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Ubisoft-Chef Yves Guillemot beim Gespräch mit Golem.de in Shanghai.
Ubisoft-Chef Yves Guillemot beim Gespräch mit Golem.de in Shanghai. (Bild: Peter Steinlechner / Golem.de)

Ubisoft: "Ich freue mich, wenn ab und zu eine Revolution stattfindet"

Ubisoft-Chef Yves Guillemot beim Gespräch mit Golem.de in Shanghai.
Ubisoft-Chef Yves Guillemot beim Gespräch mit Golem.de in Shanghai. (Bild: Peter Steinlechner / Golem.de)

Virtual Reality und Entscheidungen der Entwickler, die Kosten pro Spielstunde und Umwälzungen in der Branche: Golem.de hat mit Ubisoft-Chef Yves Guillemot gesprochen - und dabei auch erfahren, was er macht, sollte der Konkurrent Vivendi die Übernahmeschlacht um Ubisoft gewinnen.
Ein Interview von Peter Steinlechner

Mitte der 80er Jahre hat er mit vier Brüdern in einem Obstschuppen einen Laden für Computer eröffnet, inzwischen hat Yves Guillemot daraus Ubisoft gemacht. Der Spielepublisher und -entwickler mit Sitz in Frankreich beschäftigt weltweit 12.000 Angestellte, die an allen Arten von Spielen arbeiten - besonders bekannt sind Großproduktionen wie Assassin's Creed und Far Cry sowie in Deutschland Die Siedler oder Anno von der Tochterfirma Blue Byte. Derzeit versucht der französische Medienkonzern Vivendi eine feindliche Übernahme von Ubisoft.

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Golem.de hat mit dem leidenschaftlichen Motorradfahrer Guillemot - er liebt vor allem japanische Rennmaschinen - in Schanghai am Rande der Messe China Joy gesprochen.

Golem.de: Wie oft spielen Sie die Spiele von Ubisoft?

Yves Guillemot: Das schaffe ich aus Zeitgründen nur selten, zumal unsere Titel ja auch immer umfangreicher werden. Ich schaue aber oft anderen beim Spielen zu. So spare ich immerhin die Zeit für das Einrichten des Setups oder für den Download.

Unsere Mobilegames spiele ich allerdings recht häufig, etwa auf Reisen im Flugzeug. Und ab und zu spiele ich derzeit das letzte Zelda mit meinem Sohn oder andere Spiele von unseren Wettbewerbern. Nur von so etwas wie Overwatch lasse ich lieber die Finger, weil ich da eigentlich gerne der Beste wäre, aber natürlich keine Chance habe (lacht).

Golem.de: Wie stark sind Sie bei Ubisoft in die Entscheidungen etwa über das Spieldesign eingebunden? Sind Sie bei der Auswahl der Szenarios für ein neues Far Cry oder Assassin's Creed beteiligt?

Guillemot: Ubisoft ist so organisiert, dass für derartige Entscheidungen unsere Entwickler zuständig sind. Wobei das nicht Einzelne einfach bestimmen, sondern zu den Entscheidungen kommt es in einem Prozess mit den Teams. Da müssen Argumente genannt werden, und die müssen dann diskutiert werden. Ich bin beteiligt, indem ich etwa darauf achte, dass auch die Meinung der Spieler genug Berücksichtigung findet - wir analysieren das sehr genau.

Ich kann außerdem dafür sorgen, dass wir uns frühzeitig einer neuen Plattform zuwenden, oder dass wir uns verstärkt um Games as a Service bemühen. An bestimmten Stellen in der Entwicklung der Spiele habe ich die Gelegenheit, Sachen zu beurteilen, und da sage ich meine Meinung dann auch. Die Produktion unserer Spiele ist Teamwork, und ich sehe mich als einen Teil dieser Teams.

Golem.de: Sie arbeiten mit Entwicklerteams von Ubisoft in zahlreichen Ländern und reisen viel. Gibt es inzwischen so etwas wie einen globalen Geschmack, was Games angeht?

Guillemot: Auf Windows-PC und Konsole hat sich der Geschmack der Spieler weltweit schon sehr angenähert. Allerdings gibt es immer noch Länder, die eigen sind - etwa Japan. Die Nutzer dort haben sich in den vergangenen Jahren sehr geöffnet, aber Japan war lange abgeschottet, weil die Entwickler vor Ort sehr gut waren und den Markt weitgehend selbst versorgt haben.

Golem.de: 2017 ist bislang ein sehr starkes Spielejahr. Machen Sie sich Sorgen, dass es Ihre großen Titel wie demnächst Assassin's Creed Origins schwerer haben als sonst?

Guillemot: Nein, das glaube ich nicht. Es ist toll für die Gamer, wenn sie viel Auswahl haben - und man muss ja nicht jedes Spiel sofort spielen. Wir beobachten seit ein, zwei Jahren, dass auch ältere Titel noch sehr gut nachgefragt werden. Früher war es für die Kunden manchmal schwierig, ein solches Programm überhaupt zu finden. Jetzt haben wir sogar einige zehn Jahre alte Titel in unserem Katalog, die sich noch ganz ordentlich verkaufen.

Was vielen nicht klar ist: Durch die Konkurrenz der Free-to-Play-Spiele und die MMOs sind die Kosten für die Spieler pro Stunde Spiel vor einigen Jahren stark gesunken. Das hat auch uns unter Druck gesetzt, mehr zu bieten als Titel, die nur 15 bis 20 Stunden an Spieldauer für 60 US-Dollar haben.

Neue Plattformen und Vivendi 

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Dudeldumm 05. Aug 2017

Hmmm ok, wundert mich, dass die Leute hier das nicht wollen. Aber jedem Tierchen sein...

Dennis 05. Aug 2017

Das sehe ich dann doch genau anders herum, ich habe noch nie mehr als eine Stunde damit...

Hotohori 04. Aug 2017

Äh, nein, eben nicht. Wenn du viele F2P Fans fragst wieso sie das Modell so toll finden...

Hotohori 04. Aug 2017

Eben darum rolle ich jedes mal mit den Augen wenn ich etwas von Marktforschung lese...



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