Systemerweiterungen bringen etwas Unity-Feeling

Wie erwähnt ist das Dock zur Anzeige der favorisierten und laufenden Anwendungen im neuen Gnome-Desktop dauerhaft am linken Rand sichtbar. Die laufenden Anwendungen werden links neben ihren jeweiligen Icons durch einen sehr auffälligen roten Punkt gekennzeichnet.

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Wie bei Unity lässt sich das Dock bei Bedarf an den unteren oder rechten Bildschirmrand verschieben und auch von Vollbild-Anwendungen überdecken. Umgesetzt wird dieses Verhalten durch die Erweiterung Dash-to-Dock, mit deren Entwicklern das Ubuntu-Team für die aktuelle Version eng zusammengearbeitet hat.

Teil dieser Zusammenarbeit ist auch die Umsetzung des Unity-Launcher-APIs in dieser Erweiterung, so dass etwa das Firefox-Icon in dem neuen Dock weiterhin eine Download-Anzeige haben sollte und das Thunderbird-Icon die Anzahl ungelesener Nachrichten anzeigt. Bei uns hat das aber leider nicht immer so funktioniert wie vorgesehen.

Darüber hinaus verwendet der neue Ubuntu-Desktop noch eine Erweiterung für die Unity-Appindicator, die bei KDE Status Notifier Item heißen. Diese Erweiterung ermöglicht es, kleinere Anwendungen und Helferfunktionen hinzuzufügen wie etwa die Anzeige von Temperatursensoren in der oberen Kontrollleiste des Desktops. Das Ubuntu-Team hat die Pflege dieser Erweiterung übernommen.

Erweiterungseinstellung kaputt

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Die Umsetzung dieser aus Sicht des Ubuntu-Teams sicher sinnvollen Funktion über Erweiterungen für die Gnome-Shell ist langfristig wohl der einzig richtige Weg, die Gnome-Funktionen im Sinne von Ubuntu zu erweitern.

  • Ubuntu 17.10 nutzt Gnome 3.26. (Screenshot: Golem.de)
  • Wie bei Unity ist dauerhaft ein Dock sichtbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Ubuntu übernimmt viel aus der Gnome-Shell wie hier die App-Übersicht. (Screenshot: Golem.de)
  • Prägendes Farbthema ist das Ubuntu-Orange. (Screenshot: Golem.de)
  • Prägendes Farbthema ist das Ubuntu-Orange. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Fensterleiste enthält Menüknöpfe und rechts die Knöpfe zum Minimieren, Maximieren und Schließen. (Screenshot: Golem.de)
  • Aktionsknöpfe sind Grün. (Screenshot: Golem.de)
  • Aus Gnome übernimmt Ubuntu auch die neuen Einstellungen...(Screenshot: Golem.de)
  • Das Standard-Layout der Gnome-Shell bleibt auch in Ubuntu erhalten. (Screenshot: Golem.de)
  • Gnome kann auch wie von Upstream vorgesehen ohne Erweiterungen und mit blauem Farbschema genutzt werden.(Screenshot: Golem.de)
  • Für Nostalgiker bleibt der Unity-Desktop vorerst noch erhalten. (Screenshot: Golem.de)
Prägendes Farbthema ist das Ubuntu-Orange. (Screenshot: Golem.de)

Dass zu tiefgreifende Änderungen zu sehr großen Inkompatibilitäten führen können, hat die Arbeit an Unity gezeigt. Für den alten Desktop pflegte das Ubuntu-Team im Grunde Forks von vielen verschiedenen Gnome-Bestandteilen.

Irritierend und auch als Bug bekannt ist jedoch, dass die beiden Erweiterungen in der Ubuntu-Sitzung nicht an- und abgestellt werden können, obwohl eine GUI dafür bereitsteht. In der Gnome-Sitzung wiederum können die Erweiterung aber wie vorgesehen dynamisch aktiviert werden.

Erklärt wird das Verhalten damit, dass Ubuntu die Funktionen als Systemerweiterungen nutze und auch andere Sitzungen wie die Classic-Sitzung von Gnome davon betroffen seien. Ob der Fehler behoben wird, ist derzeit noch offen und die Arbeit daran ist wohl auch nicht von besonders hoher Priorität.

Kein HUD, keine Lenses

Eine der interessanteren Funktionen von Unity, das sogenannten HUD, fehlt im neuen Ubuntu. Es war in Unity per Knopfdruck verfügbar und ermöglichte das schnelle Durchsuchen von Fenstermenüs über die Tastatur. So konnten einige eventuell tief im Menü versteckte Funktionen schnell aufgerufen werden.

Aufgegeben wird außerdem das Konzept der Scopes und Lenses, mit dem das Unity-Dash erweitert werden konnte. Damit waren etwa zentral über den Ubuntu-Knopf im Dash die Musikdateien oder auch Fotos verfügbar. Die von der Community immer wieder kritisierte Amazon-Shopping-Lense ist als Icon erhalten geblieben, das beim Klick darauf die Amazon-Webseite im Browser öffnet.

Ob das Ubuntu-Team derartige Funktionen oder eventuell auch neue Ideen künftig auch als Gnome-Erweiterung umsetzen wird, ist noch nicht absehbar. Für die aktuelle Version haben sich die Entwickler offensichtlich darauf konzentriert, viele weitere Details mit Boardmitteln umzusetzen.

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 Ubuntu 17.10 im Test: Unity ist tot, lange lebe Unity!Gnome bekommt bunte Knöpfe 
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lottikarotti 02. Nov 2017

Da sind die Erfahrungen einfach grundverschieden. Ich frage mich auch wieso bei manchen...

quadronom 28. Okt 2017

Dann verwend halt STRG+W...!!eins! :D Es gibt so viele Wege ein Programm zu schließen...

der_wahre_hannes 24. Okt 2017

Gnome 2 fand ich wesentlich besser als KDE. Über Gnome 3 möchte ich kein Wort verlieren...

DeathMD 24. Okt 2017

:D

matzems 23. Okt 2017

Pauschalisierung. Ich benutze seit einiger Zeit das Mainstream - Fedora. Ist super. Ok...



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