uBlock Origin: Beliebter Adblocker kapituliert vor Facebook-Werbung
Wer den beliebten Werbeblocker uBlock Origin verwendet, wird sich zumindest auf Facebook in Zukunft mit sichtbaren Werbeanzeigen abfinden müssen. Wie einer der Entwickler auf Reddit erklärte(öffnet im neuen Fenster), will das uBlock-Team Metas Social-Media-Plattform nicht länger unterstützen. Das Katz-und-Maus-Spiel um blockierte Anzeigen scheint das Entwicklerteam mittlerweile zu überfordern.
"Es ist eine widerwärtige, nutzerfeindliche Website", erklärte der uBlock-Entwickler bezüglich Facebook. "Das Einzige, was sie tut, ist, Open-Source-Projekte zu beobachten, die alles öffentlich machen und sich ihrer Bereitstellung bösartiger Werbeanzeigen entgegensetzen. Ja, genau das tun die Entwickler, die siebenstellige Dollar-Gehälter beziehen."
Anwender rief der Entwickler zudem dazu auf, Facebook mit einem harten Feedback abzustrafen. "Sich ihnen zu fügen, die Website weiterhin zu besuchen und sie zu unterstützen, ist das Schlimmste, was man tun kann", erklärte er weiter.
Eine Arbeit, die kein Ende nimmt
Dass Anbieter von Werbeblockern ein endloses Katz-und-Maus-Spiel mit der Werbebranche spielen, ist hinlänglich bekannt. Auch Google fällt immer wieder durch neue Maßnahmen auf, um Adblocker auf Youtube zu erkennen und Nutzer dazu zu drängen, diese zu deaktivieren und für werbefreies Streaming stattdessen ein kostenpflichtiges Premium-Abonnement abzuschließen.
Facebook scheint aber mit seinen Gegenmaßnahmen besonders eifrig zu sein, wie die Meldung des uBlock-Entwicklers zeigt. Einige Nutzer konnten die Auswirkungen des eingestellten Facebook-Supports bereits feststellen(öffnet im neuen Fenster) und diskutieren nun auf Reddit(öffnet im neuen Fenster) über alternative Filterlisten und Werbeblocker, die auf Facebook weiterhin funktionieren.
Der Anfang vom Ende des Adblockers?
Ein Reddit-Nutzer äußerte die Befürchtung(öffnet im neuen Fenster), andere Konzerne könnten durch den Vorfall dazu animiert werden, ebenfalls verstärkt gegen Werbeblocker vorzugehen, "da sie nun wissen, dass uBlock Origin irgendwann aufgeben wird, wenn sie nur hart genug dran bleiben".
Der uBlock-Entwickler entgegnete jedoch, es stehe jedem frei, selbst einen Beitrag zu verwendeten Open-Source-Tools zu leisten. "Die Nutzer sind die wirksamsten Waffen gegen solche Websites. Wenn du nicht aufhören kannst, nutzerfeindliche Websites zu besuchen, kann dir nichts helfen", erklärte der Entwickler zudem. "Verlasse dich nicht darauf, dass ein paar Freiwillige die ganze Arbeit schultern, auf die sie keine Lust mehr haben."
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