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Ubitricity: Schneckentempo beim Berliner Ladesäulen-Straßenlampenumbau

Ubitricity hat von den geplanten 1.000 Straßenlaternen in Berlin erst 58 zu Ladesäulen aufgerüstet.
/ Andreas Donath
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Laternenladepunkt von Ubitricity (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Laternenladepunkt von Ubitricity Bild: Friedhelm Greis/Golem.de

Der in Berlin geplante Umbau von Straßenlaternen zu Ladesäulen kommt laut einem Zeitungsbericht nicht voran. Weil die Nachfrage nach Ladeinfrastruktur steigt, sollten 1.000 Straßenlaternen in Ladesäulen umgewandelt werden. Das sollte das Berliner Start-up Ubitricity übernehmen, das die Ausschreibung für das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz finanzierte Projekt Neue Berliner Luft gewonnen hatte.

Von den geplanten 1.000 Straßenlaternen seien bislang jedoch erst 58 zu Ladesäulen aufgerüstet worden, berichtete die Berliner Zeitung(öffnet im neuen Fenster) . Die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz begründet die Verzögerungen damit, dass es Schwierigkeiten bei der Koordination mit den Bezirken und dem Netzbetreiber Stromnetz Berlin gebe. Die Behörde gibt zudem dem Wetter, der großen Zahl von Akteuren und den Krankenständen die Schuld.

Zudem erwiesen sich viele Laternenmasten als ungeeignet für die Anbringung von Ladestationen. Um diese Probleme zu lösen, entwickelte das Unternehmen nach Angaben von Firmensprecherin Nicole Anhoff-Rosin Adapter. Alte Betonmasten müssten teilweise sogar ausgetauscht werden, heißt es in dem Bericht.

In der Oberfeldstraße in Marzahn-Hellersdorf befinden sich die einzigen zehn Laternenladepunkte im Bezirk – dort werden die Ladepunkte am Straßenrand aber gar nicht benötigt, weil die meisten Bewohner in eigenen Häusern leben.

Dem Bericht zufolge sehen interne Pläne der Senatsumweltverwaltung vor, bis zum Sommer 2023 eine dreistellige Anzahl an Laternenladepunkten zu installieren, was im schlechtesten Fall 100 Stück wären.

Der Autor meint dazu:

Es ist bedauerlich aber für Berlin keineswegs verwunderlich, dass die Umsetzung des Projekts so schleppend vorangeht. Die Umwandlung von Straßenlaternen zu Ladesäulen könnte einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur leisten und den Umstieg auf die Elektromobilität erleichtern, gerade für Mieter. Immerhin gibt es in Berlin mehr als 250.000 Straßenlaternen.


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