Ubuntu: Canonical baut eigene Dtrace-Alternative

Der Ubuntu-Distributor nutzt für Etrace aber nicht die Kernel-Technik eBPF. Das Werkzeug ist zum Untersuchen und Debuggen von Snaps gedacht.

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Etrace nutzt schon länger bestehende Linux-Techniken wie Strace.
Etrace nutzt schon länger bestehende Linux-Techniken wie Strace. (Bild: Kimberley Collins/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Der Ubuntu-Distributor Canonical hat sein eigenes Tracing-Werkzeug Etrace vorgestellt. Das Analysewerkzeug soll es ermöglichen, Leistungsengpässe und Laufzeitprobleme in Software zu erkennen. Das Wichtigste dabei ist, dass dies eben allein durch das Ausführen der Anwendung selbst umgesetzt werden können soll, statt in den Quellcode abtauchen zu müssen, wie der Hersteller in der Ankündigung schreibt.

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Der Name des neuen Werkzeugs, Etrace, ist dabei klar an Dtrace angelegt und soll offenbar Assoziationen zu dem Werkzeug wecken, in dessen Nachfolge die Anwendung von Canonical angesiedelt ist. Das ursprünglich von Sun erstellte Analysewerkzeug Dtrace wird von dessen Inhaber Oracle inzwischen auch für Linux neu erstellt. Zuvor hatte das Team die Lizenz dafür geändert. Aus Sicht einiger Linux-Kernel-Entwickler kam dieser Schritt jedoch zu spät.

Im Gegensatz zu dem neuen Dtrace oder auch dem von der Linux-Community erstellten BPFtrace, die beide auf der fast universell einsetzbaren virtuellen Maschine eBPF im Linux-Kernel basieren, nutzt Etrace schon länger bestehende Technik. Hier zu nennen ist vor allem Strace beziehungsweise Ptrace, auf denen Canonicals Etrace aufbaut.

Gedacht ist das neue Werkzeug vor allem zur Analyse von Snaps und ist so auch selbst als Snap verfügbar. Der Hersteller hebt dabei drei grundlegend wichtige Funktionen hervor. So soll mit Etrace gemessen werden, wie lang eine Anwendung bis zur Darstellung der GUI benötigt. Dies ist bisher nur mit X11-Systemen möglich. Mit Etrace soll außerdem verfolgt werden können, welche weiteren Prozesse von einer Anwendung gestartet werden sowie auch der Zugriff auf Dateien. Der Code von Etrace steht unter der GPLv3 auf Github bereit.

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