Neuer Kernel und neue Netzwerkverwaltung

Grundlage für die neue Ubuntu-Version bildet der Linux-Kernel 4.15, der vor allem standardmäßig die Patches gegen Meltdown und Spectre mitbringt. Gegen Variante 2 von Spectre nutzt Ubuntu wie die anderen Linux-Distributionen inzwischen auch die sogenannten Retpolines, die den Leistungsverlust durch die Schutzmaßnahme minimieren sollen.

Die Kernel-Version liefert darüber hinaus den CPU-Controller für die Cgroup-v2-Schnittstelle, Unterstützung für AMDs RAM-Verschlüsselung sowie eine verbesserte Energieverwaltung, die Sata-Stromsparoptionen. Das Ubuntu-Team unterstützt außerdem das Signieren für Kernel der Power-Architekturreihe und hat die Hardware-Unterstützung für Intel- und IBM-Systeme aus Kernel 4.16 zurückportiert.

Für das schon länger verfügbare Kernel-Livepatching bietet Ubuntu nun zusätzlich zu dem bereits erwähnten grafischen Einrichtungsdialog auf der Kommandozeile die Funktion Message of the Day (MOTD), um Informationen zu Live-Patches anzuzeigen.

Keine alten Netzwerkskripte mehr

Für Anwender, die von Version 17.10 auf das aktuelle Ubuntu wechseln, ändert sich am Netzwerk nicht viel. Der Networkmanager hat lediglich Unterstützung für Libteam erhalten, das eine neue Methode bietet, mehrere Netzwerkschnittstellen (NIC) zusammenzuführen.

Im Vergleich zur vorherigen LTS-Version 16.04 ändert sich dagegen die grundlegende Netzwerkkonfiguration. Denn Neuinstallationen von Ubuntu 18.04 verzichten vollständig auf die Skriptsammlung ifupdown mit den dazugehörigen Befehlen. Als Ersatz können die Werkzeuge ip und networkctl genutzt werden.

Die Konfiguration der Schnittstellen erfolgt dabei über das neu von Canonical erstellte Werkzeug Netplan. Dieses dient als Frontend, das entweder auf den Networkmanager oder auf Server-Installationen auf Systemd-Networkd als Backend zugreift.

Die Sammlung ifupdown bleibt weiter im Haupt-Repository von Ubuntu erhalten und wird damit auch offiziell weiter gepflegt. Dementsprechend wird bei Updates auch kein Wechsel der Netzwerkkonfiguration durchgeführt. Langfristig wird Ubuntu wohl wie andere Distributoren auch die alten Skripte ausrangieren und auf die neue Technik setzen. Admins sollten sich also damit vertraut machen.

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tuxer77 13. Jul 2018

"Allerdings ist diese konkrete Verschlüsselungstechnik nur ein Notbehelf, denn sie lässt...

Tamaskan 13. Mai 2018

Laut Golem-Artikel (https://www.golem.de/news/sled-12-im-test-die-sinnhaftigkeit-eines...

Gremlin2 07. Mai 2018

Nochmals Danke. :-) Ich muss an dieser Stelle (ungünstiger Weise) sagen: Trotz Interesse...

FreiGeistler 02. Mai 2018

Googlen und vergleichen. Diese Frage hängt zu sehr von Geschmack und Prioritäten ab, um...



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