Ubisoft: Rainbow-Six-Siege-Server wegen Hack heruntergefahren

Am 26. Dezember sind Millionen Einheiten der Ingame-Währung R6-Credits auf diversen Rainbow-Six-Siege-Accounts gelandet. Auch seltene Gegenstände tauchten bei einigen Spielern im Inventar auf. Andere Spieler wurden aus dem Nichts gesperrt. Ubisoft schaltete daraufhin Spielserver und Marktplatz vorübergehend ab(öffnet im neuen Fenster) .
Bann-Benachrichtigungen zweckentfremdet
Auf Social Media meldeten sich viele Spieler des Taktik-Shooters, nachdem sie seltsame Änderungen in ihrem Inventar oder Nachrichten über das Benachrichtigungssystem bemerkten. Mit diesen Benachrichtigungen wurden Spieler in einem Match über Sperrungen informiert; Ubisoft hatte dieses System allerdings in einem vorherigen Update deaktiviert. Die Hacker nutzten die Nachrichten für mehr oder weniger humoristische Äußerungen gegenüber dem Konzern.
Auf X gab Ubisoft bekannt, dass kein Spieler für die Nutzung der fälschlich aufgetauchten Credits eine Sperrung befürchten muss. Ein Rollback soll die Server auf den Stand vom 26. Dezember um 12 Uhr deutscher Zeit zurücksetzen. Zum Zeitpunkt dieses Artikels ist das Spiel noch nicht wieder erreichbar.
Größerer Angriff auf Ubisoft?
Laut Gerüchten, die ein Sicherheitsforscher von VX Underground auf X(öffnet im neuen Fenster) teilt, soll es sich bei diesem Hack um nur eine von mehreren Gruppen handeln, die illegitimen Zugriff auf interne Systeme von Ubisoft haben. Eine Gruppe soll etwa durch ein internes Git Repository Zugriff auf Quellcode der Firma besitzen. Bislang gibt es allerdings noch keine öffentlichen Anhaltspunkte für einen größeren Leak bei Ubisoft.