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Ubisoft: Sperren und Chatfilter für Rainbow Six Siege angekündigt

In der Community von Rainbow Six Siege geht es teils sehr rau zu, nun will Ubisoft das nicht länger dulden: Stärkeres Monitoring einzelner Spieler, neue Sperren und stark erweiterte Filteroptionen im Chat sollen sogenanntes toxisches Verhalten künftig so weit wie möglich verhindern.

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Artwork von Rainbow Six Siege
Artwork von Rainbow Six Siege (Bild: Ubisoft)

Der Umgang von Spielern untereinander beschäftigt derzeit die Spielebranche, nun meldet sich Ubisoft mit Plänen für Verbesserungen in Rainbow Six Siege zu Wort. "In den nächsten Jahren wollen wir uns als Team auf das Toxizitätsmanagement konzentrieren", schreiben die Entwickler in ihrem Blog. "Toxizität" ist das Wort, das sich derzeit als Beschreibung für einen rassistischen, sexistischen oder schlicht allgemein giftig-hasserfüllten Umgang unter Spielern auch in Deutschland etabliert.

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Die Entwickler von Ubisoft schreiben, dass sie bereits jetzt im Detail verfolgten, wie häufig einzelne Spieler rassistische oder homophobe Verunglimpfungen verwenden. Das solle nun mit Sperren im Spiel geahndet werden. Dabei seien abhängig von der Schwere der Vergehen mehrere Stufen vorgesehen - los gehe es mit zwei Tagen, aber auch dauerhafte Sperren seien möglich.

Außerdem soll es im Laufe des Jahres eine Funktion geben, um im Text- und Sprachchat gezielt bestimmte Mitstreiter zu blockieren. "Ihr könnt etwa den Textchat von Spieler A, den Sprachchat von Spieler B, Text und Stimme für Spieler C und nichts für Spieler D stummschalten", so das Studio. Zusätzlich sollen durch automatisierte Filter von vornherein bestimmte Wörter unterdrückt werden - ob das nur für Texte oder auch für Sprache vorgesehen ist, ist derzeit unklar.

Die Entwickler kündigen zudem an, sich endlich ernsthaft um das Problem des sogenannten Team Killing zu kümmern - also um Spieler, die aus Spaß am Trollen ihre eigenen Kameraden ausschalten. Das ist zwar schon seit Jahren mit Sanktionen belegt, künftig soll Team Killing aber konsequenter über mehrere Partien hinweg verfolgt und dann geahndet werden können; Details verrät Ubisoft nicht.

Toxisches und anderweitig problematisches Verhalten hat gerade erst auf der GDC 2018 für viele Diskussionen gesorgt. Anlass war unter anderem eine Studie von Microsoft, der zufolge rund 20 Prozent der Spieler, die gerne in Onlinespielen antreten würden, das wegen des teils belastenden Umgangstons nicht mehr oder nur noch sehr selten tun. Vermutlich gibt es eine sehr hohe Anzahl an Personen, die, durch entsprechende Erfahrungsberichte gewarnt, erst gar nicht in Multiplayermatches antreten. Für einen Multiplayertitel wie Rainbow Six Siege bedeutet das hohe Umsatzausfälle.

Dazu kommt ein hoher Aufwand für die Betreuung der Communities in Foren - und nicht zuletzt sagen viele Entwickler bei Treffen und Tagungen, dass sie auch schlicht persönlich vom schlechten Umgangston in einem kleinen, aber oft sehr lautstarken Teil ihrer Community genervt seien.

Im März 2018 wurde die Gründung der Fair Play Alliance bekannt gegeben. In diesem Verbund wollen Firmen wie Blizzard, Epic, Twitch, CCP Games, Riot Games und Microsoft gemeinsam daran arbeiten, dass Spieler bei der Ausübung ihres Hobbys fair und freundlich miteinander umgehen.



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Sharra 09. Apr 2018

Das ist schon klar. Aber integrierte Sprachchats haben eben zuweilen auch Vorteile, die...

chefin 09. Apr 2018

Klingt irgendwie logisch: Leute die ein Game nicht mehr spielen trifft man auch nicht...

chefin 09. Apr 2018

Tja, das Problem gäbe es nicht, wenn man persönlich Leute mit solchem Umgangston...

Legacyleader 08. Apr 2018

Die Monster Hunter Community ist die beste derzeit. Ich hab nach 280 Spielstunden den...


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