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Ubisoft: Rainbow Six Siege wird wegen China weltweit geschnitten

Keine Totenköpfe, keine anzügliche Leuchtreklame und kein Blut: Ubisoft hat für die nächste Saison von Rainbow Six Siege weltweit Schnitte angekündigt, um das Spiel in China veröffentlichen zu können.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Rainbow Six Siege (Bild: Ubisoft)
Artwork von Rainbow Six Siege Bild: Ubisoft

Der Publisher Ubisoft hat die Community von Rainbow Six Siege über weltweit geplante Änderungen in der nächsten Saison informiert – und damit Empörung verursacht. Konkret geht es darum, dass etwa für Nahkampfaktionen statt eines Messers künftig eine Faust als Symbol verwendet wird – an der Animation selbst ändert sich nichts.

Als Symbol für Tod ist anstelle eines Totenkopfs ein stilisierter Oberköper zu sehen. Glücksspielautomaten sollen ebenso wie Bluteffekte aus dem Programm entfernt werden, in einem Rotlichtbezirk ist statt einer Leuchtreklame mit einer nackten Frau nur ein großer Finger zu sehen.

Rainbow Six Siege – Trailer (Orte)
Rainbow Six Siege – Trailer (Orte) (01:21)

Ubisoft stellte die Details mit Vergleichsbildern in seinem Firmenblog(öffnet im neuen Fenster) vor. Die Änderungen werden laut Unternehmen aus Rücksicht auf die bevorstehende Veröffentlichung in Asien vorgenommen. China wird dabei zwar nicht genannt, aber es dürfte so gut wie nur um diesen Markt gehen, in dem die Jugendschutzbehörden seit einigen Monaten strenger als früher gegen ungewollte Inhalte vorgehen.

Die Änderungen werden weltweit vorgenommen. Ubisoft begründete dies damit, dass so " doppelte Arbeit auf Seiten der Entwickler reduziert " werde. Dadurch sei ein schnelleres und flexibleres Vorgehen möglich. Außerdem werde so sichergestellt, dass auch in künftigen Versionen von Rainbow Six Siege alle " globalen Vorschriften " eingehalten würden.

Allerdings: Die Spieler in China werden zwar die gleiche Version wie der Rest der Welt spielen können, aber nicht mit dem Rest der Welt. Laut Ubisoft müssen Gamer aus China auf ihren eigenen Servern untereinander kämpfen. Die Verwendung von VPNs werde unterbunden, schrieb ein Mitarbeiter des Unternehmens auf Reddit(öffnet im neuen Fenster) .

Die Community reagierte empört. Zum einen wird Ubisoft vorgeworfen, aus Gewinnstreben das eigene Spiel zu zensieren, um den Vorgaben der chinesischen Behörden zu genügen. Zum anderen befürchten viele Fans, dass – anders als von Ubisoft versprochen – die Änderungen doch Auswirkungen auf das Gameplay haben. So lässt sich anhand von Blutflecken etwa erkennen, wo gerade ein Schusswechsel stattgefunden hat, und ob sich möglicherweise noch Gegner in der Nähe befinden.


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