Ubuntu 13.10 im Test: Kaum Neues beim Desktop

Traditionell gibt sich Canonical in den kurzlebigen Zwischenversionen von Ubuntu äußerst experimentell. Diesmal fallen die Neuerungen in der Desktopversion jedoch bescheiden aus. Die Entwickler konzentrieren sich stattdessen auf Ubuntu Touch und Mir, die allerdings noch nicht nutzbar sind.

Ein Test von veröffentlicht am
Der Salamander ist das Wappentier für Ubuntu 13.10.
Der Salamander ist das Wappentier für Ubuntu 13.10. (Bild: Marek Szczepanek/GFDL)

Ubuntu 13.10 alias Saucy Salamander soll die letzte Version mit dem traditionellen Unity-Desktop werden. Bereits zum nächsten langlebigen Ubuntu 14.04 LTS soll die vereinte Benutzeroberfläche Unity 8 für mobile Geräte und Smart-TVs auch auf PCs laufen. Entsprechend mager fallen die Neuerungen in Ubuntu 13.10 aus. Es gibt ein paar augenscheinliche Tweaks, der Wechsel auf eine Qt-basierte Benutzeroberfläche schreitet voran und es gibt eine Reaktion auf die Nutzerkritik an der Universalsuche.

  • Der Desktop von Ubuntu 13.10 (Screenshots: Golem.de)
  • Die Scopes der semantischen Desktopsuche wurden deutlich erweitert.
  • Die Scopes lassen sich individuell ausschalten.
  • GTK+3-Anwendungen wurden besser an Unity angepasst, hier im Dateimanager Nautilus.
  • Das Tastaturlayout lässt sich jetzt über die System-Applets anpassen.
  • Am Fenstermanager Compiz haben die Canonical-Entwickler gearbeitet.
  • Weitere Wallpapers aus der Community sind ebenfalls integriert.
  • XMir ist zwar nicht Standard, lässt sich aber installieren und nutzen und funktioniert weitgehend gut.
  • Kubuntu 13.10 hat KDE SC 4.11 integriert...
  • ...und bietet eine erweiterte Hilfe.
  • Muon heißt jetzt Muon Discover und sieht ähnlich aus wie das Software Center in Ubuntu.
  • Der nächste Unity-Desktop lässt sich versuchsweise installieren,...
  • ...gilt aber als experimentell und lässt sich...
  • ...kaum vernünftig nutzen.
  • Es fehlen beispielsweise Icons.
  • Die Vorschau zeigt aber, wie sich Canonical...
  • ...den neuen Desktop...
  • vorstellt.
Der Desktop von Ubuntu 13.10 (Screenshots: Golem.de)
Inhalt:
  1. Ubuntu 13.10 im Test: Kaum Neues beim Desktop
  2. XMir macht sich gut

Mit seinem Desktop-Applet für Amazon hat sich Canonical viel Ärger eingehandelt. Das Applet wurde in Ubuntu 12.10 in die Universalsuche des Desktops integriert und zeigte neben lokalen Suchergebnissen auch Einkaufsvorschläge im Onlineversandhaus an. Datenschutzbedenken folgten auf Meldungen über unverschlüsselte Übertragungen an Amazon. Richard Stallman nannte Ubuntu daraufhin Spyware.

Erst zögerlich reagierte Canonical in Ubuntu 13.04 mit einer Option, die Onlinesuche komplett zu deaktivieren. In der aktuellen Version wurde die semantische Suche im Netz nichtsdestotrotz erweitert, etwa um das Wetter, Ergebnisse aus Wikipedia oder Angebote bei eBay. Sämtliche Quellen zeigt Ubuntu im Dash an, wenn die Option "Suchergebnisse filtern" aufgeklappt wird. Canonical verspricht zwar, dass die Suche anonym über die Canonical-Server erfolgt, gibt aber dazu noch keine detaillierten Informationen preis.

Websuche mit Scopes

Diese Such-Applets - sogenannte Smartscopes oder einfach Scopes - lassen sich immerhin individuell deaktivieren. Dazu muss die Tastenkombination Windows-Taste+A gedrückt werden. Unter der Rubrik "Dash-Erweiterungen" werden sämtliche Scopes aufgelistet. Mit einem Klick auf die jeweilige Dash-Erweiterung erscheint die Option zur Deaktivierung. Auch die in Ubuntu 13.04 eingeführte Möglichkeit, komplett auf eine Onlinesuche zu verzichten, gibt es in den Systemeinstellungen weiterhin.

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Zu den System- und Benachrichtigungsapplets ist eines hinzugekommen, über das sich das Tastaturlayout schnell ändern lässt. Ein Tweak passt die Werkzeugleiste in GTK+3-Applikationen besser an die Ubuntu-Themes an. Vor allem im Dateimanager Nautilus fällt diese Anpassung positiv auf. Und dann wäre da noch das leicht veränderte Desktop-Theme, das jeder neuen Version von Ubuntu beiliegt. Weitere 18 Wallpapers aus der Community stehen dem Anwender ebenfalls zur Verfügung. Im Installer wurde ein weiterer Schritt hinzugefügt, über den ein Ubuntu-One-Konto eingerichtet oder ein bestehendes gleich aktiviert werden kann. Canonical bietet dort 5 GByte kostenfreien Onlinespeicher an. Dort gespeicherte Kontakte, Lesezeichen, Notizen oder Dateien sowie im Ubuntu One Music Store gekaufte Musik können dann zwischen verschiedenen Geräten synchronisiert werden.

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XMir macht sich gut 
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    Von Hanno Böck

Clusternate 21. Okt 2013

Hi Ich habe 13.04 bei mir drauf und würde gerna updaten und es verlangt bei Update ein...

lueku 21. Okt 2013

Es ist schon so, dass Apple und Google ihre System immer mehr miteinander gleichen. Und...

lueku 21. Okt 2013

Über manjaro weiss ich zu wenig, um darüber zu beurteilen. Ich kenne, da ich aus der KDE...

Wahrheitssager 20. Okt 2013

Da man bei Ubuntu seit Jahren den "gleichen" Veröffentlichungszyklus hat kann man nur MS...

Wahrheitssager 20. Okt 2013

Ganz so einfach wird es nicht. Ich würde mich nichtmal wundern, wenn Canonical sogar...


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