Ubuntu: Compiz unterstützt OpenGL ES 2.0

Das Compiz-Team hat die Anpassungen für die Unterstützung von OpenGL ES 2.0 in den Mainline-Code des Compositing Managers integriert. Damit soll Compiz auf eingebetteten Systemen laufen, deren Grafikchip die beschleunigte 3D-Unterstützung nutzt, etwa mobile Geräte und Entwicklerplatinen. Entwickler Sam Spilsbury hat die Umsetzungen auf einem Pandaboard entwickelt und getestet.
Sie seien etwas spät dran, schreibt Spilsbury in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) . Andere Projekte wie Kwin oder Clutter hätten die Unterstützung von OpenGL ES bereits seit langem umgesetzt. Es habe aber erst jetzt die Möglichkeit gegeben, den Code in den offiziellen Zweig zu übernehmen und möglicherweise auftretende Fehler zu bearbeiten.
Der Compositing Manager bildet die Basis für Ubuntus Unity-Desktop und die OpenGL-ES-Anpassungen sollen in Ubuntu 12.10 genutzt werden können, das am 18. Oktober 2012 erscheinen soll.
Nicht für alle Plugins
Bislang nutzt Compiz für OpenGL ES die gemeinsame Teilmenge von OpenGL. Das bedeutet, dass Plugins teils erheblich umgeschrieben werden mussten. Andere Plugins funktionieren gar nicht und sind zunächst deaktiviert, wenn der Compiz-Code mit GLES kompiliert wird. Bei Bedarf sollen auch sie noch angepasst werden. Mit der Vereinigung der beiden Codezweige können sich die Entwickler wieder auf den Hauptzweig konzentrieren und sicherstellen, dass Compiz auf den anvisierten Plattformen läuft.
Zu den neuen Klassen des Compiz-API gehören unter anderem GLVertexBuffer, GLProgram, GLProgramCache, GLShaderCache und EglTexture. Letzteres nutzt die Erweiterung EGL_image statt der von GLES verwendeten GLX_EXT_texture_from_pixmap.
Der Mainline-Code(öffnet im neuen Fenster) steht auf Canonicals Launchpad-Servern zum Download bereit.



