der hervorstehende Rand ist ja eigentlich super, da er das Display schützt wenn man...

Polydesigner 25. Feb 2013

Ich glaube da vergisst jemand wie Stark die Kraft der Vision doch sein kann. Ubuntu ist...


Folgen Sie uns
       


Kabellose Bluetooth-Ohrstöpsel - Test

Wir haben vier komplett kabellose Bluetooth-Ohrstöpsel getestet. Mit dabei sind Apples Airpods, Boses Soundsport Free, Ankers Zolo Liberty Plus sowie Googles Pixel Buds. Dabei bewerteten wir die Klangqualität, den Tragekomfort und die Akkulaufzeit sowie den allgemeinen Umgang mit den Stöpseln.

Kabellose Bluetooth-Ohrstöpsel - Test Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

Virgin Galactic: Spaceship Two fliegt wieder - trotz tödlicher Unfälle
Virgin Galactic
Spaceship Two fliegt wieder - trotz tödlicher Unfälle

Die Entwicklung des Raketenflugzeugs für Touristenflüge in den Weltraum hat schon vier Menschenleben gekostet. Vergangenen Donnerstag hat Virgin Galactic die Tests mit Raketentriebwerk wieder aufgenommen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer


    Xperia XZ2 Compact im Test: Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos
    Xperia XZ2 Compact im Test
    Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos

    Sony konzentriert sich beim Xperia XZ2 Compact erneut auf die alte Stärke der Serie und steckt ein technisch hervorragendes Smartphone in ein kompaktes Gehäuse. Heraus kommt ein kleines Gerät, das kaum Wünsche offenlässt und in dieser Größenordnung im Grunde ohne Konkurrenz ist.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Xperia XZ2 Premium Sony stellt Smartphone mit lichtempfindlicher Dualkamera vor
    2. Sony Grundrauschen an Gerüchten über die Playstation 5 nimmt zu
    3. Playstation Sony-Chef Kaz Hirai verabschiedet sich mit starken Zahlen

      •  /