Unterbau und Fazit

Die Grundlage für Ubuntu 14.04 bildet ein auf Linux 3.13.6 basierender Kernel. Dieser enthält erstmals den Paketfilter Nftabels und die obligatorischen Verbesserungen an den freien Grafiktreibern. Diese sollen vor allem bei einigen AMD-Karten die Leistung von 3D-Spielen deutlich steigern. Nutzer von Intels Bay-Trail-Chips sollten für eine gute Grafikunterstützung auf das Mainline-PPA mit aktuellem Kernel und dem neuen Treiber-Stack DRM-Next ausweichen. Aktuelle X-Server mit Userspace-Treibern stehen wie immer über das X.org-Edgers bereit.

  • Die Fenster in Unity haben keine Ränder mehr. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Menüleiste lässt sich wieder in das Fenster versetzen, ...(Screenshot: Golem.de)
  • ... bei manchen Anwendungen fällt das aber kaum auf. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Fensterleisten werden nur durch Überfahren mit dem Mauszeiger aktiviert. (Screenshot: Golem.de)
  • Unity nutzt als Basis Gnome 3.10 ... (Screenshot: Golem.de)
  •  ... und forkt dafür einige Anwendungen ...(Screenshot: Golem.de)
  •  ...wie die Systemeinstellungen. (Screenshot: Golem.de)
  •  Unity8 als Smartphone-Shell ...(Screenshot: Golem.de)
  • ... und als Tablet-Shell (Screenshot: Golem.de)
  • Kubuntu verwendet KDE SC 4.13 ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... mit neuem Netzwerk-Plasmoid ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... automatischem Crash-Report ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... und verbessertem App-Store ... (Screenshot: Golem.de)
  • Pepperflash für Chromium (Screenshot: Golem.de)
  • Oxide für Qt-Apps (Screenshot: Golem.de)
  • Apt 1.0 (Screenshot: Golem.de)
  • Linux 3.13 als zentrales Bestandteil (Screenshot: Golem.de)
Linux 3.13 als zentrales Bestandteil (Screenshot: Golem.de)

Laptop-Nutzer, deren Geräte Nvidias Optimus Technologie unterstützen, können mit Nvidia-Prime 0.5 ein besseres Zusammenspiel der beiden Grafikchips erwarten. So soll eine kaputte X.org-Konfigurationsdatei nun automatisch wiederhergestellt werden und Fehler mit der Firmware sollen verhindert werden.

Fazit

Die Entwicklung des Ubuntu-Desktop wird spürbar langsamer, was uns beim Test der letzten Version vor einem halben Jahr deutlich auffiel. Da das Betriebssystem fünf Jahre lang gepflegt werden soll, ergibt es Sinn, dass Canonical nur wenige Neuerungen in den Desktop integriert, um den Support-Aufwand gering zu halten.

Doch dieses Vorgehen scheint nicht geplant, sondern eine Folge der derzeit sehr verzögerten Entwicklung des neuen Unity 8 und des Displayservers Mir zu sein. Zwar benötigt eine komplett neue Implementierung eines Desktops sehr viel Zeit, doch mit dem Abwenden von einem Großteil der Community und den vielen Alleingängen steht sich Canonical womöglich selbst im Weg.

So schätzt etwa Entwickler Sebastian Kügler,, dass die neue Ubuntu-QML-Oberfläche etwa auf dem Stand der KDE-Technologie von vor zweieinhalb Jahren sei, und fragt sich, was wohl geschehen wäre, wenn Canonical sich zu einer Zusammenarbeit mit KDE entschlossen hätte. Diese Frage lässt sich auch in Bezug auf den Abschied von X11 stellen, immerhin veröffentlichte Jolla bereits im Dezember ein Smartphone mit QML-Oberfläche und dem Displayserver Wayland.

Doch das ist alles größtenteils Spekulation. Mit Ubuntu 14.04 liefern Canonical und die Community eine stabile Distribution ab, die alle notwendigen Paket-Updates bereitstellt.

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Trockenobst 01. Mai 2014

Die anderen 20+ Varianten vom Desktop und der 100ste Paketmanager und jetzt auch startd...

n0m 28. Apr 2014

Kurz (EINE Lösung): - VBox Gast Netwerkadapter auf NAT stellen und unten in der...

Bigfoo29 28. Apr 2014

Die meisten Leute kritisieren, dass sie erst die X11 und später die Wayland-Entwickler...

iRofl 22. Apr 2014

Oder KDE 4! Generell gibt es soweit ich weiß KDE eh nur in hässlich. Aber das ist okey...



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