Abo
  • IT-Karriere:

Ubisoft: Sperren und Chatfilter für Rainbow Six Siege angekündigt

In der Community von Rainbow Six Siege geht es teils sehr rau zu, nun will Ubisoft das nicht länger dulden: Stärkeres Monitoring einzelner Spieler, neue Sperren und stark erweiterte Filteroptionen im Chat sollen sogenanntes toxisches Verhalten künftig so weit wie möglich verhindern.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Rainbow Six Siege
Artwork von Rainbow Six Siege (Bild: Ubisoft)

Der Umgang von Spielern untereinander beschäftigt derzeit die Spielebranche, nun meldet sich Ubisoft mit Plänen für Verbesserungen in Rainbow Six Siege zu Wort. "In den nächsten Jahren wollen wir uns als Team auf das Toxizitätsmanagement konzentrieren", schreiben die Entwickler in ihrem Blog. "Toxizität" ist das Wort, das sich derzeit als Beschreibung für einen rassistischen, sexistischen oder schlicht allgemein giftig-hasserfüllten Umgang unter Spielern auch in Deutschland etabliert.

Stellenmarkt
  1. Diehl Metering GmbH, Nürnberg
  2. MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen

Die Entwickler von Ubisoft schreiben, dass sie bereits jetzt im Detail verfolgten, wie häufig einzelne Spieler rassistische oder homophobe Verunglimpfungen verwenden. Das solle nun mit Sperren im Spiel geahndet werden. Dabei seien abhängig von der Schwere der Vergehen mehrere Stufen vorgesehen - los gehe es mit zwei Tagen, aber auch dauerhafte Sperren seien möglich.

Außerdem soll es im Laufe des Jahres eine Funktion geben, um im Text- und Sprachchat gezielt bestimmte Mitstreiter zu blockieren. "Ihr könnt etwa den Textchat von Spieler A, den Sprachchat von Spieler B, Text und Stimme für Spieler C und nichts für Spieler D stummschalten", so das Studio. Zusätzlich sollen durch automatisierte Filter von vornherein bestimmte Wörter unterdrückt werden - ob das nur für Texte oder auch für Sprache vorgesehen ist, ist derzeit unklar.

Die Entwickler kündigen zudem an, sich endlich ernsthaft um das Problem des sogenannten Team Killing zu kümmern - also um Spieler, die aus Spaß am Trollen ihre eigenen Kameraden ausschalten. Das ist zwar schon seit Jahren mit Sanktionen belegt, künftig soll Team Killing aber konsequenter über mehrere Partien hinweg verfolgt und dann geahndet werden können; Details verrät Ubisoft nicht.

Toxisches und anderweitig problematisches Verhalten hat gerade erst auf der GDC 2018 für viele Diskussionen gesorgt. Anlass war unter anderem eine Studie von Microsoft, der zufolge rund 20 Prozent der Spieler, die gerne in Onlinespielen antreten würden, das wegen des teils belastenden Umgangstons nicht mehr oder nur noch sehr selten tun. Vermutlich gibt es eine sehr hohe Anzahl an Personen, die, durch entsprechende Erfahrungsberichte gewarnt, erst gar nicht in Multiplayermatches antreten. Für einen Multiplayertitel wie Rainbow Six Siege bedeutet das hohe Umsatzausfälle.

Dazu kommt ein hoher Aufwand für die Betreuung der Communities in Foren - und nicht zuletzt sagen viele Entwickler bei Treffen und Tagungen, dass sie auch schlicht persönlich vom schlechten Umgangston in einem kleinen, aber oft sehr lautstarken Teil ihrer Community genervt seien.

Im März 2018 wurde die Gründung der Fair Play Alliance bekannt gegeben. In diesem Verbund wollen Firmen wie Blizzard, Epic, Twitch, CCP Games, Riot Games und Microsoft gemeinsam daran arbeiten, dass Spieler bei der Ausübung ihres Hobbys fair und freundlich miteinander umgehen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Grafikkarten, Monitore, Mainboards)
  2. 249,00€ + Versand
  3. 72,99€ (Release am 19. September)

Sharra 09. Apr 2018

Das ist schon klar. Aber integrierte Sprachchats haben eben zuweilen auch Vorteile, die...

chefin 09. Apr 2018

Klingt irgendwie logisch: Leute die ein Game nicht mehr spielen trifft man auch nicht...

chefin 09. Apr 2018

Tja, das Problem gäbe es nicht, wenn man persönlich Leute mit solchem Umgangston...

Legacyleader 08. Apr 2018

Die Monster Hunter Community ist die beste derzeit. Ich hab nach 280 Spielstunden den...


Folgen Sie uns
       


Cepton Lidar angesehen

So funktioniert der Laserscanner des US-Startups Cepton.

Cepton Lidar angesehen Video aufrufen
Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

IT-Headhunter: ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
IT-Headhunter
ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

Marco Nadol vermittelt für Hays selbstständige Informatiker, Programmierer und Ingenieure in Unternehmen. Aus langjähriger Erfahrung als IT-Headhunter weiß er mittlerweile sehr gut, was ihre Chancen auf dem Markt erhöht und was sie verschlechtert.
Von Maja Hoock

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?
  3. Milla Bund sagt Pläne für KI-gesteuerte Weiterbildungsplattform ab

Kontist, N26, Holvi: Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer
Kontist, N26, Holvi
Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer

Ein mobiles und dazu noch kostenloses Geschäftskonto für Freiberufler versprechen Startups wie Kontist, N26 oder Holvi. Doch sind die Newcomer eine Alternative zu den Freelancer-Konten der großen Filialbanken? Ja, sind sie - mit einer kleinen Einschränkung.
Von Björn König


      •  /