Ubisoft: Scalar schickt leistungshungrige Prozesse in die Cloud

Kein Spielestreaming, sondern eine neue Technologie für Assassin's Creed und andere Games: Ubisoft stellt Scalar vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Assassin's Creed
Artwork von Assassin's Creed (Bild: Ubisoft)

Im Rahmen der Games Developers Conference 22 (GDC 22) in San Francisco hat Ubisoft eine neue Technologie namens Scalar vorgestellt. Der Begriff greift das Wort "Skalieren" auf, weil es um anpassbare Leistung aus der Cloud für normalerweise lokal berechnete Prozesse in einem Spiel geht. Mit dem klassischen Spielestreaming (Cloud Gaming) wie bei Google Stadia hat die Neuheit nichts zu tun.

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Stattdessen sollen die Laufzeitumgebungen Snowdrop (The Division) und Anvil (Assassin's Creed) bestimmte Prozesse vom Rechner oder von der Konsole der Spieler auf letztlich unbegrenzt skalierbare Hardware in Serverzentren auslagern können.

Wo möglich, lassen sich die Berechnungen laut Ubisoft zudem im Cache ablegen, von wo aus sie global abgerufen werden können. Dadurch müssen nicht immer die gleichen Aufgaben neu bearbeitet werden.

Exemplarisch nennt Ubisoft die Bereiche Physik, Audio und KI - also Komponenten, bei denen anders als bei vielen Grafikeffekten nicht unbedingt jede etwas größere Netzwerklatenz sofort auffällt.

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Die Entwickler sagen, dass Scalar eine "Microservice-Architektur" verwende und plattformunabhängig eingesetzt werden könne. Die Rechenpower aus der Cloud könne jederzeit in laufenden Sessions dazugeschaltet werden, sobald dies nötig sei - ohne Programmupdates und sogar ohne Unterbrechung der laufenden Partien.

Einsatz bei Assassin's Creed Infinity denkbar

Scalar kann nach und nach von allen Entwicklerstudios, die zu Ubisoft gehören, bei Bedarf für dafür geeignete Spiele verwendet werden. Bislang hat Ubisoft noch nicht verraten, in welchen Games die Technologie künftig tatsächlich zum Einsatz kommt.

Assassin's Creed Valhalla - Standard Edition (kostenloses Upgrade auf PS5) - [PlayStation 4]

Es erscheint allerdings naheliegend, dass Scalar auch bei Assassin's Creed Infinity, dem ohne Nennung von Details angekündigten vernetzten Großprojekt, für besonders realistisches Gegnerverhalten oder glaubwürdige Physikeffekte sorgen könnte.

Für Scalar war hauptsächlich die Ubisoft-Niederlassung in Stockholm verantwortlich. Außerdem haben die Filialen in Malmö, Helsinki, Budapest und in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw bei der Arbeit geholfen.

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Steven Lake 21. Mär 2022

Wobei Server auch anders arbeiten können. Würde der Server alles berechnen, wären...

dirk_diggler 20. Mär 2022

Du willst realistischere Schatten? Kein problem für eine servicegebühr nur 19,99¤ gibt es...

terraformer 20. Mär 2022

Die Gefahr besteht. Aber falls das optional bliebe, könnte es für ältere Hardware...

LH 19. Mär 2022

Rechenleistung ist extrem billig, vor allem für einen großen Kunden. Allerdings ist...



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