Ubisoft: Scalar schickt leistungshungrige Prozesse in die Cloud

Kein Spielestreaming, sondern eine neue Technologie für Assassin's Creed und andere Games: Ubisoft stellt Scalar vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Assassin's Creed
Artwork von Assassin's Creed (Bild: Ubisoft)

Im Rahmen der Games Developers Conference 22 (GDC 22) in San Francisco hat Ubisoft eine neue Technologie namens Scalar vorgestellt. Der Begriff greift das Wort "Skalieren" auf, weil es um anpassbare Leistung aus der Cloud für normalerweise lokal berechnete Prozesse in einem Spiel geht. Mit dem klassischen Spielestreaming (Cloud Gaming) wie bei Google Stadia hat die Neuheit nichts zu tun.

Stellenmarkt
  1. Systementwickler / Administrator IoT-Solutions (w/m/d)
    KHS GmbH, Dortmund
  2. Kundenberater für technischen Support im After Sales Service / Customer Care Agent (m/w/d)
    HEGLA GmbH & Co. KG Wartung und Service, Lauenförde (zwischen Göttingen, Kassel und Paderborn)
Detailsuche

Stattdessen sollen die Laufzeitumgebungen Snowdrop (The Division) und Anvil (Assassin's Creed) bestimmte Prozesse vom Rechner oder von der Konsole der Spieler auf letztlich unbegrenzt skalierbare Hardware in Serverzentren auslagern können.

Wo möglich, lassen sich die Berechnungen laut Ubisoft zudem im Cache ablegen, von wo aus sie global abgerufen werden können. Dadurch müssen nicht immer die gleichen Aufgaben neu bearbeitet werden.

Exemplarisch nennt Ubisoft die Bereiche Physik, Audio und KI - also Komponenten, bei denen anders als bei vielen Grafikeffekten nicht unbedingt jede etwas größere Netzwerklatenz sofort auffällt.

Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    29./30.08.2022, virtuell
  2. DP-203 Data Engineering on Microsoft Azure: virtueller Vier-Tage-Workshop
    12.-15.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Entwickler sagen, dass Scalar eine "Microservice-Architektur" verwende und plattformunabhängig eingesetzt werden könne. Die Rechenpower aus der Cloud könne jederzeit in laufenden Sessions dazugeschaltet werden, sobald dies nötig sei - ohne Programmupdates und sogar ohne Unterbrechung der laufenden Partien.

Einsatz bei Assassin's Creed Infinity denkbar

Scalar kann nach und nach von allen Entwicklerstudios, die zu Ubisoft gehören, bei Bedarf für dafür geeignete Spiele verwendet werden. Bislang hat Ubisoft noch nicht verraten, in welchen Games die Technologie künftig tatsächlich zum Einsatz kommt.

Assassin's Creed Valhalla - Standard Edition (kostenloses Upgrade auf PS5) - [PlayStation 4]

Es erscheint allerdings naheliegend, dass Scalar auch bei Assassin's Creed Infinity, dem ohne Nennung von Details angekündigten vernetzten Großprojekt, für besonders realistisches Gegnerverhalten oder glaubwürdige Physikeffekte sorgen könnte.

Für Scalar war hauptsächlich die Ubisoft-Niederlassung in Stockholm verantwortlich. Außerdem haben die Filialen in Malmö, Helsinki, Budapest und in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw bei der Arbeit geholfen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Steven Lake 21. Mär 2022

Wobei Server auch anders arbeiten können. Würde der Server alles berechnen, wären...

dirk_diggler 20. Mär 2022

Du willst realistischere Schatten? Kein problem für eine servicegebühr nur 19,99¤ gibt es...

terraformer 20. Mär 2022

Die Gefahr besteht. Aber falls das optional bliebe, könnte es für ältere Hardware...

LH 19. Mär 2022

Rechenleistung ist extrem billig, vor allem für einen großen Kunden. Allerdings ist...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
LG OLED42C27LA im Test
Ein OLED-Fernseher als riesiger Bildschirmersatz

Der 42 Zoll große LG OLED C2 passt doch perfekt auf den Tisch. Er gibt einen tollen Monitor für Games und Office ab, trotz TV-Herkunft.
Ein Test von Oliver Nickel

LG OLED42C27LA im Test: Ein OLED-Fernseher als riesiger Bildschirmersatz
Artikel
  1. Maschinelles Lernen und Autounfälle: Es muss nicht immer Deep Learning sein
    Maschinelles Lernen und Autounfälle
    Es muss nicht immer Deep Learning sein

    Nicht nur das autonome Fahren, sondern auch die Fahrzeugsicherheit könnte von KI profitieren - nur ist Deep Learning nicht unbedingt der richtige Ansatz dafür.
    Von Andreas Meier

  2. Geplante Obsoleszenz: Epson entdeckt die Nachhaltigkeit bei Druckern
    Geplante Obsoleszenz
    Epson entdeckt die Nachhaltigkeit bei Druckern

    Epson reagiert auf Vorwürfe zu geplanter Obsoleszenz: Auf der Hilfeseite zu Druckern liegt der Fokus jetzt auf Reparatur, nicht auf Entsorgung.

  3. Bitblaze Titan samt Baikal-M: Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig
    Bitblaze Titan samt Baikal-M
    Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig

    Ein 15-Zöller mit ARM-Prozessor: Der Bitblaze Titan soll sich für Office und Youtube eignen, die Akkulaufzeit aber ist fast schon miserabel.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Palit RTX 3080 Ti 1.099€, Samsung SSD 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,99€, Samsung Neo QLED TV (2022) 50" 1.139€, AVM Fritz-Box • Asus: Bis 840€ Cashback • MindStar (MSI RTX 3090 Ti 1.299€, AMD Ryzen 7 5800X 288€) • Microsoft Controller (Xbox&PC) 48,99€ [Werbung]
    •  /