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Kleinigkeiten am Standard-Desktop

Wie beim Vorgänger Utopic Unicorn gibt es beim Standard-Desktop Unity in Vivid kaum Änderungen. So haben die Entwickler hauptsächlich Fehler behoben, wie das Auftreten leerer oder komplett schwarzer Fenster bei der Verwendung des proprietären Treibers von Nvidia.

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Die wenigen Neuheiten sorgen aber für einen leicht verbesserten Umgang mit der Oberfläche. Möglich ist nun etwa die dauerhafte Anzeige der Fenstermenüs, statt wie bisher nur beim Überfahren mit der Maus. Zudem werden die in die Titelleisten integrierten Menüs nun in nicht fokussierten Fenstern dargestellt. Die Schaltflächen des Dash genannten Startmenüs sowie die Fenster zum Abmelden und Herunterfahren können sich nun auch über Vollbild-Anwendungen legen.

Canonical konzentriert sich offensichtlich weiter völlig darauf, den neuen mit Qt geschriebenen Desktop Unity8 samt Displayserver Mir zu erstellen. Zumindest ein Smartphone mit Ubuntu, das das neue Unity nutzt, ist bereits erhältlich. Zwar lässt sich Unity8 schon testen, die Oberfläche erinnert derzeit aber nur entfernt an einen Desktop. Es handelt sich eher um eine sehr rudimentäre Tablet-GUI, die nicht besonders gut auf die Steuerung mit Tastatur und Maus ausgelegt ist.

Andere Desktops

Kubuntu nutzt in Vivid erstmals Plasma 5 als Standard-Desktop und verabschiedet sich damit vom alten KDE SC 4. Ausgeliefert wird Plasma 5.2. Der für die kommende Woche geplante Nachfolger sollte aber nach dem Erscheinen problemlos über ein PPA installiert werden können.

Ubuntu Gnome setzt auf Version 3.14 der gleichnamigen Desktop-Umgebung. Bei dem für eher leistungsschwache Rechner gedachten Lubuntu sind fast ausschließlich Fehler behoben worden, da das kleine Team von Lubuntu den Wechsel auf Lxqt vorbereitet.

Fazit

Der Wechsel zu Systemd ist so grundlegend, dass vor allem auf Administratoren wohl viel Arbeit zukommt. Bis zur nächsten Veröffentlichung mit Langzeitunterstützung (LTS) in einem Jahr sollten die Betroffenen aber genug Zeit haben, eigene Anpassungen zu portieren und mit dem aktuellen Ubuntu zu testen. Für die meisten Desktop-Nutzer ändert sich durch Systemd nichts spürbar. Es müssen, wenn überhaupt, ein paar wenige neue Befehle erlernt werden.

Mit Angeboten wie Ubuntu Make wird deutlich, dass sich Canonical immer weiter vom Heimnutzer als Zielgruppe entfernt und stattdessen auf Programmierer und professionelle Anwender zielt. Das zeigt sich auch an der Kooperation mit Dell, welches das XPS 13 auch mit Ubuntu anbietet. Um zu überzeugen, fehlen Umake aber noch Funktionen und die Integration weiterer Projekte.

Bei seinen Serverprodukten, die Canonical auch mit Vivid weiter ausbaut, zeigt das Unternehmen, dass sich der Aufwand und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmen wohl vor allem wirtschaftlich sehr lohnen. Was das für den Desktop bedeutet, ist schwer abzusehen. Von außen betrachtet scheint dessen Weiterentwicklung fast zu stagnieren. Ob so das Ziel eingehalten werden kann, schon mit Ubuntu 16.04 in einem Jahr auf Unity8 zu wechseln, ist ungewiss.

Ubuntu 15.04 steht auf den Webseiten von Canonical zum Download bereit.

 Ubuntu für Macher
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peter_pan 29. Apr 2015

Software, die für Profis geschrieben wurde und dank des Herstellersupports eine Menge...

Seitan-Sushi-Fan 28. Apr 2015

Flash liegt generell im Sterben. Mozilla hat generell vor irgendwann das Plugin...

peter_pan 27. Apr 2015

KDE ist echt hübsch, aber sehhhr behäbig. Im Vergleich dazu sind Vista oder Unity...

Seitan-Sushi-Fan 27. Apr 2015

Wundert nicht, dass jemand, der KDE 5 sagt, Tearing für eine Angelegenheit...

Anonymer Nutzer 26. Apr 2015

Ich meine ebenda gelesen zu haben, dass es zu Problemen führt und deshalb nicht angeboten...


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